Der Name SACHA KORN sagt jetzt vielleicht nicht unbedingt jedem etwas auf Anhieb. Dabei war der Berliner in den letzten Jahren weiß Gott nicht untätig, indem er zum Beispiel als Berater von Soul-Sänger Terence Trent D´Arby in Erscheinung trat. Außerdem stand der Weltenbummler, der seit 10 Jahren im Musikgeschäft aktiv ist und schon Konzerte in Russland, den USA oder China gab, bereits als Vorband von Subway to Sally oder Rammstein auf der Bühne. Ferner vertritt Korn in Osteuropa u.a. die Rechte von Bands wie Limp Bizkit oder Marilyn Manson. Der Berliner studierte Gitarre an der Los Angeles Music Academy und hat bereits ein Fulltime-Album („noKOut“) und eine EP („Deviationist“) veröffentlicht.
Sacha Korns Musik ist mal aggressiver Rock mit leichtem Touch in Richtung Metal, mal nachdenklich ruhig wie beim eingängigen „Mein Land“ und manchmal sogar erstaunlich poppig („Lass mich gehen“), wie man es aus dem Genre der Neuen Deutschen Härte nicht unbedingt vermuten würde. Damit ist er gleichwohl für Fans der Böhsen Onkelz interessant als auch für Anhänger der klassischen Rammstein- oder Witt-Alben.
„Mein Land“ beschäftigt sich mit Deutschland und ist ein Ausdruck von Identifikation seitens Korns, gleichzeitig jedoch auch Reflexion und ein fetter Hauch an Melancholie. Nach Nazi-Ästhetik hat auch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien vergeblich gesucht – und nichts gefunden. Hat Korn auch nicht nötig, denn er singt über vergangenheitsbewältigende Themen und schaut dabei dorthin, wo andere weggucken würden. Wo ist der Sinn, wo ist die Struktur, an diesem Übermaß an Zensur? Dankenswerterweise ist „Mein Land“ also haarscharf an der Indizierung vorbeigezischt und wir können es uns erlauben, den Clip hier zu veröffentlichen.
Korns neuestes Release steht ab Anfang Dezember in den Startlöchern und nennt sich „Rechts und Links-Wie lange noch?“. Die Scheibe wird eine Doppel-EP werden, deren jeweilige Cover die deutsche Nationalflagge zieren und jeweils mit den Worten Links und Rechts versehen sind. Dreht man das Cover um, so ist in kyrillischen Buchstaben die jeweils andere Richtung zu lesen.
Der CD-Titel kommt sicher nicht von ungefähr, denn ein Stück weit Provokation und Medienschelte schwingt dort ganz sicher mit. Wir werden sehen wie die Presse auf das neue Werk reagieren wird und ob Korns Texte nur oberflächlich betrachtet oder genauer unter die Lupe genommen werden. So oder so: Sacha Korn wird für Aufsehen sorgen, so viel ist mal sicher.
Fans von härterer handgemachter Musik aus deutschen Landen sollten also mal ein Ohr riskieren, wenn „Rechts und Links-Wie lange noch?“ am 2. Dezember in den Plattenläden zu erhalten sein wird. Auf der Homepage gibt es bereits einige Hörproben der neuen Scheibe. Reinhören ist gesetzlich strengstens erlaubt und wird nicht Geldbußen bestraft.
Anbei das Artwork und die Tracklist:

Tracklist EP “Links”:
01. Freiheit
02. Sehnsucht
03. Seele
04. Komm mit mir
05. Unsere Kraft
Tracklist EP “Rechts”:
01. Treibjagd
02. Wie lange noch
03. Ewige Ruhe
04. Warum
05. Zimmer 100
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