Der Tod ist ja nun einmal vom Leben nicht wegzudenken, zumal wir alle einmal diese Punkt unserer Existenz erreichen werden. Doch was passiert, wenn wir direkt mit ihm, dem Tod, konfrontiert werden? Wenn beispielsweise ein Mensch in unserer Umgebung, ein Mensch den wir sogar Freund nennen beschließt, selbst zu entscheiden wann dieser Punkt gekommen ist? Ist das nicht einer jener Momente in denen man beginnt darüber nachzudenken was es zu bedeuten hat zu sterben? Ob wir nicht wirklich selbst entscheiden können wann, wie und wo? Wenn wir uns fragen welchen Sinn das Leben macht, wenn es doch irgendwann vorbei ist und von uns meist nicht mehr bleibt als verblassende Erinnerungen und zerfallende Taten?
Georg ist ein erfolgreicher Versicherungsmakler, der den Menschen Sicherheit verkaufen will. Doch als eines Tages sein bester Freund aus Jugendtagen nur knapp einen Selbstmordversuch überlebt, kommt er ins Grübeln. Er macht sich auf die Suche nach dem Grund für diesen Selbstmordversuch und verliert dabei immer mehr den Kurs und wird völlig aus der Bahn geworfen. Zweifel an allem, woran er bis dato geglaubt hatte machen nun jeden Tag zu einem Wettlauf gegen Depressionen. Als Georg dann noch erfährt, dass die Freundin seines Freundes verschwunden ist macht dies seine Suche nach Leben und einem Sinn für jenes nur noch komplizierter.
Im Grunde kann man sagen, dass die Thematik keine schlechte ist und sicherlich auch viel hergibt für einen tiefgreifendes und spannendes Stück Literatur. Doch leider reicht wie so oft eine gute Idee allein nicht aus. Auch die Umsetzung sollte nicht aus den Augen verloren werden. Leider ist hier genau das passiert.
Was als nachdenklicher und teilweise schon sehr philosophischer Roman begann endete leider als zweitklassiger Krimi mit einem Ende, welches deprimierender kaum hätte sein können. Es ist immer riskant unerwartete Wendungen einzubauen oder mitten im Buch das Genre zu wechseln, wobei ich in diesem Falle schon fast von einem „Unfall“ sprechen möchte als von einem überlegten Stilmittel.
Es ist dann nämlich eher unschön wenn man am Ende des Buches eher das Gefühl hat, es fehlte die Hälfte oder man hat zwischendrin aus Versehen den Roman gewechselt. Hier wirkt das Ganze einfach irgendwie zerrissen, alles andere als eine runde Sache.
Zwar ist „Ein wenig Sterben“ ein amüsanter Roman in mancher Hinsicht doch leider nichts, was im Gedächtnis bleibt und sogar im Regal verstauben kann ohne das es sonderlich weh tut. Auch der Schreibstil ist eher Durchschnitt und das gewisse Etwas sucht man leider vergeblich. Dieses Buch kann man also lesen, muss man aber nicht.
Wertung
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