Hier ist er nun, der zweite Teil zu Madame Meads „Succubus Blues“ – „Succubus on Top“. Wie auch im letzten Band der Reihe dreht sich die Story hier um das Liebes- und auch Sukkubusdasein der Hauptfigur Georgina Kincaid. Der Liebeskranke und mit ziemlich ausgefuchsten Feinden bestrafte Sukkubus hat auch diesmal richtig zu kämpfen. Wenn man meint das Leben als Unsterbliche sei einfach hat man sich hier gewaltig geirrt.
Georgina Kincaid hat sich nun endlich doch ihren Starschriftsteller Seth Mortensen geschnappt und führt mit ihm eine einigermaßen normale Beziehung. Es gibt nur ein Problem: Diese ist rein platonisch. Denn nicht einmal ein einfacher Kuss ist genehmigt da Georgina ihrem Geliebten sonst die Lebensenergie raubt. Nichts liegt ihr ferner und so versuchen die beiden den Schein aufrecht zu erhalten alles sei normal.
Doch das ist nicht das einzige Problem welches unserem Sukkubus hier das Leben schwer macht. Denn einer ihrer Freunde, Doug, verhält sich seit einiger Zeit sehr eigenartig und sie beschließt dieser Sache auf den Grund zu gehen. Bald gerät sie in eine Geschichte hinein die sie völlig unterschätzt hatte. Sie lüftet ein Geheimnis das nicht nur das Leben ihrer Freunde und Kollegen sondern auch ihr eigenes bedroht.
Wenn man sich einmal damit abgefunden hat, dass sich diese Buchreihe mehr mit dem Liebesleben als mit der eigentlich Story auseinandersetzt, dann ist dieses Buch eine Sache die man einfach nur zur Entspannung genießen kann. Denn wenn ich ehrlich bin ist der Schreibstil wesentlich ausgereifter als noch in „Succubus Blues“. Er liest sich wesentlich flüssiger und eh man sich versieht ist man mit dem Buch schon fertig da es einfach nur so flutscht.
Eine Kleinigkeit die ich hier auch auf jeden Fall hervorheben will ist die Tiefe der Charaktere. Es ist nämlich erstaunlich wie sehr man sich hier an die Hauptfiguren gewöhnt und sie sogar ein wenig ins Herz schließt. Sie sind sympatisch, menschlich und so gewöhnlich wie du und ich. Das macht sie so liebenswert und bringt sie dem Leser näher. Hier Daumen hoch.
Die Idee der Geschichte an sich ist auch eine Sache die ich hier positiver bewerten muss als im letzten Review zum ersten Teil. Es gibt in „Succubus on Top“ in beiden Storyteilen, dem Liebesleben und dem Abenteuer, ein spannendes Finale, welches diesmal doch sehr viel mehr Lust auf eine Fortsetzung macht. Wie diese dann ausfällt bleibt abzuwarten, aber mal ehrlich, irgendwie ist es doch interessant zu erfahren wie ein Sukkubus und ein Mensch es schaffen wollen eine einigermaßen funktionierende Beziehung zu führen.
Also hier ein Lob an die Schriftstellerin die hier beweist, dass man sich immer weiter entwickeln kann was gerade dann wichtig ist wenn man an einer Reihe schreibt. Und man darf gespannt sein auf den dritten und letzten Teil derGeorgina Kincaid-Reihe. Denn wenn die Weiterentwicklung die man hier erlebt hat, anhält darf man sich auf etwas freuen. Lange muss man nicht mehr warten. Das kann nur spannend werden.
Wertung
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