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Alben des Jahres 2010, Im Blickpunkt — Veröffentlicht am 26. Dezember 2010 um 12:27

DIE TOP ALBEN 2010

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Das war’s Freunde – das Jahr ist vorbei! Und der alljährlichen Tradition folgend haben sich auch diesmal wieder die aktiven Mad-Goth Redakteure hingesetzt und noch einmal 2010 musikalisch Revue passieren lassen – der Jahresendauswertung wegen. 2010 war unterm Strich doch deutlich ergiebiger als vermutet, somit ist uns die Auswahl der TOP ALBEN 2010 alles andere als leicht gefallen. Aber irgendwie muss man sich ja mal entscheiden und das haben wir nach langem Ringen getan. Nachfolgend findet Ihr also nun die 10 Scheiben, mit denen die Mad-Goth Schreiberlinge in diesem Jahr aus diesem oder jenem Grunde den meisten Spaß hatten. Da wir aber von Natur aus neugierig sind, freuen wir uns natürlich, wenn umgekehrt Ihr uns wissen lasst, welche Alben Euch in diesem Jahr am besten gefallen haben.

ASH:
Platz 10:

STAHLMANN – Stahlmann

Ja, Neue Deutsche Härte Bands gibt es mittlerweile mehr als genug, das ist richtig. Und irgendwo gibt der Stil ja auch nicht sonderlich viel her, worin sich die Genrevertreter glasklar voneinander unterscheiden könnten. Das scheint auch das Quintett Stahlmann zu wissen, weshalb sie das gar nicht erst
versuchen. Ihr gleichnamiges Album könnt man also musikalisch als eine Best-of-Mischung aus Rammstein, Eisbrecher und den frühen Unheilig-Sachen beschreiben, das trotz der genannten Vorbilder dennoch eine gewisse Frische an den Tag legt und völlig unbeschwert daherkommt. Die Songs sind alle sehr straff gehalten, sodaß das Album eine relativ kurze Spielzeit mit etwas über 40 Minuten hat. Dafür zündet aber so ziemlich jeder Track, und das ist bei einem Fulltime-Album das Wichtigste: keine Ausfälle bzw. Füllmaterial. Als Debütalbum jedenfalls keine schlechte Sache und lieber gut nachgemacht als schlecht selbst ausgedacht. Die Zeit wird zeigen, was Stahlmann wirklich drauf haben, denn das nächste Album ist bekanntlich immer das schwerste.
Platz 9:

SILLY – Alles rot

Eine der ganz großen DDR Kultbands der 80er feierte dieses Jahr ein gigantisches Comeback: Silly. Mit Schauspielerin Anna Loos am Mikro hat die Band eine neue Frontfrau an Bord, deren
Stimme zwar nicht so zerbrechlich wirkt wie die von Tamara, die dennoch sehr hübsch klingt und zum Silly Sound anno 2010 mehr als passt. Erstmals wahrgenommen habe ich die Band in Neubesetzung beim Bundesvision Song Contest von Stefan Raab, wo sie hinter Unheilig den 2. Platz erreichen konnten. Die Single vom gleichnamigen Album „Alles Rot“ schlug ein wie eine Bombe und hat alles was eine gute deutschsprachige Rocknummer braucht. Frauenpower mit Ohrwurmcharakter könnte man es auch nennen. „Ich sag nicht ja“ und „Mein Kapitän“ seien hier als Beispiele genannt. Doch auch die für die Band so wichtigen ernsten Titel vermisst man auf „Alles Rot“ nicht, wie „Findelkinder“ oder den Titel „Sonnenblumen“ beweisen, wobei letzterer der an Krebs verstorbenen Ex-Silly-Sängerin Tamara Danz gewidmet ist.
Eine abwechslungsreiche, ehrliche und wichtige deutsche Platte, die sich deshalb zurecht als „Nicht-Szene-Band“ in meinen Top 10 wiederfindet.
Platz 8:

ASHBURY HEIGHTS – Take Cair, Paramour

Sowohl vom Vorgängeralbum als auch von der „Morningstar in a Black Car“-EP war ich keineswegs überzeugt. Zu aufgesetzt kam mir das schnuckelige Duo aus Schweden vor, fast wie zwei Marionetten, die auch was vom Kuchen des Schweden-Synth-Erfolges abhaben wollten. Interessanterweise gingen aber bereits die ersten Klänge vom Doppelalbum „Take Cair Paramour“, namentlich der Opener „Anti Ordinary“, bei mir sofort ins Ohr. Hoppla! Und das beim ersten Song? Liegt das an mir oder an der leichten
Zugänglichkeit des Albums und den hervorragenden Melodien? Oder etwa an der künstlichen Gitarre, die Einzug in das zweite Album von Ashbury Heights hielt? Keine Ahnung, jedenfalls empfand ich beim Hören des ersten Tracks sofort ein Gude Laune Gefühl, das auch im weiteren Verlauf der CD nicht abhanden kommen sollte. Aber wieso sollte es auch, wenn diese prallgefüllte Doppel-CD mit Hammertracks wie „Kingdom Confession“ oder einer der stärksten Songs des Jahres überhaupt („I can kill you so easily“) aufwarten kann? Im Juli erschienen, war „Take Cair Paramour“ die perfekte CD für Sommer, Sonne, Cabrio. Dumm nur, dass sich die Band vor kurzem aufgelöst hat…
Platz 7:

SPECTRA*PARIS – License To Kill

Kirlian Camera Frontsau Elena Alice Fossi und ihre Gespielinnen Marianna Alfieri sowie Alessia Cavalieri haben im Juli mit „License to Kill“ bereits die zweite SPECTRA*paris Scheibe auf den Markt gebracht, die als Konzeptalbum bezeichnet werden darf. Wie der Titel bereits vermuten lässt, wird das Thema Agentenfilm hier textlich beleuchtet, aber auch die „Movie Ghouls“ oder der „Lost Highway“ kommen bei diesem interessanten Mix aus unterschiedlichen Stilrichtungen nicht zu kurz. Für den Club gibt es „Carrie Satan“ auf die Ohren, zu dem auf der Bonus-DVD auch ein Videoclip vorliegt. Ansonsten ist diese Platte zu Hause besser aufgehoben als auf der Tanzfläche. Ein prickelnder Mix aus Elektronik, Wave und einem Spritzer Rock´n´Roll, dem bereits im November das Album „Christmas Ghouls“ folgen sollte. Ich empfehle das Konsumieren alleine oder zu zweit unter der Decke vorm Kamin mit einem Glas Martini. Geschüttelt! Nicht gerührt…
Platz 6:

HURTS – Happiness

Also ich wusste erst nicht so richtig, was ich von der Single „Wonderful Life“ halten sollte. In der Presse war von den „Schwedischen Wolfsheim“ zu lesen, vom „Neuen Stern am Synthiepop-Himmel“. Das fand ich für einen Newcomer, der es aber direkt ins Radio geschafft hat, doch sehr dick aufgetragen.
Nachdem ich ins sehr ruhige Album „Happiness“ jedoch reingehört habe, muß ich diese Meinung revidieren. Ich habe die Scheibe beim Treppe streichen (^^) zwei mal durchgehört und konnte absolut keine Fehltritte feststellen. „Happiness“ ist ein Synthiepop-Album geworden, das viele schöne Titel vereint, die alle gleichermaßen dezent produziert sind, ohne dass dort ein Track richtig straight nach vorne abgeht. Heißt: nix für den Club dabei! Hurts haben stattdessen für ihr Debüt ein Album verzapft, dass man wohl als DIE Herbst-/Winterscheibe schlechthin bezeichnen kann. Melancholische, ruhige synthetische Popmusik mit der beruhigenden und tollen Stimme von Sänger Theo Hutchcraft. Klingt der Beschreibung nach doch nach Wolfsheim? Hm…na wenn ihr meint. Schließlich gibt’s die ja auch nicht mehr.
Platz 5:

LACRIMOSA – Schattenspiel

Zugegeben, das im Mai 2010 von Tilo Wolff veröffentlichte Album ist bis auf zwei Ausnahmen eine Raritätensammlung bislang unveröffentlichter Stücke bzw. Demos gewesen und fällt daher etwas aus dem Rahmen. Da hier jedoch Stücke drauf zu finden sind, die für die musikalische Entwicklung der Band wichtig waren bzw. sind und daher ihre Daseinsberechtigung verdienen, um die Historie Lacrimosas vollends nachvollziehen zu können, ist „Schattenspiel“ für jeden Fan unverzichtbar. Darüberhinaus gibt es auf dieser Doppel-CD Songs aus allen Schaffensperioden, sodaß hier musikalische Vielfalt regiert und Tilo mit Titeln wie „Der Verlust“, „Mantiquor“ oder Déjà Vu“ sogar richtig geile Tracks am Start hat, die völlig unberechtigt erst jetzt das Licht der Welt erblicken durften. Die beiden einzigen wirklich komplett neu geschriebenen Songs „Ohne dich ist alles nichts“ und „Sellador“ haben es ebenfalls in sich: Ersterer ist eine bärenstarke Ballade, wohingegen „Sellador“ erstmalig elektronische Elemente verwendet, nur eine Strophe an Text vorweist und sich damit erheblich von allem abgrenzt, wofür Lacrimosa eigentlich steht. Lediglich an der Melodie ist die Band zu erkennen. Spannend, untypisch und vielleicht sogar wegweisend? Man wird sehen…
Platz 4:

EDGE OF DAWN – Anything That Gets You Through The Night

Da isser wieder, der Frank Spinath! Lange war es still um die Seabound-Stimme, die sich hier doch solch großer Beliebtheit erfreut. Nachdem mir das Debüt-Album „Enjoy the Fall“ vor drei Jahren schon ganz gut gefallen hat, war ich nun gespannt, wie nach ein paar EPs der nächste richtige Album-Release klingen würde… Und bin absolut begeistert! Mario Schumacher und unser Lieblings-Psychologieprofessor Frank M. Spinath haben im Sommer den vielleicht sogar inhaltlich wichtigsten Beitrag im Elektroniksektor erschaffen. Für alle schüchternen Brüder und Schwestern da draußen, die sich nicht aus dem Haus trauen: sie werden schon wissen warum, spätestens nach dem Hören dieser 12 Titel, die alle beschreiben, wie ein Nachtleben auch aussehen kann… Sehr abwechslungsreich zusammengeschraubt, textlich auf absolut höchstem ernstem Niveau und vom Arrangement her sehr einzigartig, bietet die Scheibe genau das, was der Liebhaber niveauvoller Electromusik erwarten darf. Bidde, es geht also doch noch ohne Future Pop, Hellectro oder Techno Industrial. Vielen Dank, meine Herren.
Platz 3:

THE BIRTHDAY MASSACRE – Pins And Needles

Drei Jahre nach dem Erfolgsalbum “Walking with Strangers” meldeten sich die Kanadier im September endlich mit einem neuen Album zurück. „Pins and Needles“ tauften sie ihr Werk, welches für mich zugleich das geilste Coverartwork mitbringt. Bringen wir´s auf den Punkt: Nein, vom typischen TBM-Sound hat
sich nichts verändert, noch immer dominieren die Gitarren und die Keyboard-Spielereien das Klangbild der Band aus Toronto. Nur Chibis Stimme scheint von Album zu Album immer noch ein kleines Stück besser zu werden. Mal zuckersüß in „Sideways“, mal zerbrechlich in „Always“, mal voller Power im genialen „Sleepwalking“, einer DER Ohrwumtitel des starken Albums. Diese Stimme muß man einfach lieb haben! Da stört es auch nicht, dass sich vom Sound her nicht so viel getan hat, da The Birthday Massacre selbst diesen, ihren ganz eigenen Sound kreiert haben und bis jetzt noch von niemandem kopiert wurden. Wie auch immer, wenn eine Band so ein starkes Album produziert, dann sehen wir auch darüber gerne hinweg und springen stattdessen mit auf den Gude-Laune-Zug auf. Insgesamt gesehen nicht ganz so stark wie der Vorgänger, aber für Bronze hat es allemal gereicht.
Platz 2:

PROJECT PITCHFORK – Continuum Ride

Der Stern von Project Pitchfork scheint seit zu Beginn 2009 erstaunlich hell. War „Dream, Tiresias!“ ein bemerkenswertes Comeback-Album im Retro-Sound der Band, knallte uns Peter Spilles nach nur etwas mehr als einem Jahr im Juli den Nachfolger vor den Latz: „Continuum Ride“ geht den Weg weiter fort, den die Pitchies mit „Dream, Tiresias!“ eingeschlagen haben. Die PP typische Symbiose aus traumhaften Melodien und kraftvollen (teils verzerrten) Vocals, die wie immer den moralischen Zeigefinger heben, ist Spilles auf „Continuum Ride“ einmal mehr gelungen, das er abermals im Alleingang produzierte. Die Songs „Beholder“, „Supersonic Snakebite“ und „Endless Infinity“ haben Clubpotenzial, „Continuum“ ist die Atmosphären-Granate, die v.a. live zum Jubeln einlädt und „Way of the World“ ein würdiger Opener, der sich vor seinem Vorgänger „If I could“ nicht zu verstecken braucht. Und passend für die kalte Winterzeit können sich die Mädels bei „Star Child“ an die breite Schulter ihrer Electroheads kuschen – Gänsehautgarantie inklusive. Letztes Jahr gab’s Gold, dieses Jahr reicht’s für die Silbermedaille. Platz 2 für Project Pitchfork!
Platz 1:

IN STRICT CONFIDENCE – La Parade Monstrueuse

Vier Jahre nach ihrem eher enttäuschenden Album „Exile Paradise“ meldeten sich Dennis Ostermann und Co. im Februar mit einem Paukenschlag zurück. „La Parade Monstrueuse“ konnte auf ganzer Linie überzeugen. Die märchenhafte Atmosphäre um Titel wie „SnowWhite“, „Ewige Nacht“ oder „Silver Bullets“
schnitt bei Fans und Presse gleichermaßen hervorragend ab, auch wenn die Vorabsingle „My Despair“ hinter den Erwartungen zurückblieb. „La Parade Monstrueuse“ lässt sich problemlos am Stück durchhören, wird nie langweilig und präsentiert neben der bekannten ISC-Stimme Antje Schulz mit Nina de Lioanin eine zweite Sängerin, sodaß sich von Song zu Song die Duettpartnerinnen zu Dennis Ostermanns düsterer Stimme abwechseln dürfen, was das Ganze für den Hörer wesentlich interessanter gestaltet. ISC waren schon immer bekannt für melodische Flächen, Ohrwurmmelodien und -chorusse sowie für eine perfekte Produktion, das ist auch im Jahr 2010 nicht anders. Auf der Bonus-Disc der Limited Edition befindet sich von dem stärksten Track „Set me free“ ein Remix von ASP, welche die Album-Version sogar noch um Längen schlägt und der auch im Club eine gute Figur abgibt. Dazu gesellt sich ein phantastisches Artwork im Tim Burton-Stil (auch hier ist die LE mit dem fliegenden Schiff der Basisvariante überlegen), was den Gesamteindruck perfekt abrundet. „La Parade Monstrueuse“ ist ein wahrhaft monströs gutes Electro-Album geworden, sodaß sich In Strict Confidence sogar an der Hamburger Konkurrenz von Project Pitchfork vorbeimogeln konnten und bei mir den 1. Platz der Jahresendauswertung belegen.
JERMAINEBELGARDIO:
Platz 10:

SILLY – Alles rot

Meine Lieblingsband aus frühen Kindheits- und Jugendjahren ist wieder da – und das nicht etwa mit einem zum Scheitern verurteilten Versuch, die unerreichbare Tamara Danz zu kopieren, sondern mit einem neuen Kapitel in der Geschichte Sillys. Anna Loos ist eine großartige Nachfolgerin, “Alles rot” die konsequente Fortführung der Tugenden Sillys. Ganz klar: das muss einfach die Plakette für das Album des Jahres geben!
Platz 9:

LINKIN PARK – A Thousand Suns

Mag ja sein, dass dieses Linkin Park Album für viele Fans (vor allem der ersten Stunde) ein Schlag ins Gesicht war angesichts der deutlich massentauglicheren Ausgestaltung. Für mich ist das aber nach wie vor die natürliche Evolution der Band, die durch die Biografie der Bandmitglieder quasi vorgezeichnet war. Außerdem steht Linkin Park der dezent elektronischere, deutlich pathetischere Sound irgendwie gut. Mich jedenfalls hat “A Thousand Suns” mehr überzeugt als die meisten anderen Alben in diesem Jahr.
Platz 8:

SWEET SISTER PAIN – The Seven Seas Of Blood And Honey

Und noch so eine Band, die scheinbar urplötzlich auf der Bildfläche erschienen ist und ein Album bester Machart serviert hat. “The Seven Seas Of Blood And Honey” ist Urlaub für die Seele pur. Handgemachte Musik mit Seele – Musikfreund, was willst du mehr? Die perfekte Begleitung für verregnete Herbsttage, dunkle Winternächte und jeden Abend, an dem einem der Sinn nach melancholieren steht.
Platz 7:

ASHBURY HEIGHTS – Take Cair, Paramour

“I’ve got a superhuman ego that can’t be bruised” – Diese Textzeile, einem Song dieses Albums entnommen, war scheinbar der Schatten, der großen Dingen voraus ging. Denn Egomane Anders hat ja kurzerhand beschlossen, sich öffentlich mit seinem Label anzulegen und (nicht nur) somit Ashbury Heights zu Grabe zu tragen. Sehr schade, für mich die nach wie vor meist unterschätzte Band dieser Szene, der sie sich ja nach eigenen Worten nie zugehörig fühlten. Wie auch immer: “Take Cair, Paramour” hat mich bestens durch den Sommer gebracht und ich höre es heute noch sehr gerne.
Platz 6:

HURTS – Happiness

An Hurts kam wohl in diesem Jahr niemand vorbei. Auf den Geschmack gebracht wurde ich von der bezaubernden Julia Beyer. Ich gebe zu, der Groschen fiel erst beim erneuten Hören – dafür dann aber umso nachhaltiger. Ich hoffe inständig, dass sich dieses Duo nicht zu einer Art One-Hit-Wonder entwickelt. Aber sei es, wie es sei – “Happiness” gehört in die heimische Musiksammlung.
Platz 5:

FUTURE PERFECT – Dirty Little Secrets

Wie im Review schon geschrieben: Freund Zufall wollte es, dass ich auf diese Band aus Wales aufmerksam wurde. Und auch wenn sie nach wie vor keinen Plattenvertrag haben – Simon Owen und die stimmgewaltige Rebecca Morgen hätten ihn mehr als verdient. Nicht zuletzt um die großartige Arbeit des Duos zu unterstützen ist “Dirty Little Secrets” eines der (Synthie-Pop-)Alben des Jahres für mich. Ganz großartige Arbeit, meine Lieben!
Platz 4:

SENSORY GATE – Ianus

Erschienen Anfang des Jahres, boten mir Sensory Gate mit “Ianus” gleich die erste große Überraschung. Auf dem Schirm hatte ich die sympathische Band (die übrigens auch rotzcoole Facebooker sind ^^) so überhaupt gar nicht, aber damit stehe ich wohl nicht allein da. Dafür war die Überraschung halt umso größer. Ich bedanke mich noch einmal bei Max und seiner Truppe für dieses erste musikalische Highlight in 2010.
Platz 3:

MIND.IN.A.BOX – R.E.T.R.O.

Die Musik von 80er Jahre Computerspielen irgendwie in Elektro-Songs zu verwursteln, war in 2010 ja scheinbar ziemlich groß in Mode. Diverse Bands haben es probiert und sind mit ihren lieblosen Rumpelbeat-Umsetzungen erwartungsgemäß und verdientermaßen auf die Fresse geflogen. Nicht so die Tüftler von mind.in.a.box, die den Geist der Songs eingefangen, modernisiert und mit viel Liebe zum Detail wiedergegeben haben. Das ist mir definitiv die Auszeichnung “Album des Jahres” wert!
Platz 2:

EDGE OF DAWN – Anything That Gets You Through The Night

Wer hätte das gedacht? Bereits mit ihrem zweiten Album sind die Herren Schumacher und Spinath bei mir am sachlich ähnlichen Seabound vorbeigezogen. Was hier auf die Beine gestellt wurde, ist mit “genial” noch viel zu ungenügend umschrieben. Feinste Electro-Mucke und noch immer mein oftmaliger Begleiter durch die Nacht.
Platz 1:

MY FRIEND SKELETON – Vanitas

Im Laufe der Jahre habe ich schon so manches wirklich großartige Album zu hören bekommen, gar keine Frage. Aber ich kann mich beim besten Willen nicht erinnern, wann ich zuletzt so dermaßen beeindruckt war wie beim Debüt von My Friend Skeleton. Sicherlich, die anfängliche Euphorie ist inzwischen auf ein normales Level zurückgegangen, dennoch ist “Vanitas” für mich einfach eines DER Alben der letzten Jahre. Hier stimmt vom Konzept (mit den Kostümen, den Masken usw.) bis zur Musik für mich einfach alles. Und die Roboterblut-Sage ist eh der Burner!
PENTEHAZARD:
Platz 10:

CULTURE KULTÜR – Spirit

War ja klar, immerhin verfolge ich diese Band seit 1994 und habe noch nie ein wirklich schlechtes Lied gehört. Spirit ist zwar insgesamt etwas ruhig, aber es sind auch diesmal schöne Ohrwürmer dabei.
Platz 9:

HOCICO – Tiempos De Furia

Natürlich bin ich bei Hocico immer up to date und dieser Silberling lohnt sich in der Anschaffung so richtig! Super Album, die Jungs sind in Topform. Absolut tanzbar, hart und vielschichtig. Pentehazard gefällt das.
Platz 8:

DETROIT DIESEL

Um es mit Quentin Tarantino zu sagen: Ich liebe diesen kranken Scheiß! Genau die Mischung aus Härte, Tanzbarkeit, Aggression und Melodie – wie bestellt.
Platz 7:

DIE BRAUT – World Of Lies

DIE Neuentdeckung für mich. Klingt nach den üblichen Verdächtigen, ich geb’s zu. Vielleicht ist mein Geschmack derzeit nicht sehr variierend, aber das ist mir schnurz. Super
Synthies, toll produziert. Tröstet mich etwas über die Auflösung von Nurzery Rhymes hinweg.
Platz 6:

PREEMPTIVE STRIKE – The Kosmokrator

Seit ich die Band zum erstenmal gehört habe sind sie mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Die Themen sind einfach exorbital und das schönste ist, dass wir offenbar den gleichen Geschmack bei Horrorfilmen haben.
Platz 5:

SERAPHIM SHOCK – Black Heart Revival

Wenn ich mal wieder Angst im Dunkeln haben will ist diese Scheibe absolut die erste Wahl. So hören sich Vollmondnächte zum Gruseln an. Gänsehautstimme und harter Rock für alle Wiedergänger.
Platz 4:

RE/LEGION – State Of Mind

Keine Ahnung, welche schlauen Tüfteleien die Mannen von Re/Legionen (Re:Legion?) mit der Schreibweise ihres Namens verbinden, aber ihre Musik ist knorke. Auch wenn State Of Mind nicht ganz so stark wie sein Vorgänger daherkommt, ist es tolle Synthie-Musik, schön bombastisch und nur etwas getrübt durch die nicht besonders begabte Gesangsstimme.
Platz 3:

ACTIVE.HATE – In Terrorem

Bööööse – da gefallen mir sogar die Säge-Gitarren. Die Jungs machen ihrem Namen alle Ehre und ich kann wunderbar Dampf ablassen. Aggressiv und schön hasserfüllt, so mag ich meinen Harsh Electro am liebsten.
Platz 2:

BUCK-TICK – Memento Mori

Kann sein, dass die besten japanischen Erscheinungen dieses Jahr an mir vorüber gegangen sind, aber Buck-Tick habe ich noch gerade so mitgekriegt. Diese uralten Hasen des JRock haben es noch immer drauf und ihr Aushängeschild Atsushi Sakurai sieht auch im hohen Alter noch immer knackig genug aus. Heimlich höre ich das nämlich doch noch ganz gern.
Platz 1:

SUICIDE COMMANDO – Implements Of Hell

Darauf hatte ich mich schon das ganze 2009 lang gefreut und 2010 war es dann endlich soweit: die neue Commando-Scheibe! Live erlebt beim WGT 2010 waren die neuen – im Wortsinne – Schlager
einfach zum Niederknien und deshalb bin ich jetzt Johans größter Fan in unserer Straße.

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  • Anonymous

    Außerdem cool und somit nur knapp an der Top 10 vorbeigerutscht:

    - Nitzer Ebb: Industrial Complex
    - Diorama: Cubed
    - Front Line Assembly: Improvised. Electronic. Device
    - Nachtmahr: Semper Fidelis
    - The Birthday Massacre: Pins And Needles

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