Das Jahr 2010 fängt für Braunschweiger (und alle, die in dessen Dunstkreis residieren) mit einem echten Knaller an: unser aller heißgeliebte Wohnzimmerverlängerung, die MEIER MUSIC HALL, startet am 29. Januar mit einem ersten Highlight durch: das FESTIVAL OF DARKNESS, bei dem zum höchst sozialverträglichen Tarif eines normalen Konzertbesuchs (18,- Euro im VVK, 23,- Euro an der Abendkasse) fünf Bands (darunter auch welche aus unserer Region) aufspielen werden, um das Gemäuer des Meier zum Beben zu bringen: EBM-iges von MR. DUPONT und JÄGER 90, alternativ-elektronisches von DIN-[A]-TOD, Braunschweigs Vorzeigeschnuckelchen MINA HARKER und als Headliner RABIA SORDA werden antreten, um Euch ins Schwitzen zu bringen!
Und da soll noch mal einer sagen, es täte sich nichts in unserer Region. Das vom N8Flug und der Agentur On/Off konzipierte und präsentierte Festival findet statt mit Unterstützung von: Out Of Line, Electric Tremor, Aeternitas, Indietective, Electric Image und Mad-Goth. Und wie Ihr es von uns gewohnt seid, werden so ein außergewöhnliches Erlebnis natürlich entsprechend redaktionell begleiten: Bericht, Fotos, …
Im Anschluß an das Festival findet ein N8Flug Electro-Special als Aftershow-Party statt, der Eintritt liegt da dann bei 5,-€.
Tickets gibt es in der Meier Music Hall selbst, bei Aeternitas, TicketOnline und allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Wir sehen uns (spätestens) am 29. Januar im Meier!
Bands
Mr.Dupont:
Mr.Dupont werden das Festival eröffnen.
Bediente Mr.Dupont bisher die Regler bei u.a. Zentrum der Arbeit und Kraftakt zeigt er bei seinem Auftritt, wie seiner Meinung nach eine Melange aus EBM und technoiden Neuzeitsounds klingen sollte. Unter anderem stellt er Songs aus seinem aktuell erschienen Album „ 1435“ vor, welches beim Dessauer Label „ Electric Tremor“ erschien.
Jäger 90:
Im Anschluß folgt bereits das Highlight für Oldschool EBM Fans, wenn Jäger 90 für ordentlich Power auf der Bühne sorgen werden. Ihre musikalischen Wurzeln liegen in den frühen achtziger Jahren. Speziell der Sound von DAF und EBM prägt den körperbetonten Klang der drei bislang erschienenen Tonträger “Harte Zeiten”, “Total Debil“ und “Muskeln und Küsse” (Electric Tremor). Thoralf Dietrich ist bekannt für seine Aktivitäten in anderen Projekten, unter anderem als Sänger der DAF.Partei (mit Röbert Görl von DAF).
Ihre Stimmung und energiegeladene Show ist ein Garant für den puren Genuß eines jeden EBM Fans. Auch sie werden unter anderem Songs aus ihrem neuen Album Drischne Skasal vorstellen, welches 2009 bei Electric Tremor veröffentlicht wurde.
Mina Harker:
Alexander Gorodezki und Mina Harker bilden dieses erfolgreiche Duett, welches 2008 zum Newcomer des Jahres von den Lesern des Magazin Orkus gewählt wurde.
Düstere Welten, geheimnisvolle Mythen und Sagen, Utopien, die immer schon erdacht, erträumt oder gefürchtet wurden, weil sie unbekannt und bedrohlich erscheinen. Ebenso wie das Dunkel der Nacht, mit ihren Wesen, kaum zu sehen für den, der nicht richtig hinschaut und aufmerksam lauscht. Aus diesen Sphären schöpft Mina Harker die Materie für die Geschichten ihres sensationellen Debütalbums „Tiefer“ – surreal, außergewöhnlich und leidenschaftlich. Die Interpretation der Songs gestaltet sich außerordentlich individuell, was sich besonders in der unverwechselbar kräftigen Stimme ausdrückt, die sich mal engelsgleich behutsam, dann wieder glashart und schonungslos aber vor allem immer klar und gefühlvoll in die weiten Stimmungsbögen einfügt. Den Gegenpol bildet das ausgefeilte Songarrangement, unterstützt durch die harten Gitarrensounds Alexander Gorodezkis, der zusammen mit Mina Harker den Kopf der Band bildet. Beide setzen gerne üppig stimmungsvolle Elektronik ein und erzeugen so eine düster-digitale Ästhetik, die allerdings niemals mit zu viel Pathos oder Melancholie daherkommt, sondern vielmehr einen charaktervollen Ausdruck von Leidenschaft und Kraft transportiert – das alles verpackt in sorgsam und gefühlvoll arrangierte, perfekt produzierte Songs mit ausschließlich deutschsprachigen Texten.
Ein musikalisches zu Hause hat Mina Harker beim Berliner Label Out of Line gefunden.
Din(A)Tod:
DIN [A] Tod verpacken ihre Songs in eine Auseinandersetzung mit Macht und Hysterie, dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest dann auch in kernige Beats, vielseitige Songstrukturen zwischen Minimal Electro, Wave und Electroclash, und bis auf die Knochen reduzierte Ohrwürmer.
Sven und Claudia gründeten DIN [A] Tod 2003… von Bands, die nach dem üblichen Schema „Gitarre/Bass/Schlagzeug“ arbeiten, gelangweilt. Also wurde ein Grundstock an analogen Synthesizern, Drumsequencern und Studiotechnik angeschafft, und an Stücken gearbeitet. Musikalisch verschmolz man den Sound der frühen Achtzigerjahre – mit Anleihen von Joy Division bis zu den frühen Sisters of Mercy – mit minimalistischer Elektronik zu einem musikalischen Mix, der ebenso eindringlich wie eingängig ist. 2004 wurde das erste Demo aufgenommen, und diverse Konzerte gespielt. Ein Deal mit Out Of Line, und die erste Veröffentlichung – stilecht auf 10“ Picture Vinyl – folgten im Jahre 2005.
2007 erschien ihr erfolgreiches Album „The Sound of Crash“.
Im November 2007 hat die Band auf der Out Of Line Festival Tour gezeigt, dass sie auch live dieselbe Energie zu entfesseln weiß, die sie auf Tonträger zu einem unverwechselbaren Erlebnis macht.
Im Februar 2009 erschien dann endlich das lang erwartete Nachfolgealbum “Westwerk”, auf dem DIN [A] Tod ihren Kult-Mix aus Post-Punk und Electroclash gekonnt weiterentwickelt haben. Die mutige Fusion aus reduzierten Elektronik-Sounds mit treibenden Gitarren- und Bass-Linien und einem Hauch unterkühlter Reserviertheit klingt noch satter, kompakter und runder als auf dem mit Reichlich Lorbeeren bedachten Debütalbum der Band.
DIN [A] Tod besetzen eine absolute Marktlücke… denn intelligente, elektronische Musik, zu der man auch tanzen kann, gibt es leider viel zu wenig.
Rabia Sorda:
Im Frühjahr 2008 waren die Mexicaner Hocico während ihrer Welttournee zu Gast in der Meier Music Hall, sie ließen die Tanzfläche glühen, und die Besucher ins Schwitzen kommen. Ein volles Haus und bis heute ein begeistertes Konzert bleiben in bester Erinnerung. Jetzt geht es weiter.
Über Erk Aicrag braucht man nicht mehr viele Worte zu verlieren. Als Frontmann der mexikanischen Hardfloor-Legende Hocico hat er die dunkle Seite der Elektronik maßgeblich mitbestimmt, und eine Vielzahl an Nachahmern heraufbeschworen.
Mit einem Drummer und einem Keyboarder zum Trio verstärkt, entfaltet Erk mit Rabia Sorda auch live eine unbändige Energie, die in der Electro-Szene Ihresgleichen sucht, was er seitdem auch auf diversen, großen Festivals und Headliner-Touren unter Beweis gestellt hat. Mögen seine Epigonen sich doch ewig an den gleichen Sounds festkrallen … Rabia Sorda hat die Segel in Richtung Zukunft gehisst, und schwimmt damit allem Stumpfsinn davon.
Mit „Save Me From My Curse“ veröffentlichte er 2006 endlich die lang erwartete Debüt-EP seines Neues-Projektes … und kaum ein Debüt hat schon bei seiner ersten Ankündigung solche Wellen geschlagen. Rabia Sorda klingt vertraut und doch ganz anders. Hocico-Fans können beruhigt sein, wenn sie hören, dass der Meister nichts von seinem Biss und seiner rohen Energie verloren hat, und auch auf „Save Me…“ der Stimmenverzerrer gerne und oft zum Einsatz kommt, während die Beats und Sequencer es ordentlich rummsen lassen. Auch die B-Seite, „A Perfect World“, verbindet auf perfekte Weise Aggression mit Ohrwurmcharakter.
Auf dem Longplayer “Métodos Del Caos”, der im November 2006 erschien, setzte er diesen Weg umso konsequenter fort.
Es heißt ja immer, das zweite Album sei das Schwierigste … auf „Noise Diary“, dem neuen Album des Soloprojektes von Hocico-Front-Shouter Erk Aicrag ist von diesem Klischee rein gar nichts zu merken. Vielmehr hat das mexikanische Energiebündel mit dem Rabia-Sorda-Zweitling ein Album aus dem Ärmel geschüttelt, welches das Debüt in allen Belangen locker toppt. Noch abwechslungsreicher, eingängiger, aber streckenweise auch weitaus aggressiver und druckvoller klingt sein Harsh-Electroclash-Cyberpunk-Hybride Anno 2009. Da bereichert der bekennende Melodie-Junkie seinen Sound in Tracks wie der Vorab-Single „Radio Paranoia“ einerseits mit rau-eingängigen Elementen, um gleich danach mit den härtesten Brettern aus den Boxen zu schallen, die er jemals unter seinem Solo-Banner aufgenommen hat. Auch stimmlich entpuppt sich Erk als Tausendsassa und nimmt den Hörer mit den aggressivsten Verzerrer-Shouts jenseits von Hocico, rotziger Punk-Attitüde und rau-herzlichen Gesangsmelodien unter sein flächendeckendes vokales Flak-Feuer. Mit einer druckvollen Produktion von Mischpult-Legende John Fryer, satten Beats und treibenden Bässen ist auch für den nötigen Club-Kick gesorgt, aber daran hätte bei einem Produkt aus der Feder von Erk Aicrag wohl eh’ niemand gezweifelt. Rabia Sorda zementieren mit „Noise Diary“ ihren Anspruch auf den Thron des interessantesten Hard-Electro-Acts der letzten Jahre mit einer Funken sprühenden Mischung aus Melodie und Härte, und beenden den Live Act Part als Headliner zum krönenden Abschluss das Festival of Darkness.
Links
www.meier-music-hall.de
www.myspace.com/meiermusichall






