Zweieinhalb Jahre ist es her, dass die Herren Eyes uns mit ihrem Studioalbum „Angels“ erfreuten. Das war schon einmal eine große Sache, denn wie nicht anders zu erwarten war dieses Album ein Knaller. Aber mit „Back In Blood“ beweisen die fünf Finnen, dass sie noch lange nicht genug haben und immer wieder einen drauf setzen können! Langeweile war gestern, hier wird nur noch gerockt!
Und wie man sich denken kann – das nicht ganz ohne Wackelgarantie. Mal ehrlich, bei manchen Beats kann man seine Füße einfach nicht still halten und diese Scheibe hier zählt dieses Attribut eindeutig zu ihren Merkmalen. Zwar muss man „Back In Blood“ ein, zweimal gehört haben um die wahre Qualität dieses Albums zu erkennen, dann aber offenbart sich diese mit einem riesigen BOOM! Das mag daran liegen, dass einige Dinge an diesem Album vielleicht so von den 69 Eyes noch nie abgeliefert wurden. Nehmen wir zum Beispiel die Stimme des Sängers Jyrkie. Bisher immer böse, tief, grummelig. Fast ein wenig zu sehr den Klischees der Szene angepasst. Zwar zeigten sich bereits beim Album „Angels“ Ansätze, dass er hier die Richtung ändert, doch das wahre Ausmaß dieser Wandlung erlebt man erst hier und jetzt. Voller Kraft und doch sanft, mitreißend und doch einlullend zeigt sich Jyrkie hier und beweist wie vielfältig er seine bemerkenswerte Stimme einzusetzen vermag. Und mal ehrlich, eine laute, treibende und vor allem ehrlich Stimme – wer verfällt dieser nicht?
Kommen wir nun zu den Songs. Ich möchte nicht jeden einzelnen Song dieser Scheibe sezieren denn genial sind sie alle und der rote Faden, der sich hier Rock nennt, zieht sich durch jeden einzelnen und still stehende Boxen kann man sich eigentlich abschminken. Doch den ein oder anderen möchte ich trotzdem besonders hervorheben.
Natürlich ist da der Opener „Back In Blood“, bei dem man schon einmal darauf vorbereitet wird was einem hier so bevor steht. Absolut mitreißend, laut und alles andere als zimperlich geben die Finnen sich hier und wie erwähnt bleibt das auch so. Bei „Dead’n'Gone“ haben wir einen Ohrwurm wie es im Buche steht. Man wird sich dabei ertappen diesen Titel ständig im Kopf zu haben. Aber es ist nicht nur einfach irgend ein Ohrwurm, nein, es ist ein absolut willkommener!
Ein Ähnlicher Ohrenschleicher ist „Kiss me undead“. Einfach nur herrlich und einprägsam. Mit „Some Kind Of Magic“ wird man dann auch weiter getragen und kann sich auch hier dem Charme von Jyrkies Stimme absolut nicht entziehen.
Und dann kommt es, mein persönliches Highlight und DIE Ballade des Albums: „Eternal“. Rock Plus Walzer-Takt. Meine lieben Leser, das ist eine Mischung wie sie besser nicht sein könnte. Noch dazu ein Gesang der einen alles glauben lässt. Schon lang habe ich keinen Song mehr gehört der so fesselnd und belebend auf den Hörer wirkt wie dieser.
Hier findet das Album auch sein Ende. Und ich denke viele werden hier direkt wieder auf Track 1 springen um dieses Feuerwerk an Energie und Liebe zur Musik noch einmal zu erleben!
Sollte ich zur Tonqualität noch etwas sagen? Na ich denke mal am Rande sollte erwähnt werden, dass diese wie bei The 69 Eyes üblich hervorragend ist und es nichts zu meckern gibt. Denn im Gegensatz zu anderen Dingen die mit Neuerungen verbessert wurden hält die Band hier ein konstantes und absolut nicht zu bemängelndes Niveau das die Fans ihnen auf jeden Fall danken werden.
Kommen wir nun zum Fazig: Ältere Fans kommen hier voll auf ihre Kosten und bekommen meiner Meinung nach sogar mehr als nur ein Zuckerl an Qualität und Rock mit dazu. Und The 69 Eyes werden mit diesem Album mit Sicherheit den einen oder anderen neuen Fan bekehren. Denn auch wenn unsere fünf Herren schon einige Jahre im Geschäft sind haben sie bewiesen, dass man nicht immer an den Alten Regeln und Schemen festhalten muss sondern immer wieder Altes mit Neuem verbinden kann und daraus etwas noch nie gehörtes erschaffen kann. Und auch mit völlig neuen Ideen wird hier gepunktet. Ich bin beeindruckt und ich denke damit stehe ich nicht allein da. Nur weiter so! Rock Is Not Dead!
Wertung
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Trackliste
|
Anspieltipps
|










