Obacht Freunde, es folgt eine News-Meldung aus der Kategorie “öhm, ja…”: Festivals sind ganz klar fester Bestandteil unserer Szene. Über das ganze Jahr verteilt jagt im Prinzip eine Veranstaltung die nächste und für alle erdenklichen Geschmäcker ist sicherlich irgendwas dabei. Aber es gibt scheinbar immer noch irgendwelche Lücken, die gefüllt werden wollen. (Wer hier angesichts des News-Inhalts schlüpfrigen doppelten Wortwert findet, darf ihn ruhig behalten.)

Wer dem Woodstock und der zu der Zeit gern praktizierten freien Liebe nachtrauert, entweder weil man selbst zu jung war um daran teilnehmen zu können und/oder weil es auf Szene-Festivals für gewöhnlich ja doch irgendwie gesittet(er) zugeht, der darf sich auf das AREA69 FESTIVAL freuen. Die Veranstalter umschreiben es als “eine Mischung aus Rock am Ring und niveauvollem Swingerclub”.

Das könnt Ihr jetzt erstmal sacken lassen. Anschließend könnt Ihr Euch die Pressemitteilung zu dieser Veranstaltung zu Gemüte führen:

1.000 Tickets gibt es für die Erstauflage von AREA69 am dritten Juli-Wochenende 2010 in der Nähe von Berlin: 500 für Männer und 500 für Frauen. „Wir schaffen ein Angebot für Festival-Fans, die auch gern einmal gepflegt übereinander herfallen“, so Ideengeber und Mitorganisator Christoph Huebner. „Wer das mit seinem Partner auf einem etablierten Musikfestival tun möchte, muss sich meist ein schmuddeliges Versteck suchen. Bei AREA69 wird das anders sein – sehen und gesehen werden ist ausdrücklich erwünscht.“

AREA69 vereint die erotisch aufgeheizte Atmosphäre eines Swingerclubs mit dem Freiheitsgefühl eines Open-Air-Musikfestivals und der niveauvollen Exklusivität des Veranstaltungsortes: Schloss Briesen in Brandenburg, in dessen großzügigem Park das Festival stattfindet, wird nachts als „Castle Xanadu“ zum anspruchsvollen Pärchenclub.
Von Freitag bis Sonntag spielen auf der Hauptbühne Bands unterschiedlicher Stilrichtungen von Metal bis Indie. (Bereits bestätigt: Big Boy.) In der Clublounge legen DJs auf und kommen Pianospieler zum Zug.

Bis AREA69 im Juli seine Pforten öffnet, sind mehrere Warmup-Partys geplant, unter anderem in Berlin, London, Amsterdam, Wien und Stockholm.

Darüber hinaus sind Workshops geplant, bei der Wissbegierige Einführungen in Sachen Tantra, Bondage oder elektrische Spielsachen bekommen können. Und auch wenn man auf dem Festivalgelände anziehen kann (oder eben auch nicht) was man möchte, so wird es zusätzlich einen speziellen Nudistenbereich geben, bei dem die Besucher dann definitiv blank ziehen müssen. Die Steigerung dessen wird die “Porn Area” sein, bei dem sich die Festivalbesucher mittels professionellem Equipment und spezieller Crew entsprechend auf Bildern oder in Filmchen in Szene setzen lassen können. Um die Privatssphäre ihrer Gäste zu gewährleisten, herrscht ansonsten aber auf dem Festivalgelände absolutes Fotografierverbot.

Alle weiteren Infos zu diesem… nun ja… eigenwilligen Festivalkonzept findet Ihr bei Bedarf auf der offiziellen Webseite.


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