AGONOIZE:
Nachdem wir die Bad Boys aus Berlin auf dem WGT aufgrund des spontanen Platzregens während des Wartens in der Schlange vor dem Kohlrabizirkus auf dem WGT nicht sehen konnten, freuten sich Kayila und ich natürlich ganz besonders auf die nun aufspielende Truppe. Auf dem Weg in die Rheinparkhalle ist uns übrigens ein Handzettel aufgefallen, den Agonoize am Eingang angebracht hatten und auf dem die Band darauf hinwies, dass die sie keine Haftung für Schäden an Klamotten oder Ausrüstung übernähmen, dass die Show für Leute mit schwagen Mägen und das Ejakulat zur Fortpflanzung ungeeignet sei und das zu intensives Zuhören den Glauben beeinflussen könne. Ah ja...
Das obligatorische, mit farbigen Neonröhren bestückte Kreuz, das die Deko bei Agonoize-Konzerten darstellt, bereitete zunächst insofern Schwierigkeiten, da es für den Durchgang zwischen Backstage und Bühne zu groß war und die Bühnencrew dezente Schwierigkeiten hatte, dass massive Konstrukt auf die Bühne zu bekommen. Irgendwann stand es aber doch und der Gig der Truppe wurde durch eine schräge Variante von Europes "The Final Countdown" eingeleitet. Was nun folgte, war die übliche, spaßbringende Splatterdisco, bei denen das Trio neben obligatorischen Songs wie "Staatsfeind" oder das abschließende "Koprolalie" auch die neuen Songs "Bis das Blut gefriert" und "Legion" spielte. Die Menge war so angetan davon, dass es dann auch nicht lange dauerte, bis der gemeine Pogo-Pöbel aktiv wurde und anfing, die bis dahin eigentlich friedlich tanzende Menge zu schubsen. Entzieht sich meinem Verständnis, was das soll. Die Show selbst war dann so voller Pfeffer, dass wir im Prinzip nur darauf warteten, dass in der Rheinparkhalle der Schweiß von der Decke tropft. Nach einer guten Stunde war es dann auch vorbei mit dieser Gudde-Laune-Party und Agonoize warfen abschließend noch eine handvoll T-Shirts in die Menge! Sehr schön, gerne wieder! Wir blieben, wo wir waren und warteten voller Gespannung auf:
FEINDFLUG:
Döp-döp-döö-dööö! Erst bekommt unsereins Feindflug irgendwie gar nicht zu sehen, dann innerhalb kurzer Zeit gleich zweimal hintereinander. Na wer wollte sich da beschweren, wa? Etwas geschafft vom vorangegangen Agonoize beobachteten wir gespannt den Bühnenaufbau, bis Feindflug mit ihrem Trommel-Irrsinn, begleitet von Strobo-Feuer, loslegten. Nach der "Truppenschau" war uns das Geschubse aus den hinteren Reihen doch zu nervtötend, außerdem brauchten wir dringend frische Luft und so verließen Kayila und ich die Rheinparkhalle, um uns auf den Weg zu den Fields Of The Nephilim zu machen, die wir ja auch noch auf unserer To-Do Liste zu stehen hatten. Durch unseren vorzeitigen Abflug von Feindflug wurden wir dann auch nicht mehr Zeuge des dramatischsten Ereignisses dieses Festivals: Während des Konzerts löste sich nämlich ein gut und gerne 2qm großes Stück Putz von der Decke und krachte auf die Bühne! Erfreulicherweise kam dabei niemand zu schaden, aber die Rheinparkhalle musste natürlich aus Sicherheitsgründen zunächst geräummt und dann gesperrt werden. Großes Lob an dieser Stelle an die Veranstalter, die es schafften, die für nach Feindflug angesetzten Laibach inklusive allem benötigten Equipment ins Theater zu verfrachten, wo das Konzert (und alle Konzerte am Sonntag, die ursprünglich in der Rheinparkhalle stattfinden sollten) mit lediglich 2 Stunden Verspätung doch noch aufgeführt werden konnte!
FIELDS OF THE NEPHILIM:
Pünktlich zum Anpfiff für die Fields kam die Sonne hinter den ansonsten dauergegenwärtigen Wolken hervor und tauchte das Geschehen auf der Bühne in warmes, goldenes Licht. Moderator Honey wich bei diesem ansonsten straff durchorganisierten Festival etwas vom Plan ab, als er einen Fields-Fan auf die Bühne holen ließ, der trotz großer Aufregung ziemlich souverän die nun aufspielende Band ankündigte. Und auch wenn der erste Song komplett ohne Mastermind Carl McCoy auskam, den man lediglich etwas grollen hörte, so hätte es ein richtig schönes Konzert werden können - wenn man es denn mit dem Nebel auf der Bühne nicht so übertrieben hätte. Denn auch als sich Herr McCoy endlich auf die Bühne bequemt hatte, war von ihm nicht viel zu sehen, da Sonnenlicht und Nebel dafür sorgten, dass das Fields Konzert vor allem akustisch ein Genuß war. Die zahlreich versammelten Fields-Jünger schien es nicht zu stören, offensichtlich brauchten sie ihr Idol nicht zu sehen. Mir war es irgendwann aber zu albern, so dass ich nach 4 oder 5 Songs die Maßnahme abbrach und den Tag in aller Ruhe mit Kayila und einer Flasche Bier im VIP Bereich ausklingen ließ, ehe wir den Weg durchs Messegelände zurück zum Hotel antraten.
SONNTAG, 19.07.2009:
Gut ausgeschlafen und mit frisch aufgeladenen Akkus für Handy (zwecks Twitter) und Cam fing der Tag mit einem sehr üppigen und sehr leckeren Frühstück im Hotel an. Da auch der zweite Festivaltag vermutlich wieder reichlich anstrengend werden würde, war eine anständige Stärkung eine gute Grundlage, um anschließend wieder den Weg übers Messegelände zum Tanzbrunnen aufzubrechen. Aufgrund des Vorfalls in der Rheinparkhalle am Vorabend wurden alle Konzerte kurzerhand von dort ins Theater verlegt, wo bereits in den Jahren zuvor Konzerte statt gefunden hatten. Irgendwie ist aber an uns vorbeigegangen, dass wohl auch die Hauptbühne von Zeitverschiebungen betroffen war, denn als Kayila und JB kurz vor 12 Uhr die Bühne erreichten, waren Mono Inc. schon fröhlich dabei, die Leute zu beschallen. Hier trafen wir dann auch einmal mehr auf Shadow, farfetched und die *Lichtgestalt*, mit denen wir uns den ersten Act des Tages anschauten:




