Wer an einem Wave Gotik Treffen in Leipzig teilgenommen hat, erachtet dies im Nachhinein als eine ganz besondere Erfahrung, als etwas, an das man sich die Erinnerung daran gerne erhalten möchte. Um dies zu erreichen gibt es viele Möglichkeiten. Natürlich kann man bei einer schönen Tasse Absynth mit den WGT-Weggefährten beisammen sitzen und in Erinnerungen schwelgen, man kann ausufernde Berichte lesen (wie den unseren zum Beispiel), sich durch Fotogalerien klicken (wie ebenfalls die unsere zum Beispiel) oder sich den Beilagen der großen Musikmagazine widmen. Oder man erwirbt das PFINGSTGEFLÜSTER, das seit ein paar Jahren eine inhaltlich und ästhetisch wertvolle Nachbetrachtung des einzigartigen Festivals bietet.
Das Pfingstgeflüster passt durch seine dezente, künstlerische Aufmachung gut zum WGT, denn auch dort spielt die äußere Verpackung eine große Rolle. Mit geschmackvollen, weitestgehend schwarz-weißen Fotos hebt es sich wohltuend von den quietschbunten Beilagen der Musikmagazine ab.
Aber auch inhaltlich weiß das Pfingstgeflüster auch in diesem Jahr wieder zu überzeugen. Denn neben einigen Konzertimpressionen wird vor allem auf den Veranstaltungsort Leipzig und seine Besucher eingegangen und diesem der größte Platz in dieser magazinartigen Veröffentlichung eingeräumt. So erzählt beispielsweise Pfarrer Stief über die Nikolaikirche, Oliver Klein (der Moderator) vergleicht früher und heute, Fräulein Venus von Welle: Erdball schildert ihren ganz persönlichen Eindruck vom Festival. Somit bietet das Pfingstgeflüster von der ersten bis zur letzten Seite eine erfrischend andere, erfrischend eigenständige Herangehensweise, was die Nachbetrachtung des weltgrößten Gothic-Festivals angeht.
Durch Inhalt und Gestaltung avanciert das Pfingstgeflüster zu einem echten Tipp für Euch Geschmacksmenschen da draußen, denen die Berichterstattung durch die üblichen Verdächtigen nicht ausreichend oder womöglich gar zu einseitig erscheint. Wie bereits in den Jahren zuvor ist auch das Pfingstgeflüster zum WGT 2009 ein Text- bzw. Bildband, den man immer wieder gerne herauskramt. Zum einen, um die Erinnerungen an eine tolle Zeit während eines tollen Festivals lebendig zu halten – und zum anderen, um sich schon mal in Stimmung auf das kommende Jahr zu bringen.
Wertung
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