The Last House On The Left27 Jahre ist es mittlerweile her, daß die Produzenten Wes Craven (führte auch Regie) und Sean S. Cunningham mit „The Last House on the Left“ einen der kontroversesten Horror-Thriller veröffentlichten. Für beide Filmemacher war es der Beginn einer erfolgreichen Horrorfilm-Karriere. Craven, der später v.a. durch den Meilenstein „A Nightmare on Elm Street“ und später durch die Wiedergeburt des Slasherfilms („Scream“) bekannt wurde, feierte durch den Film nach einem ein Jahr zuvor gedrehten Softsexfilm sein Quasi-Filmdebüt.
Nun treffen sich die beiden Ikonen der Horrorfilmgeschichte erneut auf dem Produzentenstuhl wieder und schicken den noch recht unbekannten Dennis Iliadis als Regisseur für das Remake vom hierzulande auf Video betitelten „Mondo Brutale“ ins Rennen.

Worum geht´s also in dem Film und worin besteht der Unterschied zum Original?
Die 17-jährige Mari Collingwood ist mit ihren Eltern im Urlaub an einem Haus am See.
Sie verabredet sich mit ihrer Freundin Paige, möchte mit ihr ordentlich einen draufmachen und bei ihr übernachten. Die beiden treffen zufällig auf einen Jungen in ihrem Alter: Justin, der die beiden Mädels interessiert bei ihrer Diksussion über Marihuana schlaucht. Szenenwechsel: alle drei Teenager hocken bei Justins Onkel in der Bude und drönen sich ordentlich zu, als plötzlich und völlig unerwartet Onkel Krug mit seinen zwei Buddys sowie der Chica Sadie in der Tür steht.

Was nun folgt ist Rape & Revenge nach allen Regeln der Exploitationkunst! Die beiden Freundinnen werden mißhandelt, gefoltert und Mari wird schlußendlich sogar von Justins Onkel Krug persönlich vergewaltigt. Es beginnt ein gewaltiges Unwetter und die Peiniger suchen Unterschlupf in dem letzten Haus an der linken Seite der Straße, das der Familie Collingwood und damit Maris Eltern gehört. Mr. Collingwood verarztet die Fremden und gewährt ihnen eine Bleibe für die Nacht. Justin erkennt Mari auf einem auf dem Kühlschrank angeklebtes Foto. Da er sich zu ihr von Anfang an hingezogen fühlte und für sie tiefes Mitleid und damit Haß seinem Onkel gegenüber empfindet, plaziert er Maris Halskette, die er im Wald eingesteckt hatte, in der Küche.
Plötzlich erscheint die schwer verletzte Mari bei ihren Eltern und Mrs. Collingwood entdeckt die Halskette. Die Eltern der gepeinigten Mari drehen den Spieß um und nehmen blutige Rache an den Peinigern ihrer geliebten Tochter…

Wichtig bei einem solchen Film sind natürlich die Qualität der Darsteller. Wird das Gezeigte sowohl auf Täter- als auch auf Opferseite glaubwürdig dargestellt? Nur dann entfaltet eine solche Geschichte ihre volle Wirkung – ansonsten wirkt´s albern und die Ernsthaftigkeit geht den Bach runter. Krug wurde im Original von David Hess so realistisch dargestellt, daß er es schwer hatte im Filmgeschäft anderweitig Fuß zu fassen, da jeder in ihn den skrupellosen Frauenschänder aus dem Wes Craven Film sah.
Aber auch dem „neuen“ Krug Garret Dillahunt nimmt man den Böhsen Onkel zu 100% ab.
Auch Sara Paxton (Mari) hat durchaus das Zeug zur neuen Scream Queen.

Im Vergleich zum Original kommen im Remake ein paar neue Figuren hinzu. Sowohl der in der Neuverfilmung eine große Rolle spielende Justin als auch die „Gangster-Braut“ Sadie gab es im Film von Craven noch nicht.

Kamera und Soundtrack lassen durchaus an alte Zeiten erinnern, die allseits „beliebte“ Wackelkamera kommt lediglich in den Fluchtszenen im Wald kurz zum Einsatz, in den restlichen Actionszenen wurde darauf dankenswert verzichtet.

AshEine gelungene Neuverfilmung eines kompromißlosen Thriller-Klassikers, die nicht minder roh und hart daherkommt wie der Streifen, auf dem sie basiert. Die Gewalt wird v.a. im letzten Drittel, wenn die Selbstjustiz Einzug in die Handlung gefunden hat, enorm zu. Die Effekte sind durchaus sehenswert und spätestens aufgrund der Todesart von Krug am Ende könnte der Film ein heißes Thema für die Bundesprüfstelle werden.


Wertung

Inhalt Darsteller Special Effects Ausstattung Soundtrack Kultfaktor Gesamt

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