Wie ein Hund liegst du am Boden,
Kaust steinharte Gedankenknochen.
Und denkst dich gottverlassen.
Wie ein Hund liegst du am Boden,
Zerbeißt jaulend Ariadnes Faden.
Und fühlst dich verloren.
Wie ein Hund liegst du am Boden,
Heulst stundenlang den Mond an.
Und denkst dich unzugänglich.
Wie ein Hund liegst du am Boden,
Zerreißt geifernd das goldene Vlies.
Und fühlst dich mutterseelenallein.
Wie ein Hund liegst du am Boden,
Verweigerst jede Menschlichkeit.
Und denkst dich isoliert.
Wie ein Hund liegst du am Boden,
Knurrst wütend gegen den Olymp.
Und fühlst dich unerreichbar.
Wie ein Hund lege ich mich daneben,
Jaule mit dir gegen die Götter.
Und denke uns zusammen…
© Sybille Lengauer (www.myspace.com/hirnwichsen) | Hirnwichsen (Schädelfetzen) – Das Buch | Hospitalistische Liebeslieder




