Sonntag, 09.08.09
MINA HARKER (11:20-11:40 Uhr)
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Zuletzt haben wir Mina Harker im Jahre des Herren 2007 gesehen, damals noch im Braunschweiger Drachenflug. Zu jener Zeit waren Mina Harker noch eine vielversprechende Newcomer-Band ohne Plattenvertrag. Aufgrund unseres Spotlights über Mina Harker, ihrem Einsatz als DJ bei der Mad-Goth Geburtstagsparty im letzten Jahr in der Braunschweiger Meier Music Hall und nicht zuletzt aufgrund einer anständigen Portion Sympathie war für uns klar: Sonntag Mittag sind wir im Hangar dabei. Ok, eine kleine Portion Lokalpatriotismus spielte sicher auch mit rein. Inzwischen ist aus Mina Harker eine vielversprechende Newcomer-Band mit Plattenvertrag geworden, die ihre Labelheimat beim Berliner Giganten Out Of Line gefunden haben. Und noch immer sind sie mit Herzblut und jeder Menge Energie bei der Sache, wenn sie live lospowern. Auf dem M'era Luna jedenfalls war das der Fall, als die Truppe zum undankbarsten Zeitpunkt den schon da erstaunlich vollen Hangar mit Songs wie "Tiefer" oder "Letzter Kuss" in Bewegung versetzten. Das einzige, was wir uns nach diesem gelungenen Konzert und demnach schnuckeligen Start in den Sonntag wünschten, waren neue Songs für das nächste Mina Harker Konzert, dem wir ganz sicher beiwohnen werden!
Setlist Mina Harker
- Letzter Kuss
- Wie im Traum
- Bis zum Tod
- Tränen
- Ohne dich
- Tiefer
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FROZEN PLASMA (12:05-12:35 Uhr)
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Nach dem Sonntagsauftakt mit Mina Harker sollte es für uns auch gleich weiter gehen mit gudder Laune. Zum einen, weil Ashs vermisste Cam plötzlich wieder auftauchte und am Camp auf ihren mehr als glücklichen Besitzer wartete, zum anderen weil nun Frozen Plasma angesagt waren. Das Duo Vasi Vallis und Felix Marc hatten wir auch kürzlich erst auf dem Blackfield Festival gesehen und dabei festgestellt, dass es schon Spaß macht, sich diese Band live anzugucken.
Daher blieben wir nach Mina Harker auch gleich da, wo wir waren. Es sollte jedem klar sein, dass Frozen Plasma live weniger eine überragende Performance noch ein ausgefallenes Bühnenbild bedeutet. Viel mehr haben wir Vasi, der hinter seinem Keyboard nebst Macbook-Verstärkung klebt und Felix, der gut gelaunt über die Bühne wetzt. Und dabei seinem Diorama-Kollegen Torben Wendt immer ähnlicher wird. Mimik, Gestik, generell sein Verhalten auf der Bühne - man könnte bei den im Hangar herrschenden Lichtverhältnissen gut und gerne glauben, es ist Torben, der da herumturnt. Noch etwas sehr bemerkenswertes zeichnete das Konzert aus: In all den Jahren, die wir nun schon zum M'Era Luna fahren, haben wir es noch nie erlebt, dass der Hangar bereits zur Mittagsstunde rappelvoll war. Bei Frozen Plasma allerdings war dies der Fall! Das Konzert selbst war einmal mehr sehr gefällig, auch wenn Herr Marc den Ton manchmal nicht so ganz getroffen hat. Andererseits: Wer live singt, der darf sich auch mal verhaspeln. Leider gab es sowohl den Gudde Laune-Knaller „Irony“, noch das „Earthling“-Duett mit Lis van den Akker, wie es auf dem Blackfield stattgefunden hat, auf dem M'era Luna nicht noch einmal. Schade. Trotzdem: Wem es bei einem Konzert mehr darum geht, sich zu bewegen, ist mit dem "persönlichen Fitnesstrainer Frozen Plasma" (O-Ton vom Blackfield Auftritt) bestens bedient.
Setlist Frozen Plasma
- The End-Deliverance
- Phoenix
- Earthling
- Speed of Life
- Murderous Trap
- Tanz die Revolution
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ASHBURY HEIGHTS (12:55-13:30 Uhr)
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Aus Schweden, soviel weiß man inzwischen, kommt oftmals gute bis sehr gute Musik. Und Ashbury Heights, die Electro-Pop Truppe um das scheinbar egomanisch veranlagte Mastermind Anders, gehörten für uns zu den spannendsten Neuentdeckungen, die das Jahr 2007 hervorgebracht hat. Umso erstaunlicher, dass es gut und gerne zwei Jahre dauerte, bis wir es endlich mal schaffen würden, sie live zu gucken. Daher gehörte Ashbury Heights vor allem für JB zu den zwei Acts, denen er auf diesem M'Era Luna mit größter Spannung entgegen fieberte. Da ist es natürlich erfreulich, wenn man hinterher vermelden kann, dass Ashbury Heights - trotz anfänglicher technischer Schwierigkeiten - nicht enttäuscht haben, sondern eine hübsche Performance lieferten. Das Programm setzte sich aus Songs ihres bisherigen Schaffens zusammen, gespielt wurden unter anderem "Illusion", "Spiders" und "Bare Your Teeth". Neben der überraschend guten gesanglichen Performance gefiel vor allem Frontmann Anders, der während der Show irgendwie einen anderen Film gesehen zu haben schien als alle anderen.
Zumindest ließ sein "Gehampel" auf der Bühne das vermuten. Schade nur, dass er seine offensichtlich ebenfalls sing- und spielfreudige Lichtgestalt Kari nicht mehr in sein Tun integriert hat - die Beiden hätten sicherlich noch mehr aus dem Gig herauskitzeln können. Aber der heimliche Star war eh Keyboarder Johan Andersson, der sichtlich den meisten Spaß hatte. Unterm Strich ein sehr unterhaltsames Konzert, dem eigentlich nur "Derrick" fehlte. Nehmen wir jedenfalls gerne wieder mit.
Setlist Ashbury Heights
- Stormbringer
- Illusion
- Smile
- Cry Havoc
- Die by Numbers
- Spiders
- Bare your teeth
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SCHELMISH (13:15-13:55 Uhr)
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Schon bei ihrem Auftritt beim Blackfield Festival in Gelsenkirchen 2008 war klar, dass man sich Schelmish gut und gerne öfter als ein Mal anschauen kann. Und wenn die Band dann noch ein zehnjähriges Jubiläum in Hildesheim feiert, da 1999 gegründet, dann war das sicherlich Anlass für eine extra Portion Gudde Laune! Und so war es natürlich auch. Die acht Musiker brachten dem zahlreichen Publikum ihr ca. 40 Minuten langes Set mit wahrer Spielfreude dar, dass es auch denjenigen Spaß machte, die sich bereits wegen den nachfolgenden Acts vor der Hauptbühne versammelten. Mit Songs wie „Das Moor“ oder dem Finale „Tanz mit mir“ brachten die Rheinländer die Menge ordentlich in Bewegung. Die amüsanten Kommentare zwischen den Songs taten der Stimmung ebenfalls gut. Band-Papa Dextro beendete das Konzert mit den Worten, dass der Auftritt beim M´Era Luna Festival auf der Hauptbühne bis jetzt das Größte war, was der Band Schelmish passiert ist. Ohne Frage: so sehen noch echte Musiker aus, die schätzen was sie haben, wissen was sie können und respektvoll mit sich selbst, dem Publikum und dem Veranstalter umgehen. Es gibt genügend arrogante und divenhafte Acts in der Szene, Schelmish hören ganz sicher nicht dazu. Wer so sympathisch rüberkommt, der hat auch verdient auf der großen Bühne vor „vollem Haus“ aufzuspielen.
Setlist Schelmish
- Narr
- Das Moor
- Mente Capti
- Andersland
- Marionette
- Kreuzzug gegen die Verlogenheit
- Der letzte Kuss
- Mehr Schein als Sein
- Tanz mit mir
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L'ÂME IMMORTELLE (14:15-14:55 Uhr)
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Schon sehr lange hat Ash die Österreicher Thomas Rainer und Sonja Kraushofer nicht mehr zusammen auf einer Bühne gesehen. Zu lange, um den M'era Gig ausfallen zu lassen, und daher waren Vorfreude und Spannung entsprechend hoch.
Der erste Titel des Auftritts war das brachiale „1000 Voices“, welches von Thomas mit verzerrter Stimme intoniert wurde. Der perfekte Start, mit dem LAI ihre Fans sofort begeistern konnten. Erst beim zweiten Stück „Suffocating Endlessly“ vom „Namenlos“-Schwesteralbum „Durch fremde Hand“ erschien Sonja ungewohnt zugeknöpft auf der Bühne. Es folgten sieben weitere Stücke, unter denen sich auch alte Klassiker mit „Voiceless“ oder „Aus den Ruinen“ wiederfanden. Ein weiterer Höhepunkt war die Ballade „Fallen Angel“, bei der Sonja einmal mehr ihre wunderschöne Live-Stimme präsentieren durfte. Die Hitsingle „5 Jahre“ wurde lauthals mitgegröhlt und leitete das obligatorische „Bitterkeit“-Finale ein. Natürlich fehlte auch hier der eine oder andere Kracher, aber für einen Auftritt mit lediglich neun Songs ist die Auswahl zwischen Alt und Neu doch recht ordentlich ausgefallen, allerdings deutlich zugunsten rockigerer Songs. Electro-Feeling kam lediglich beim Opener sowie bei „Aus den Ruinen“ auf. Wer LAI schon mehrmals live gesehen hat weiß, wie heute „Bitterkeit“ live klingt. Ungefähr änhlich schlimm wie „Life will never be the same again“, für das dieses Mal kein Platz mehr im Set übrig gewesen ist.
Thomas und Sonja harmonierten bestens miteinander, spielten sich immer wieder die Bälle zu und die Augenbinde-Szene, die man schon von früheren Konzerten kennt, hat ebenfalls wieder bestens funktioniert. Die beiden sind eben ein eingespieltes Team! Erfreulicherweise war endlich auch mal der Sound von vorne bis hinten absolut top, was nicht zuletzt den sehr guten Eindruck des Auftritts um einiges aufwertet.
Bleibt eigentlich nur noch zu hoffen, dass Thomas durch sein erfolgreiches Nachtmahr-Seitenprojekt wieder mehr Bock auf Elektronik versprüht und man auf kommenden Veröffentlichungen wieder mehr Tracks im Stil von „1000 Voices“ hört, das ziemlich eindeutig der mächtigste Vertreter auf „Namenlos“ gewesen ist. Up-waten… L'Âme Immortelle mal wieder einen Besuch abgestattet zu haben erwies sich jedenfalls als goldrichtig.
Setlist L'Âme Immortelle
- 1000 Voices
- Suffocating Endlessly
- Voiceless
- Stumme Schreie
- Fallen Angel
- Requiem
- Aus den Ruinen
- 5 Jahre
- Bitterkeit
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THE CRÜXSHADOWS (15:25-16:05 Uhr)
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Ein regelmäßiger und vor allem gern gesehener Gast in Hildesheim sind die Amerikaner The Crüxshadows um Frontmann und Kraxlhuber in Personalunion Rogue. Wie man es von früheren M'era-Auftritten her kennt und wie es ebenfalls zuletzt auf der Clubtournee gewesen ist, bahnte sich Rogue seinen Weg zur Bühne mitten durch das Publikum hindurch. Dass der er immer schon mehr war als ein unnahbarer Musiker irgendwo da oben auf den Brettern, die die Welt bedeuten, sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben. So bekommen auch die Zuschauer etwas von ihm, die es nicht bis in die ersten fünf Reihen geschafft haben. Diese Fannähe ist es, das ihn und die Band so besonders macht. Er hat null Berührungsängste, sondern will zusammen mit seinem Publikum ein CXS-Konzert stets zu einem ganz besonderen Ereignis werden lassen, was ihm problemlos immer und immer wieder gelingt. Auch während des Gigs zog es ihn mehrfach in den Pressegraben, um sich abstützend auf der Hand eines Zuschauers auf das Abtrennungsgatter zu stellen, um möglichst vielen Fans die Gelegenheit zu geben, ihn auch sehen zu können. Er gab dabei vielen Besuchern der ersten und zweiten Reihe die Hand und ließ sich sogar mit Ash während des Konzertes fotografieren.
Etwas überraschend war die Tatsache, dass eine Person, auf die sich viele freuten, die die Band noch vor kurzem gesehen haben, durch Abwesenheit glänzte: Val, die Gitarristin, die Rogue 2008 beim Blackfield Festival fast die Show gestohlen hat, gehört nach nur einem Jahr nicht mehr zum Line-up der Schattenkrücken. Wirklich sehr schade, denn die Frau hatte echt mal mächtig Power und sorgte so richtig für Rock´n´Roll (siehe Bildergalerie Blackfield Festival 2008). Ihre Nachfolgerin Cassandra Luger ging zwar nicht ganz so ab wie Valerie Gentile, aber sie machte ihren Job sehr ordentlich, zeigte Präsenz und scheint sich perfekt in die Mannschaft eingefügt zu haben.
Die Crüxshadows konnten lediglich acht Stücke spielen, aber dankenswerterweise ließen sie es sich nicht nehmen auch mit „Quicksilver“ einen ganz neuen Song zu präsentieren. Dass „Deception“ und „Birthday“ sowie „Winterborn“ aber trotzdem nicht fehlten, dürfte sich dabei fast von selbst verstehen. Während Rogue mal wieder den Bühnenmast emporstieg und die Besucher zählte, legten die Tänzerinnen um Rogue-Ehefrau Jessica eine beeindruckende und temporeiche Choreographie aufs Parkett. Ein passender Anlass für uns, eine Runde „MG-Ballönge“ ins weite Rund zu schmeißen.
Kurzum: Jeder, der die Band im Vorfeld schon einmal gesehen hat weiß, was er für sein Geld bei einem Festival bekommt. Nämlich die gleiche Show wie immer. Aber die macht nun einmal so verdammt viel Spaß, dass man darüber im Prinzip gar nicht böse sein kann und darf, da die gesamte Mannschaft immer 100% gibt. Freuen wir uns also darauf CXS möglichst bald wieder in Hildesheim begrüßen zu dürfen und warten wir gespannt auf den Nachfolger des hervorragenden „Dreamcypher“-Albums.
Setlist The Crüxshadows
- And I believe
- Quicksilver
- Immortal
- Deception
- Sophia
- Dragonfly
- Winterborn
- Birthday
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TYSKE LUDDER (17:20-18:15 Uhr)
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Tyske Ludder sind seit ihrer Reunion 2006 immer häufiger auf Festivals präsent. In diesem Jahr waren sie bereits beim Leipziger WGT am Start und konnten überzeugen. In Hildesheim hatten sie ihre Startposition am frühen Sonntagabend inne, um ihren neuen Longplayer „Anonymus“ vorzustellen. Für die Band war es jedoch schade, dass der Hangar trotz nicht vorhandener Konkurrenz auf der Main Stage (Veljanov war gerade zu Ende, Tiamat würden als nächstes spielen) relativ überschaubar gefüllt war. Für die Zuschauer war das natürlich ok, hatte die EBM-Fraktion doch genug Platz für ihren Straftanz. Und wir, die leider den Anpfiff verpasst hatten (und damit „Frya Fresena“ vom neuen Album ebenfalls), konnten uns mühelos nach vorne durchkämpfen. Auffällig war, dass die Lichtverhältnisse sehr schlecht waren. Die Bühne „erstrahlte“ in Dunkelheit, so dass es für Leute, die weiter hinten standen, schwierig war, das Geschehen auf der Bühne vollends mitverfolgen zu können. Hier hätte es bei aller Dark Electronic wirklich etwas mehr Licht sein dürfen. Obwohl der Hangar nicht bis zum letzten Platz gefüllt war, machten Tyske Ludder ihren Job ganz hervorragend und gaben mit Tracks wie „An vorderster Front“ oder dem provokativen „Bastard“ ordentlich Gas. Leider gab es zwar einige „MG-Hits“ wie „March“, „Thetanen“ oder „Kinkat“ nicht zu hören, aber das Konzert war dennoch sehr ordentlich. Definitiv ein Act, die man sich mehr als ein Mal anschauen kann. 2010 werden Tyske Ludder als Support zusammen mit Leather Strip auf Tour gehen. Vorher jedoch beendet die Band das Jahr mit ihrem Auftritt an Weihnachten beim Darkstorm Festival in der Chemnitzer Stadthalle.
Setlist Tyske Ludder
- Frya Fresena
- An vordester Front
- Gebet
- Wie der Stahl gehärtet wurde
- Khaled Aker
- Shokkz
- Manipulation
- Psychoaktiv
- Canossa
- Bastard
- Monotonie
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IAMX (18:45-19:45 Uhr)
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Unser erstes IAMX Konzert haben wir vor noch gar nicht so langer Zeit auf dem Blackfield Festival in Gelsenkirchen gesehen. Und was Herr Corner nebst seinen Begleitfiguren auf der Bühne abgeliefert hat, gefiel uns dermaßen gut, dass IAMX nicht nur die Überraschung überhaupt auf dem Blackfield für uns waren, sondern wir daraufhin kurzerhand beschlossen, den in Berlin lebenden Briten Chris Corner von nun an öfter live anzugucken. Da viele Bands, die JB bis hier hin gesehen hatte, ihm irgendwie nicht so richtig überzeugten, lagen seine Hoffnungen nun natürlich auf IAMX, damit das M'era Luna 2009 musikalisch noch ein Highlight für ihn bieten konnte. Und irgendwie hoffte er ja auch, dass ihn IAMX noch einmal so überraschen bzw. begeistern könnte wie vor kurzem auf dem Blackfield. Anscheinend gab es so einige, die ebenfalls von IAMX beschallt werden wollten, denn der Hangar war brechend voll.
Und jepp, IAMX konnte auch diesmal überzeugen. Die Truppe auf der Bühne bot den gleichen Wahnsinn mit Methode, wie auf dem Festival zuvor. Leider konnte die Akustik im Hangar diesmal nicht so richtig punkten, denn IAMX war eine Spur zu laut. Macht aber nix, dem coolen Konzert, dessen Schwerpunkt naturgemäß auf dem letzten IAMX Album „Kingdom Of Welcome Addiction“ lag, tat das aber kein Abbruch. Nahezu frenetisch wurden Songs wie „Nature Of Inviting“ oder „My Secret Friend“ gefeiert und natürlich fehlten auch die Hits „Nightlife“, „Kiss + Swallow“ und „Spit it out“ nicht. Fazit: Einmal mehr sehr genial. Auch Ash, der IAMX beim Blackfield ausließ, war von der Musik und der Performance begeistert. Und noch immer haben wir IAMX sicher nicht zum letzten mal angeschaut!
Setlist IAMX
- Bring me back a Dog
- Nature of Inviting
- The Alternative
- Sailor
- An I for an I
- Tear Garden
- I am terrified
- My Secret Friend
- Spit it out
- Nightlife
- Kiss + Swallow
Zugabe
- Skin Vision
- President
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