Ihr sensationelles Album “Anything That Gets You Through The Night” hat bei uns gleich zweimal die Auszeichung “Album des Jahres” erhalten, aber auch sonst dürften EDGE OF DAWN nicht wenige Lorbeeren dafür kassiert haben. Sehr verdient übrigens! Nun präsentiert das Electro-Duo einen Videoclip zu dem Song “Lucid Dreams”, der eine ziemlich bemerkenswerte Hintergrundgeschichte hat. Wie diese aussieht, erklärt Euch Sänger Frank M. Spinath am besten selbst:
“Während unserer US-Tour mit Seabound und Iris im Frühjahr 2008 erfuhr ich von verschiedenen, teils recht verstörenden Geschichten, die Bekannte und Freunde mir erzählten. Eine dieser wahren Geschichten hat mich auch lange Zeit später noch in ihren Bann gezogen so dass ich sie aufschrieb. So entstand unter anderem der Text zu “Lucid Dreams“:
Ein Freund von mir war in einem Club von zwei attraktiven Frauen unter dem Vorwand, zusammen auf eine private Party zu fahren, in ein Auto gelockt worden. Im Wagen war neben meinem Freund und den beiden Frauen noch ein ihm unbekannter Fahrer. Nach kurzer Fahrt stieg eine ziemlich düstere Gestalt mit Kapuzenpulli hinzu, die kein einziges Wort sagte. Als die Gruppe nach langer Fahrt durch einsames Gebiet bei der angeblichen Party ankam, entpuppte sich der Ort als verlassenes, allein stehendes Haus. Das ungute Gefühl meines Freundes steigerte sich dort allmählich zu reiner Todesangst, weil ihm dämmerte, dass er Opfer einer Verschwörung zu werden drohte. Es gelang ihm schließlich, durch ein Badezimmerfenster zu fliehen. Er ist um sein Leben gerannt und hat sich stundenlang in einem Kornfeld versteckt, bis der Tag anbrach. Diese Geschichte ist wirklich so passiert und mein Freund hat sie mir so eindrücklich geschildert, dass ich gar nicht anders konnte als einen Text dazu zu verfassen. Darin habe ich teils Originalaussagen von ihm verwendet, und auch viele Details sind exakt wie in der echten Geschichte.
Zum Ende der bereits erwähnten US-Tour 2008 lernte ich bei einem Video-Interview in San Francisco Steffan Schulz (www.strangemedia.com) kennen. Der Filmemacher bot an, ein Video für uns zu drehen, wenn wir eine gute Geschichte hätten. Als “Lucid Dreams” konkretere Formen annahm, fragte ich ihn, ob er sich vorstellen könnte, diese Story für uns zu filmen. Zu meiner Überraschung sagte er spontan zu. Wir haben uns dann über das Script ausgetauscht und per Internet das Casting organisiert. An dem Wochenende, an dem schließlich gefilmt wurde, wäre ich am liebsten rüber geflogen, um beim Shooting dabei zu sein, aber auch ohne unsere Anwesenheit vor Ort ist das Video hervorragend geworden. Die Entstehungsgeschichte des Videos finde ich allerdings nach wie vor bizarr: Mein Freund erlebt einen Albtraum, daraus wird ein Text, ein Musikstück, schließlich ein Video. Aus einem Beinahe-Mord wird etwas Kreatives!”
Starker Tobak, eh? Das Video dazu gibt es nun im Anschluss an diese Meldung.


