Na da schau her: das Label OUT OF LINE wechselt wieder einmal den Vertrieb. War es zunächst SPV, welche die Mucke des Berliner Labels (unter anderem die Heimat von Blutengel, Combichrist, Suicide Commando oder The Birthday Massacre) vertrieb und zuletzt Universal, wechseln die Berliner nun zurück in einen Indie Hafen. Das Branchenmagazin Musikwoche berichtet in einer Meldung vom heutigen Tage, dass fortan Rough Trade/GoodToGo den Vertrieb für Out Of Line übernehmen wird. Diese Zusammenarbeit beinhaltet sowohl den weltweiten physischen Vertrieb aller Neuveröffentlichungen sowie auch die Vermarktung des gesamten Backkatalogs. Zudem kümmert sich Rough Trade Distribution/GoodToGo um die digitale Distribution des Out Of Line Materials in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Interessant ist in dem Zusammenhang der Kommentar von André Kobliha, dem Inhaber von Out Of Line: “Der Wechsel zu Rough Trade Distribution/GoodToGo fühlt sich für uns in vielerlei Hinsicht wie eine Heimkehr an. Als Label mit einem sehr vielseitigen Katalog, der neben Charts-Themen auch verschiedenste Nischenmärkte bedient, fühlen wir uns in der familiären Atmosphäre und dem Label-Umfeld eines Indies perfekt aufgehoben. Unsere beiden Firmen eint darüber hinaus der Enthusiasmus und die Liebe zur Musik in ihren unterschiedlichen, schillernden Fassetten, die dieses Tätigkeitsfeld zu einem der Spannendsten auf diesem Planeten machen.”
Wenn man von einem weltweiten Vertriebsriesen wie Universal zurück zu einem deutlich kleineren Player wechselt, bietet das natürlich Platz für Spekulationen. Hatte Universal (die immerhin Unheilig zu enormen Erfolg verhalfen) doch mehr Einfluß auf die Produktionen, als nur das fertige Endprodukt zu vertreiben? Eine von uns gern genommene Verschwörungstheorie, schließlich attestierten wir in den letzten zwei Jahren so mancher Out Of Line Produktion, sie sei ziemlich radiogefällig ausgefallen… Nun, wir werden sehen wie sich die Dinge weiter entwickeln.
Vermutlich dürfte es aber auch bei diesem Vertriebswechsel wieder einen Ausverkauf im Out Of Line Shop geben, schließlich müssen die Tonträger ja neu produziert und mit neuen Logos versehen werden. Sieht also ganz danach aus, als könnte nun der ein oder andere die eigene Plattensammlung vervollständigen.



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