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E-Tropolis Festival, Im Blickpunkt, Specials — Veröffentlicht am 8. September 2011 um 00:40

E-TROPOLIS FESTIVAL 2011 – Der Bericht

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Da der Anteil elektronischer Musik in der Schwarzen Szene beständig wächst und immerzu neue Bands aus dem Boden schießen, entsprechende Anhängerschaft inklusive, macht man als Veranstalter sicherlich nichts falsch, ein Festival zu starten, das sich einzig und alleine auf diesen Teil der Szene konzentriert. Das E-TROPOLIS FESTIVAl, das im letzten Jahr an den Start ging, ist eines dieser Festivals – und punktet seit Anfang an mit einem Line-Up, das Genre-Freunde vor Begeisterung mit der Zunge schnalzen lässt. Am vergangenen Wochenende fand das E-Tropolis zum zweiten Mal statt. Abermals auf dem Columbiagelände in Berlin. Wir waren auch in diesem Jahr für Euch vor Ort.

Das Mad-Goth Kommando vor Ort bestand in diesem Jahr aus Hanny Honeymoon (Fotos) und JB (Text), begleitet von Mary Divine und Ena. Am frühen Samstagmorgen rollte das Mad-Goth Mobil aus dem wunderschönen Braunschweig in Richtung Berlin. Zum Glück erreichten wir Berlin und das Columbiagelände ohne Staus (oder großartigem Herumgeirre) kurz vor 13 Uhr. Ab 13 Uhr sollte es offiziell auch mit dem Einlass losgehen. Passte also perfekt. Nach einer kurzen Wartepause vor verschlossenen Türen konnten wir uns flugs unsere Bändchen abholen – wie immer gänzlich ohne Probleme. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an die Veranstalter für den gewohnt reibungslosen Ablauf. Kaum drin, nutzten wir die noch verbleibenden knappen 2 Stunden bis zur ersten Band für eine Schnuppertour durch das recht überschaubare Gelände.

Wie im letzten Jahr hatte das E-Tropolis auch dieses Mal zwei Bühnen zu bieten: Die C-Hall und den kleineren C-Club. Der Programmplanung (und somit unserer To-Do Liste) ist es verschuldet gewesen, dass wir den C-Club zwecks Konzerten nicht besucht haben. Die beiden Hallen werden von einem Innenhof verbunden, nicht viel größer als ein Fußballfeld, in dem auch in diesem Jahr wieder die üblichen Merchandise- und CD-Stände ihre Ware feilboten, sowie diverse Fressbuden aufgebaut waren. Die Futterbuden jedenfalls sorgten nicht gerade für Begeisterung. Zum einen der reichlich unverschämten Preise wegen, zum anderen aufgrund der manchmal ziemlich fragwürdigen Zubereitungsweise und der daraus resultierenden Qualität. Immerhin: die Brezelbude wurde mehr als einmal unser Retter in der Not im Verlaufe des Tages.

Was dem Innenhof an Sitzgelegenheiten fehlte, wurde durch die angrenzenden, ins Gelände integrierten Biergärten ausgeglichen. Hier konnte man sich von den Strapazen erholen, einfach indem man einen der zahlreichen Liegestühle assimilierte. Dazu eine kühle Blondine – perfekt! Zumal uns der Wettergott an diesem Tag einen wunderschönen Spätsommertag bescherte, strahlenden Sonnenschein und warme Temperaturen inklusive. Da war es schon ein bisschen schade, dass die ganze Action an diesem Tag in geschlossenen, dunklen Räumlichkeiten stattfand.

Nachdem wir unsere Tour über das Gelände abgeschlossen hatten und nebenbei das ein oder andere Wort mit Bekannten (um hier nicht von “den üblichen Verdächtigen” zu reden) gewechselt hatten, wurde es bald auch schon Zeit, in die C-Hall zu wandern, um der ersten Band des Tages beizuwohnen.


XOTOX:

Bereits beim Auftakt des E-Tropolis waren Xotox am Start, seinerzeit noch im C-Club und angekündigt von Honey (Welle: Erdball) mit den Worten: “Al Bano und Romina Power des deutschen Industrial…!”. Am Programm hat sich zum Vorjahr allenfalls die Songauswahl geändert, ansonsten standen auch in diesem Jahr die beiden Xotoxer zappelnd hinter ihren Pulten und beschallten die Halle mit ordentlich elektronischem Geballer. Anfangs dabei in Sachen Bass etwas sehr schwachbrüstig unterwegs. Die Mucke der Beiden verlangt schon nach mehr Wumms. Apropos Wumms: Im Verlaufe des Tages wurde deutlich an den Reglern gedreht, den basstechnischen Höhepunkt erreichte dann Suicide Commando. Das war da aber fast schon nicht mehr feierlich. Dazu aber später mehr. Zurück zu Xotox: dem Duo gelang es, als Eröffnungsact die schon ziemlich stattliche Menge in der C-Hall zur Bewegung zu ermutigen. Der Knaller war aber auch in diesem Jahr wieder der mobile Nebelwerfer, auf dem es sich offenbar auch ganz wunderbar herumpauken lässt. Und der Baustrahler natürlich, auf den jedes Mitglied der Knicklichtfraktion neidisch sein darf. Xotox sind musikalisch sicherlich nicht jedermanns Geschmack, aber zur Festivaleröffnung kann man das schon mal machen.


SOLITARY EXPERIMENTS:

Das erste Heimspiel des Tages, dem wir beiwohnten. Nach dem Geknüppel von Xotox wurde es Zeit, mal etwas melodischere Musik den eigenen Gehörgängen zu zuführen. Und da kommt das Electrogemache von Solitary Experiments gerade recht. Die (wie gewohnt mit roten Hemden und schwarzen Krawatten ausstaffierten) Herrschaften präsentierten hier eine Art Best-Of, bei der bis auf den Gesang alles aus vom Band kam. Auch der Drummer war so übereifrig mit seinem Vollplayback beschäftigt, dass er so manches Mal neben dem Takt lag. Immerhin: der Mann ließ keine Gelegenheit aus, seine Tattoos zu präsentieren. Klares Highlight war die Darbietung des Kirlian Camera Klassikers “Edges”. Inklusive Kirlian Camera, das auf der Videowand zu sehen war. Apropos Videowand: Warum da bei einem Song “Event Horizon” im Hintergrund lief, haben wir nicht so ganz verstanden. Macht aber auch nichts.

Und auch wenn “Delight” abermals für Gänsehaut sorgte – mehr als einen mittelprächtigen Eindruck hat dieser Auftritt dieses Mal leider nicht hinterlassen können. Da hat uns unser letztes Solitary Experiments Konzert auf dem Blackfield 2008 irgendwie mehr beeindruckt. Vielleicht lag es allerdings auch daran, dass wir insgeheim auf “Seele bricht” gewartet haben, was sich letztlich nicht in der Setlist befand. Schade!


[:SITD:]:

Eigentlich hätten an dieser Stelle die Herren von Rotersand spielen wollen. Durch einen krankheitsbedingten Ausfall von Sänger Rasc wurden Rotersand an diesem Tage von den Kollegen von [:SITD:] vertreten. Tom, Carsten und Frank präsentierten hier einen Querschnitt ihres bisherigen Tuns. Von “Snuff Machinery” über “Herbsterwachen” bis hin zu “Rot” ging es einmal durch die Bandhistorie. Jeder, der einmal einem SITD-Konzert beigewohnt hat, wird bestätigen können, dass es die Band aus dem Ruhrgebiet meisterhaft versteht, die Massen zu mobilisieren. Und das Konzert in Berlin scheint die Jungs selbst ziemlich überrascht zu haben ob der nahezu frenetischen Feierei des Publikums. Selbst auf den obersten, hintersten Rängen der C-Hall war Bewegung. Die C-Hall muss so gebebt haben, dass es bestimmt auch von außen sichtbar war! So heftig wie hier wurde wohl auf dem ganzen E-Tropolis kein zweites Mal gefeiert. Es ist unheimlich schwer, die Stimmung hier in Worte zu kleiden, daher verkürzen wir das ganze: Rock’n'Roll! Wie immer eben. Danke, Jungs!


WELLE: ERDBALL:

Seit Jahren schon sind sich Welle: Erdball Konzerte sehr ähnlich. Das kann man möglicherweise bei anderen Bands bemängeln, nicht aber bei Welle: Erdball. Der immer sehr ähnliche Programmablauf garantiert vor allem zwei Dinge: Party total und maximal gute Laune beim Publikum. So auch dieses Mal. Zwar steht ein neues Album vor der Türe, die Setlist bestand dennoch nur aus Klassikern. Weil, wie Honey erklärte, die neue Bühnenshow eben noch nicht fertig sei. Macht nix, wir erfreuen uns an bzw. feiern halt auch zum gefühlt hundersten Mal zu Hits wie “Starfighter F-104G”, “Super 8″, “Arbeit adelt”, “VW Käfer” oder “23″. Und auch dieses Mal flogen wieder die riesigen, weißen Welle: Erdball Luftballons durch den Saal, genauso wie die Papierflieger. Soweit so gut so gewohnt.

Für den Beobachter spannender war da schon die Tatsache, dass es technisch nicht ganz so rund zu laufen schien. Zum einen waren da die Mikroprobleme, die Frl. Plastique hatte und die sowohl von ihr als auch von Honey direkt via Ansage bemängelt wurden. Und auch das Backstage Personal schien nicht so richtig auf der Höhe gewesen zu sein. Das obligatorische Ölfass, auf dem Honey so gerne herum drischt, wurde erst entfernt, nachdem ein ziemlich giftiger Kommentar in Richtung Technik gezischt wurde. Nicht zum letzten Mal erlebten wir hier an diesem Tage, dass die Bühnentechniker scheinbar mit den Gedanken woanders waren als bei ihrem Job. Uns (und dem restlichen Publikum scheinbar auch) war das aber ziemlich egal. Denn auch dieses Konzert war wieder einmal 100%! Das haben Sie ganz toll gemacht, werte Damen & Herren von Welle: Erdball.


AGONOIZE:

Die drei Krachkameraden aus Berlin hatten wir zuletzt auf dem Amphi Festival gesehen. Ist also noch gar nicht sooo lange her. Da man aufgrund des hohen Unterhaltungswertes dieser Kapelle Agonoize auch gut und gerne mehrmals jährlich live mitnehmen kann, standen wir auch beim E-Tropolis wieder auf der Matte. Um einiges motivierter und weniger müde als noch beim Amphi…

Nach diversen Agonoize Konzerten denkt man, man hätte irgendwie schon alles gesehen und freut sich über die geschätzte Routine. Nur wie das eben manchmal so ist: wenn man denkt, man denkt, dann denkt man eben nur, dass man denkt. Mit anderen Worten: Das Trio aus Berlin ließ sich für das Heimspiel spannende Änderungen in ihrem Programm einfallen. Zum Beispiel ließen sie den imperialen Marsch aus Star Wars, sonst immer Intro eines Agonoize Konzerts, dieses Mal weg. Wir begrüßen diese Entscheidung, irgendwann ist halt auch mal gut. Stattdessen lief eine scheinbar angepasste Version von “Evil Inside” (zumindest klang es so), bei welcher die Herren in einer coolen Showeinlage das Agonoize Logo auf die Brust gebrandmarkt bekamen. Im Anschluss an dieses Vorspiel hielten sich Agonoize dann auch nicht weiter mit Schabernack auf und legten gleich mit voller Wucht los: “Koprolalie” als Auftakt, direkt gefolgt von “Femme Fatale”. Das F-Thema wurde somit gleich zum Anfang erledigt. Es folgte “Staatsfeind”, danach ließ Sänger Chris das Mikro fallen und verabschiedete sich mit den Worten “fickt euch doch alle” von der Bühne. Seine Kollegen taten so, als wüssten sie nicht, was hier gerade passiert war.
Uns aber beschlich eine Ahnung, was nun kommen würde, nicht zuletzt aufgrund der Erfahrungen des letzten Agonoize Konzerts. Und wir sollten Recht behalten. Die Bühne wurde verhangen, Lichter gingen an, es ertönte “Wer hat an der Uhr gedreht?”. Da Agonoize aber gerade mal drei Songs gespielt hatten, war in der brechend vollen C-Hall keinerlei Bewegung Richtung Ausgang zu bemerken. Scheinbar hatte wohl jeder das Gefühl, dass das noch nicht alles gewesen war. Und richtig – gute fünf Minuten später ging die Show weiter – mit einem abermals in einer Zwangsjacke an der Decke baumelnden Chris L. Was nun folgte, war die gewohnt gute Aggro-Disco mit der obligatorischen Kunstblutmanscherei, bei der wie so oft auch die vorderen Reihen des Publikums bedacht wurden. Zum Ende des Konzerts wurde in einer weiteren Showeinlage das Gesicht von Chris L. durch einen kostümierten Psycho abgesäbelt und das Latexgemache dann in die Menge geschmissen. Bin mir sicher, dass das gute Preise bei eBay erzielt. Alles in allem erlebten wir hier ein sehr gelungenes Konzert der Berliner, denen man deutlich angemerkt hat, dass sie bei ihrem Heimspiel wohl ziemlich viel Spaß hatten. Punkte in der B-Note bekommt die Truppe zusätzlich für die Modifikationen im Show-Ablauf. Ich würde ja sagen, frisches Blut tut immer gut, aber das ist gerade bei Agonoize irgendwie doppeldeutig.


SUICIDE COMMANDO:

Direkt nach Agonoize ging es für uns weiter mit dem nächsten Krachmannprojekt, bei dem es der Chef (zumindest musikalisch) auch gerne hart und heftig mag: Suicide Commando. Johan van Roy wurde hier von einem Live-Drummer begleitet, der den Songs zusätzlichen Wumms verlieh, sowie von Infacted Labelboss Torben Schmidt am Keyboard. Apropos Wumms – gerade zu Anfang haben sie es basstechnisch hier eine Spur zu heftig getrieben. Würde mich nicht wundern, wenn es in der C-Hall so einige Leute gab, die hier Herzrhytmus-Störungen bekamen. Davon abgesehen wurde auch bei Suicide Commando nur eine Art Best-Of-Programm aufgefahren, bei dem Johan wie ein Springteufel über die Bühne hechtete, markenzeichengetreues irres Grinsen inklusive. Dazu liefen im Hintergrund die gewohnten Schockervideos, die tatsächlich noch immer ihre Wirkung nicht verfehlen, wie wir feststellten. Unterm Strich war dies eine solide Show, dessen größtes Highlight wohl der Moment gewesen sein dürfte, in welchem ein mit riesigen Suicide Commando Tattoos verzierter Fan auf die Bühne geholt wurde, um einen kurzen Moment mit seinem Idol auf der Bühne zu stehen.
Beim belgischen Krachkommando war insgesamt weniger Andrang als noch bei Agonoize zuvor. Hier nutzten scheinbar so einige die einstündige Spielzeit, um sich von den Berlinern zu erholen, auf VNV Nation vorzubereiten oder mal dem Treiben im C-Club beizuwohnen. Ungefähr zur Hälfte des Konzerts hatten wir genug gesehen und zogen es vor, noch einmal Kraft zu tanken für den letzten Act und dem Highlight dieser Nacht.


VNV NATION:

Der Glöckner hatte schon zur zweiten Stunde des jungen Tages geschlagen, als VNV Nation als letzter Act des E-Tropolis Festivals die Bühne betraten. Und obwohl viele Besucher schon den ganzen Tag hier verbrachten, in den geschlossenen Hallen mit fragwürdiger Belüftung, und schon so manchem die Müdigkeit deutlich ins Gesicht geschrieben stand, gelang es den Herren Ronan Harris und Mark Jackson, die Meute in der rappelvollen C-Hall noch einmal zu mobilisieren. Wie sagte Ronan doch so treffend: “erst war es ein Konzert, jetzt ist es eine Party!” Wie Recht er doch hatte. Inzwischen dürfte jeder, der die letzten Jahre nicht unter einem Stein verbracht hat, mitbekommen haben, dass sich Ronan es nicht nehmen lässt, augenzwinkernd mit dem Publikum zu interagieren. So auch dieses mal. Beachtlich sind dabei zwei Dinge: Ronan verfügt offenbar über ein sehr gutes Gesichtergedächtnis. Und auch wenn er mit vermeintlich geschlossenen Augen da steht und Balladen wie “Illusion” zum Besten gibt – er beobachtet das Geschehen in der Menge sehr genau. Wie so oft bei Electro-Bands gab es auch hier ein paar Kasperköppe, die der Meinung waren, Pogen müsse unbedingt sein. Dumm nur, dass das nicht auf ungeteilte Gegenliebe stieß und die Sache schnell in eine kleinere Rangelei ausartete. Worauf Ronan auch unmittelbar reagierte und die Streithähne zur Friedlichkeit ermahnte. Mit Erfolg. Andererseits: was passiert, wenn Ronan Stressmacher via Security abholen lässt, hat man ja auf einem M’era Luna Konzert erleben dürfen. Ich kann Euch sagen, danach traut Ihr Euch sicher auf keine Szeneveranstaltung mehr. Oder möchtet Ihr vor tausenden Fans als Celine Dion Hörer vorgeführt werden? ;)

Dieser inoffizielle Auftakt zur kommenden “Automatic”-Tour, bei der sich so manches Stück (z.B. “Control”, “Nova”) des gleichnamigen neuen Albums in der Setlist befand, verwandelte sich ziemlich schnell in eine rauschende Party, bei der neben den neuen Songs auch Klassiker wie “Beloved”, “Darkangel” oder “Further” nicht fehlten. Einzig die Licht-, Video- und Nebeltechnik schien nicht in das Konzept gepasst zu haben, was sich Ronan für den Abend vorgestellt hatte. Immer wieder bekundete er mit Worten oder Gesten seinen Unmut darüber, dass die Technik (oder halt die Techniker) nicht so richtig tat, wie sie sollte(n). Da wird wohl nach dem Konzert noch das ein oder andere ernste Wort gewechselt worden sein. Dem Konzertgenuss selbst konnte das aber nichts anhaben. Die einen feierten und tanzten ausgelassen, die anderen waren so in der Musik verloren, dass es sie zu Tränen rührte.

Übrigens: wer von Euch vor Ort war, wird sich bestimmt an diese coole Aktion hier erinnern:

Irgendwann ist aber auch das tollste Konzert vorbei. In diesem Fall war das gegen halb 3 Uhr morgens, als zum letzten Mal die Lichter in der C-Hall angingen. Wissend, dass nun noch locker 300km Autobahn vor uns lagen und mit der Erkenntnis, einen tollen Tag mit viel guter Musik verbracht zu haben, traten wir auch unmittelbar nach Abpfiff die Heimreise an.

Ein reines Electro-Festival ist für Electro-Hupen wie uns schon eine tolle Sache. Daraus eine Tagesveranstaltung zu machen passt auch soweit. Beim Debüt im letzten Jahr konnte ich nicht mit dabei sein, wohl aber ehemalige Mad-Goth Mitstreiter. Diese waren seinerzeit begeistert, ich bin es auch. Vor allem aufgrund des gelungenen Line-Ups und der wie immer reibungslosen Organisation. Es gibt so ein paar Punkte, die durchaus noch verbesserungswürdig sind: an der Einlass-/Auslasssituation in der C-Hall sollte noch geschraubt werden. Wenn die eine Menschenmenge raus und die andere hinein will, kommt es da mitunter zu unschönem Geschubse und Gedränge in dem schmalen Durchgang. Vor allem zu fortgeschrittener Stunde und gestiegenem Alkoholkonsum der Gäste. Vielleicht kann man das anders lösen, im Zweifelsfall mittels Bauzaun oder ähnlichem? Zusätzlich: Liebe Veranstalter, solltet Ihr Einfluss darauf haben – überdenkt noch mal die Futtermittelanbieter auf dem Festivalgelände. Qualität und Preise gingen hier absolut gar nicht. Allerdings sind das keine unlösbaren Probleme – und für die Feierstimmung auch eher sekundärer Natur. Programm, Ablauf und allgemeine Organisation sind gewohnt hoher Standard. Eben so, wie wir es von Leuten erwarten dürfen, die auch das Amphi, Zita Rock oder die Christmas Balls an den Start bringen. Dem E-Tropolis bestätigten wir schon nach dem Auftakt, dass es einen festen Platz in der jährlichen Festivalreiseplanung verdient hat. Nummer zwei unter dem Motto: “Bässer! Härter! Lauter!” hat dieses Fazit untermauert. Wir sehen uns nächstes Jahr, Berlin.


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