Kürzlich erst haben wir uns zur im Vorfeld ausgekoppelten Single “Binary” aus dem Hause Shear geäussert, nun wird es Zeit, sich dem neuen Longplayer eines der letzten großen FuturePop Projekte, ASSEMBLAGE 23, zu widmen, denn “Meta” steht seit vergangenen Freitag in den Plattenläden.
Gut und gerne geschmeidige zweieinhalb Jahre sind vergangen, seitdem Tom Shear mit “Storm” denselbigen im Wasserglas verursachte. Kritische Stimmen wurden laut und man unterstellte dem sympathischen Amerikaner, im immer gleichen Klangkosmos gefangen zu sein. Daher war die Erwartungshaltung an “Meta” auch ungleich höher als an so manch anderes Electro-Album, dass in diesen Tagen das Licht der Welt erblickte. Würde Meister Shear es schaffen, einem längst für tot erklärtem Genre neue Impulse und somit neue Reize abzugewinnen? Ladys & Gentlemen – er hat es geschafft!
Der Opener, “Decades (V2)”, dürfte braven Accession Jüngern schon vom letztjährigen Accession Records Vol.3 Sampler bekannt vorkommen, befand sich Decades in geringfügig akustisch anderer Ausführung hier schon. Nun, allein schon mit Decades holt Shear zum Rundumschlag aus und präsentiert ein Sahnestück elektronischen Liedgutes, dessen manigfaltigen Spieleren und vor allem dessen gnadenlos fesselnde Hookline als grenzgenial gewertet werden können.
Ihr wolltet Abwechslung? Bekommt Ihr schon beim Nachfolgetrack “Raw”, der gefälligen Breakbeats und ungewohnt wütenden Vocals daherkommt. Nur um dann im Refrain den typischen A23 Sound zu präsentieren. Wer lieber die balladesken Seiten dieses Projekts mag, wird mit “Damaged” bestens bedient. Und wer beim abschließenden Track “Old” nicht wehmütig auf einem Gedankentrip nach ganz weit weg unterwegs ist, sollte seine Gefühlsrezeptoren dringendst auf Funktionsfähigkeit checken lassen. Sehr überraschend ist auch “Madman’s Dream” ausgefallen, bei dem Shears für gewöhnlich mehrschichtig überlagerter Gesang ungewohnt hoch ausgefallen ist.
Man könnte an dieser Stelle jedes Stück dieses Albums auseinander nehmen, letztlich ist jedoch bereits auch jetzt klar geworden, dass Assemblage 23 den eigenen Sound auf sehr wohlgefällige Art verfeinert und verbessert haben. Einen kompletten Stilwechsel braucht man nicht zu befürchten. Meta ist ein richtig feines Stück FuturePop geworden, dass sich erfreulicherweise nicht hinter diesem Stempel zu verstecken braucht. Assemblage 23 waren nie besser – und solange es Bands wie A23 gibt, ist FuturePop auch weiterhin salonfähig.
Wertung
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Trackliste
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Anspieltipps
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