Fleißig, fleißig kann man da nur sagen. Vor kaum zwei Monaten erschien mit Reformation 01 das letzte Album von VNV Nation (gut, es war ja „nur“ eine Veröffentlichung der besten Live Hits inkl. DVD, diverser Remixe und unveröffentlichter Tracks), Freitag vergangener Woche bereits das wirklich neue Studioalbum der Herren Ronan Harris und Mark Jackson.
Seitdem ist viel Zeit vergangen um sich ausführlich mit der Scheibe „Of Faith, Power and Glory“ zu beschäftigen. Überzeugt die CD genauso wie „Judgement“ oder erfreut uns die neue Musik, wie kürzlich „Reformation 01“? Dies versuchen wir nun zu klären.
Eingeleitet wird das Album durch das kraftvolle Intro „Pro Victoria“ (mit dem übrigens auch der schöne Auftritt von VNV beim Blackfield begonnen hat), welches zwar interessant anzuhören ist, aber letztlich mehr als (vorgeschobener) Lückenfüller, denn als eigenständiges Lied zu betrachten ist.
Was danach folgt ist eine bunte Mischung an Electro Musik, die von der Zusammensetzung her durchaus Judgement ähnelt. Es gibt Tracks, wie „Sentinal“ oder „From my Hands“ bei denen man nicht weiß, ob man mitsingt oder die Augen schließt und einfach nur die Minuten genießt.
Der Rest setzt sich dann hauptsächlich aus Future Pop Songs zusammen, die aber gut funktionieren. Sei es „Tomorrow never Comes“, „In Defiance“ oder „Where there is light“. Keines ähnelt dem anderen, jedes bringt seinen eigenen Charme mit sich. Gemerkt hat man dies auch beim Blackfield, als Ronan Live Tomorrow never Comes sang. Es konnte zwar im Grunde niemand mitsingen, der Stimmung tat dies aber auch keinen Abbruch. Im Gegenteil – dieser Track könnte sich durchaus als neue Hymne herauskristallisieren und sich zusammen mit Klassikern wie Chrome, Illusion, Perpetual etc. einreihen. Dies ist aber nur eine Vermutung ;-).
Wer es gerne härter mag ist bei „Art of Conflict“ genau richtig. Stimmiger Bass, düsterere Sounds als beim Rest des neuen Albums und am ehesten vom Schlag eines Honours oder Nemesis. So gut, wie eines der beiden ist es jedoch nicht, was sich aber im Allgemeinen bei „Of Faith, Power and Glory“ zeigt.
Vor uns liegt ein schönes, abwechslungsreiches Album mit durchweg guten Tracks – aber mehr auch leider nicht. War Judgement noch ein Fortschritt im Repertoire von VNV, so ist die neue Scheibe eher Stillstand. Es macht viel Spaß die neuen Lieder zu hören, aber der Effekt, etwas neues und außergewöhnliches vor sich zu haben blieb – zumindest bei mir – leider aus.
Wie gesagt: Wir haben ein tolles Album vor uns liegen, doch wer VNV erstmals kennen lernen möchte (ja, es soll immer noch Neueinsteiger geben!), sollte zunächst eher zu “Judgement” oder “Reformation 01″ greifen und danach zu „Of Faith, Power and Glory“ (Fans haben das neue Album sowieso schon). Judgement wirkte runder und Reformation ist ein sehr guter Überblick über das bisherige Schaffen.
Wertung
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Trackliste
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Anspieltipps
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