Nun könnte man denken, das letzte SUICIDE COMMANDO Album “Implements Of Hell” sei inzwischen hinreichend mit das Album begleitenden Singles/EPs bedacht worden. Schließlich finden sich auf besagtem Album nicht mehr allzu viele Songs, die nicht auch nebenher schon veröffentlicht worden sind. Johan van Roy sieht das scheinbar anders und schiebt, getreu dem Motto ‘da ist mehr für Sie drin’, mit “Death Cures All Pain” eine weitere EP nach. Schauen wir doch mal, ob da auch entsprechende Anreize vorhanden sind, abermals ein paar Euros locker zu machen.
Gar keine Frage: “Implements Of Hell” ist ein starkes Album, das durchaus jede Menge potentieller Hits bietet. Die Frage, die sich aber stellt, ist: braucht es nun nach “Until We Die / Severed Head” und “Die, Motherfucker, Die” noch eine weitere Auskopplung, die ausschließlich Remixe beinhaltet? Den kurzen Wutausbruch mit “Go Fuck Yourself” klammere ich hierbei bewusst aus, da auch der vermeintlich neue Song hier nur in neu gemischter Form vorliegt. Immerhin: Der “Bashing Hard Mix” des besagten Songs ist der perfekte Soundtrack, wenn man einen eeeeeecht beschissenen Tag hatte. Wenn der Tag sogar noch schlimmer war, kann man alternativ auch den ebenfalls enthaltenen “Extended Bashing & Mocking” Remix probieren. Zum Frustabbau eignen sich beide, für die Beschallung ‘Krachkammer’ betitelter Tanzflächen ebenfalls. Melodien, Geschmeide fürs Ohr quasi, gibt es hier nur in sehr rudimentärer Form.
Die werden schon eher im [:SITD:] Remix des Titelstücks geboten. Was soll ich sagen? Sie verteidigen hier einmal ihren Ruf als Könige des Remixens. Mit den gewohnt ausschweifenden Synthie-Klängen im Hintergrund verleihen sie dem Song fast schon eine epische Breite. So wie man es von den Herren aus dem Ruhrpott eben nicht anders gewohnt ist. Es finden sich noch diverse andere Remixe auf der Scheibe, unter anderem von Aesthetic Perfection, aber ehrlich gesagt ist mir nur noch der Kant Kino Remix des Titelsongs in Erinnerung geblieben, allein wegen der Extraportion Wumms und den eingestreuten Samples. Alle anderen… joa, sind halt auch da. Irgendwie muss die CD ja befüllt werden. Unterm Strich muss also festgehalten werden: “Death Cures All Pain” ist alles andere als eine Pflichtveranstaltung.
Nicht dass wir uns falsch verstehen: die auf dieser Single/EP versammelten Tracks sind sicher nicht schlecht. Nur bieten sie Leuten, die schon eifrig die vorangegangen EPs und das aktuelle Album gekauft haben, irgendwie zu wenig Neues. Einzig mit Remixen kann man halt keinen Blumentopf mehr gewinnen. Daher dürften die Zielgruppen für diese Veröffentlichung wohl DJs, Sammler und Hardcore Fans sein. Alle anderen verpassen nichts.
Wertung
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Trackliste
|
Anspieltipps
|









