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	<title>Mad-Goth &#124; Magazine &#187; Specials</title>
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		<title>HAUJOBB &#8211; Interview zum Release von &#8220;New World March&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Nov 2011 14:30:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JermaineBelgardio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Haujobb]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer auf frickeligen, mit viel Liebe zum Detail ausgearbeiteten und angenehm analogen Electro-Sound steht, der kommt in diesem Herbst um das neue HAUJOBB-Album &#8220;New World March&#8221; einfach nicht herum. Auch wenn das Album aufgrund eines Fehlers der Druckerei in physischer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-12135" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Haujobb" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/11/haujobb-300x190.jpg" alt="" width="300" height="190" />Wer auf frickeligen, mit viel Liebe zum Detail ausgearbeiteten und angenehm analogen Electro-Sound steht, der kommt in diesem Herbst um das neue HAUJOBB-Album &#8220;New World March&#8221; einfach nicht herum. Auch wenn das Album aufgrund eines Fehlers der Druckerei in physischer Form noch auf sich warten lässt, so schlägt es in der Electro-Gemeinde doch schon hohe Wellen. Ein guter Grund für uns, Daniel und Dejan von Haujobb ein paar Fragen zum Album per Mail rüberzupusten. Was sie zu erzählen hatten, lest Ihr nun hier:</p>
<p><span style="color: #ffcc00;"><strong>Zunächst mal herzlichen Glückwunsch zu dieser mehr als gelungenen Rückmeldung in der Electro-Szene. 8 Jahre können eine verdammt lange Zeit sein. Was habt Ihr so getrieben in der Zwischenzeit?</strong></span></p>
<p><strong>Daniel</strong>: Gearbeitet. Ich war und bin sehr involviert bei Covenant. Ausserdem habe ich noch ein Projekt mit meinem Freund Seb (Destroid) und Architect natürlich.</p>
<p><strong>Dejan</strong>: Als Haujobb geplant und Ideen gesammelt, aber natürlich nicht pausenlos und 8 Jahre lang.</p>
<p><span style="color: #ffcc00;"><strong>Wann und wie kam es zu dem Entschluss, wieder eine Haujobb Platte zu machen? Wird wohl einige gegeben haben, die die Hoffnungen darauf inzwischen zu Grabe getragen hatten.</strong></span></p>
<p><strong>Daniel</strong>: Wir haben schon sehr früh nach Vertical Theory angefangen, neue Songs zu machen. Aber ich denke, so richtig glücklich waren wir nicht. Zudem lebte ich bereits in Leipzig und die Zusammenarbeit war ein wenig schwierig. Als dann Dejan auch nach Leipzig gekommen ist, hat das Ganze wieder konkrete Formen angenommen und wir haben uns mehr und mehr um unser Baby Haujobb gekümmert.</p>
<p><span style="color: #ffcc00;"><strong>Erzählt mal etwas über &#8220;New World March&#8221;. Was ist das Konzept dahinter? Was wollt Ihr damit ausdrücken? Gibt es soetwas wie einen roten Faden?</strong></span></p>
<p><strong>Daniel</strong>: Der rote Faden ist die düstere und kalte Stimmung, die aber trotz allem organisch wirken soll.<br />
<strong><br />
Dejan</strong>: Man wird zur Zeit das Gefühl nicht los, dass der (zumindest westlichen) Welt ein Umbruch bevorsteht. Das wird wahrscheinlich nur dann stattfinden, wenn vorher eine Art Zusammenbruch passiert. NWM könnte ein möglicher Soundtrack dazu sein, wenn auch ein sehr pessimistischer.</p>
<p><span style="color: #ffcc00;"><strong>Hört man sich die Scheibe an, dann fällt auf, dass Ihr ziemlich konsequent an vielem vorbei schippert, was derzeit in der (Schwarzen) Electro-Szene gern genommen wird. Beispielsweise plakative (um nicht zu sagen: alberne) Texte, verzerrte Vocals und so weiter. Was hat Euch bei der Produktion der Platte inspiriert? Andere Künstler eventuell oder Begebenheiten aus dem Tagesgeschehehn oder gar aus Eurem persönlichen Umfeld?</strong></span></p>
<p><strong>Daniel</strong>: Ich selbst bin sehr inspiriert von meinem Reisen, die einhergehen mit meinem Job als Musiker. Ich bin in vielen Clubs und höre immer die gleichen Songs und sehe immer die gleichen Bands&#8230; Warum sollen wir das machen, was 99% der Szene-Bands auch machen.<br />
<strong><br />
Dejan</strong>: Ich war irgendwie besessen von der Idee das neue Album analog klingen zu lassen, als Gegenpart zu vielen aktuellen Produktionen. Manchmal denk ich, ich werde mehr inspiriert von Musik, die mir auf den Geist geht, als von guten Sachen.</p>
<p><span style="color: #ffcc00;"><strong>Jeden einzelnen Song auf diesem Album würde ich gerne mit gutem Wein vergleichen wollen, der eine lange Reifezeit braucht, um wirklich gut zu werden. Wie lange habt Ihr an den Songs geschraubt? Beziehungsweise: wie lange tüftelt Ihr für gewöhnlich an einem Song herum bis Ihr denkt: &#8220;So, nu ist gut&#8221;?</strong></span></p>
<p><strong>Daniel</strong>: Zum Beispiel ist New World March bestimmt schon 5 Jahre alt und hat sich nicht grossartig vom ersten Demo bis zur finalen Version verändert. Machine Drum dagegen hat sehr viele Stadien durchgemacht und war sogar mal eine Acid Nummer. ;) Es gibt bei uns also keine Blaupause, wie so ein Song enstehen kann und was am Ende dabei rauskommt, kann auch für uns überraschend sein.</p>
<p><span style="color: #ffcc00;"><strong>Überhaupt: Wie sieht Eure Vorgehensweise aus? Was steht zuerst? Die Texte? Die Melodien? Gibt ja Musikerkollegen, die sehr diszipliniert an das Erschaffen von Musik herangehen, während es sich bei anderen &#8220;irgendwie ergibt&#8221;. Wie ist das im Hause Haujobb?</strong></span></p>
<p><strong>Daniel</strong>: Auch hier ist es je nach Song und Text unterschiedlich. Da wir beide an den Songs arbeiten, ist es automatisch verschieden, da wir auch verschiedene Arbeitsweisen und Techniken und vor allem auch verschiedene Mittel benutzen.</p>
<p><span style="color: #ffcc00;"><strong>Wie sieht diese Arbeitsweise aus? Worin unterscheidet Ihr Euch? Und mit welchen Mitteln arbeitet Ihr?</strong></span></p>
<p><strong>Daniel</strong>: Ich benutze zum Beispiel Studio One, Dejan benutzt Cubase als Hauptsequencer Programm. Software mässig benutzte ich sehr viel den Sylenth, Dejan sehr gerne Freeware, so eine Moogemulation.</p>
<p><span style="color: #ffcc00;"><strong>Nicht alle Texte auf &#8220;New World March&#8221; stammen aus Eurer Feder. So stolpert man beim Blick ins Booklet immer wieder mal auf den Namen wie Susanne Thiele oder Michael G. Stone. Wer ist das und wie kam es zu der Zusammenarbeit?</strong></span></p>
<p><strong>Daniel</strong>: Mit dem Author Michael Stone bin ich seit Anfang 2000 befreundet und ich mag seine Texte und seine Lyrik sehr.<br />
<strong><br />
Dejan</strong>: Susi hat schon viele Texte für z.B. Accessory geschrieben. Und Michael hat ja quasi New World March &#8220;erfunden&#8221;.</p>
<p><span style="color: #ffcc00;"><strong>Bleiben wir noch kurz bei den Texteschreibern: Auch Joakim Montelius von Covenant hat sich mit Texten am Album beiteiligt. Wie kam es denn zu dieser Zusammenarbeit?</strong></span></p>
<p><strong>Daniel</strong>: Joakim ist ein sehr guter Freund von mir und ich liebe seine Texte. Das ist eine Stärke bei Covenant, denke ich. Songs wie 20Hz zum Beispiel sind so ergreifend, hach&#8230; ein Traum. ;)</p>
<p><span style="color: #ffcc00;"><strong>Stichwort Covenant: Daniel ist ja nun Teil von Covenant und als solcher auch an der Entstehung des letzten Albums beteiligt gewesen. Wie sah denn die Zusammenarbeit umgekehrt bei Haujobb aus? Wie kann man sich als Außenstehender das vorstellen? Ich könnte mir vorstellen, dass Ihr Soundtüftler Euch irgendwie gegenseitig anstachelt. :)</strong></span></p>
<p><strong>Daniel</strong>: Genau so ist es.</p>
<p><span style="color: #ffcc00;"><strong>&#8220;New World March&#8221; ist im Kasten und wird nun hoffentlich seinen Siegeszug antreten. Wie geht es jetzt für Euch weiter? Wie sind Eure Pläne für die nächste Zukunft? Vielleicht noch eine Single-Auskopplung? Eventuell eine Tour?</strong></span></p>
<p><strong>Daniel</strong>: Wir werden erstmal im Dezember 4 Shows im Zuge der Neuwerk Festival Tour absolvieren. Dann ist im Januar der Planetmyerday und dann werden wir uns mit unserer Bookingagentur mal zusammensetzen und einen Schlachtplan für die Eroberung der Welt entwickeln.</p>
<p><strong>Dejan</strong>: Wir haben auch noch Tracks übrig, sowie weitere Remixes. Mal sehen in welcher Form wir das veröffentlichen. Gestern noch in einem Gespräch festgestellt, dass wir beide am liebsten jedoch neues Material &#8220;bauen&#8221; würden.</p>
<p><span style="color: #ffcc00;"><strong>Unserer Tradition folgend gehören die letzten Worte hier Euch. Gibt es noch etwas, was Ihr unseren Lesern mitteilen möchtet?</strong></span></p>
<p><strong>Dejan</strong>: Also, ich weiß nie wirklich was ich sagen soll, ausser vielleicht Danke, Danke, Danke an alle!</p>
<hr />
<h3>Links</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.haujobb-music.com" target="_blank" class="liexternal">www.haujobb-music.com</a></li>
<li><a href="http://www.facebook.com/haujobbmusic" target="_blank" class="liexternal">www.facebook.com/haujobbmusic</a></li>
</ul>
<hr />
<h3>Diskussion im Forum:</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.madgoth.de/forum/news/6911-haujobb-interview-zum.html" target="_blank" class="liinternal">http://www.madgoth.de/forum/news/6911-haujobb-interview-zum.html</a></li>
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		<title>MOVIE DAYS 2011 &#8211; Interview mit Veranstalter Angelo Zannin</title>
		<link>http://www.madgoth.de/11410/blickpunkt/movie-days-2011-interview-mit-veranstalter-angelo-zannin</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Sep 2011 16:09:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ash</dc:creator>
				<category><![CDATA[Im Blickpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Movie Days]]></category>
		<category><![CDATA[Angelo Zannin]]></category>
		<category><![CDATA[Movie Days 2011]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom 3.-4. September fanden bereits zum dritten Mal die MOVIE DAYS in der Braunschweiger Stadthalle statt. Wir von Mad-Goth waren natürlich ebenfalls wieder mit dabei und werden euch davon demnächst noch via eines Berichtes etwas mehr berichten. Die Zugpferde in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-10108" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/07/Movie_Days-Logo.jpg" alt="" width="150" height="150" /><strong>Vom 3.-4. September fanden bereits zum dritten Mal die MOVIE DAYS in der Braunschweiger Stadthalle statt. Wir von Mad-Goth waren natürlich ebenfalls wieder mit dabei und werden euch davon demnächst noch via eines Berichtes etwas mehr berichten. Die Zugpferde in diesem Jahr waren Robert Maschio aus &#8220;Srubs&#8221;, Zachi Noy aus &#8220;Eis am Stiel&#8221; und die aus &#8220;Machete&#8221; bekannten Zwillinge Electra und Elise Avellán. Veranstalter Angelo Zannin hat sich bereiterklärt, uns mittels elektronischem Postweg im Nachhinein ein paar Fragen zum Background dieses Events zu beantworten.</strong></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><img class="alignleft size-full wp-image-11415" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Angelo Zannin mit Kollege Stefan Bosse" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/09/Angelo-Stefan.jpg" alt="" width="250" height="333" />Ash: Hallo Angelo, vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst für dieses Interview. Vorab vielleicht zunächst einmal die Frage: wie geht es dir nun, nachdem der Streß der letzten Wochen und Monate vorbei ist und die dritten Movie Days hinter dir liegen?</span></p>
<p>Angelo: Ich arbeite jetzt an dem Event in Mülheim, viel Zeit zum Ausruhen ist da leider nicht.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Wie und vor allem wann bist du eigentlich auf die Idee gekommen, ein Event wie die Movie Days in Braunschweig zu veranstalten? Ist das ein Traum, der schon lange in dir schlummerte? Wie ist es letzten Endes zur Durchführung gekommen? Skizziere doch bitte kurz den Werdegang bis zum ersten roten Teppich 2009.</span></p>
<p>Angelo: Wir sassen mit einigen Händlern nach einem langen Veranstaltungstag an einem Tisch und haben etwas zusammen gegessen. Da kam plötzlich die Idee auf, dass so etwas auch mal in Braunschweig gemacht werden müßte! Ich habe darauf bei zwei Stellen angefragt und hatte die Stadthalle. Anschließend kam der erste Gast und so fing alles an. Dann ist es immer umfangreicher geworden: Roter Teppich, Filmvorführung, Fangruppen, Police Cars&#8230;</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><img class="size-full wp-image-10277 alignright" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/07/Movie_Days_2011-klein.jpg" alt="" width="199" height="300" />Ash: In diesem Jahr fanden die Movie Days bereits zum dritten Mal statt. Was hat sich deiner Meinung nach seit dem Debüt im Jahre 2009 verändert?</span></p>
<p>Angelo: Ich denke es ist mehr Programm, mehr Unterhaltung, mehr Drumherum geworden. Leider hatten wir dieses Mal einen Rückgang der Besucherzahlen, daher gehen wir mit den Movie Days weg aus Braunschwewig. Die Stadt Mühlheim hat Interresse an den Movie Days. Daher gehen wir im nächsten Jahr dort hin!</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Die Movie Days 2011 waren von einigen Turbulenzen “gesegnet”. Alles fing damit an, dass quasi „fünf vor 12“ der Star Michael Madsen abgesagt hatte. Kurze Zeit später wurden die Abwesenheiten der „Nightmare 2“-Schauspieler bestätigt. Ein Vorkommen, dass man so aus den beiden Vorjahren nicht kannte. Dann war die Filmrolle für die Vorstellung in Wolfsburg am Freitag noch im Flieger (es wurde spontan „Machete“ gezeigt), das Cinestar Wolfenbüttel spielte ebenfalls nicht mehr mit und Zachi Noy musste ganz spontan am Samstagnachmittag nach Spanien fliegen… Enttäuscht über diese Gegebenheiten, oder hat dich das nur noch mehr angespornt? Nach dem Motto: Jetzt erst recht!</span></p>
<p>Angelo: Da wir mit Schauspielern arbeiten, die alle im Geschäft sind, kann so etwas immer mal passieren. Sean Patrick Flanery kam letztes Jahr später, die WWF-Gästse haben abgesagt&#8230; Es kann immer passieren, nur geben wir es gleich bekannt und versuchen das Beste draus zu machen. Zachi ist abends nach Spanien zwecks Filmaufnahmen gereist und war morgens wieder da. Die Arbeit und Kosten hatten wir. Aber wir haben es möglich gemacht, daß er kommt.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Von all den Stargästen, die bis jetzt da waren: mit wem hattest du die besten Erfahrungen sammeln können? Wer war quasi am „umgänglichsten“ und wer war eher schwierig zu handeln?</span></p>
<p>Angelo: Jeder hat seine Geschichte, mit jedem habe ich auf seine Art was erlebt und bei allen war es einmalig. Sei es mit Jeremy Bulloch (Boba Fett aus „Star Wars“), der sich auf der ersten Aftershowparty einen Besen genommen hat und damit auf der Tanzfläche Luftgitarre spielte, mit Bolo Yeung, der mir ganz viel über Bruce Lee erzählt hat, oder mit Jason Mewes, mit dem ich in England war&#8230;..</p>
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<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Auffällig ist, dass du bis dato mit der Wahl eurer versuchst, ein möglichst breites Interessensspektrum abzudecken. Es lässt sich erkennen, dass du jedes Mal Charaktere aus den „Star Wars“ Filmen dabei hast. Aber auch Schauspieler aus erfolgreichen US-Serien („Scrubs“), Darsteller, die in absoluten Blockbustern mitgewirkt haben („Fluch der Karibik“, „Der Herr der Ringe“), bekannte Gesichter aus Horrorklassikern wie Jason aus „Freitag, der 13.“ oder den „Candyman“ und unvergessliche Figuren wie den Beißer aus James Bond oder „den Dicken“ aus „Eis am Stiel“. Ist dir dieses Gleichgewicht bei der Findung des Line-ups wichtig oder purer Zufall?</span></p>
<p>Angelo: Es gibt eine große Anzahl von Fangruppen, die Interesse an den Movie Days haben. Die versuche ich möglichst alle abzudecken.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Berücksichtigst du in der Anfrage der Gäste auch eigene Interessen oder bist du diesbezüglich völlig neutral?</span></p>
<p>Angelo: Ich bin froh über jede Liste von Wunschgästen, die ich bekomme. Diese versuche ich alle abzuarbeiten, da komm ich auf Namen, die ich sonst nicht versucht hätte, zu kriegen. Ich bin da neutral.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-11414" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/09/Angelo.jpg" alt="" width="222" height="333" /><span style="color: #ff0000;">Ash: Desweiteren ist das Rahmenprogramm sehr bemerkenswert. Für jedes Alter wurde in der Braunschweiger Stadthalle bis jetzt immer etwas geboten. Ob es nun Schaukämpfe wilder Orcs waren, ein gemeinsames Foto mit einem Rambo-Double, die Ausstellung vom prominenten VW-Käfer Herbie, eine Erwachsenen-Filmvorstellung oder eine Padavan-Lehrstunde für die kleinen Gäste. Inwiefern spielt der familiäre Aspekt in der Zusammenstellung des Programms eine Rolle?</span></p>
<p>Angelo: Ich lege viel Wert auf Familienflair! Ich habe drei Söhne und zwei davon sind begeitert von den Movie Days. Es ist ein Highlight für die.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Obwohl die Aftershow-Party unserer Meinung nach sehr gut organisiert war und die Location der Wichmann-Halle einen insgesamt wesentlich besseren Eindruck hinerließ als die im Vorjahr, war sie leider nicht sonderlich gut besucht. Und das, obwohl du mit der NDW-Legende Extrabreit einen richtig dicken Fisch an der Angel hattest. Woran hat es deiner Meinung nach gelegen und was gedenkst du, für das nächste Mal zur Aftershow-Party verbessern/verändern zu wollen?</span></p>
<p>Angelo: Ich weiß nicht, woran es lag. Ich denke aber, daß das Braunschweiger Stadtfest und die Eröffnung einer Braunschweiger Kultkneipe die Gründe dafür waren.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Robert Maschio hat auf der Aftershow-Party spontan eine Comedy-Nummer samt Gesangseinlage zum Besten gegeben. Warst du überrascht? Wie fandest du die Aktion?</span></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-11426" title="Robert Maschio bei der Aftershow-Party 2011 Copyright Foto: André Fahlenkamp" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/09/Robert-Maschio-bei-der-Aftershow-Party-2011.jpg" alt="" width="375" height="250" /></p>
<p>Angelo: Ich war über den Heiratsantrag überrascht. Mit Robert war alles abgesprochen.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Vor allen Dingen bei Ari Lehman (Jason aus dem Original „Freitag, der 13.“), Sean Patrick Flanery und Norman Reedus aus „Der blutige Pfad Gottes“, Tony Todd und jüngst den beiden Zwillingen Electra und Elise Avellán hatte man das Gefühl, dass sie sich in Braunschweig pudelwohl fühlten. Das liegt mit Sicherheit nicht nur an der frischen Luft, sondern auch daran, dass man sich ordentlich um die Stargäste kümmert. Erläutere doch bitte kurz, welcher Aufwand sich hinter den Kulissen abspielt?</span></p>
<p>Angelo: Mir liegt viel daran, daß sich die Gäste gut fühlen. Freitags gehen wir abends essen und kegeln, die Gäste haben gute Hotels und es sind immer Ansprechpartner für sie da. Sie fühlen sich halt wohl bei uns &#8211; und bringen das auf dem Event entsprechend rüber.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><img class="size-full wp-image-11420 alignright" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Bolo Yeung auf den Movie Days 2009" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/09/Bolo-Yeung-Foto.jpg" alt="" width="250" height="333" />Ash: Lieblingsfilm? Lieblingsschauspieler?</span></p>
<p>Angelo: Habe ich beides nicht.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Wenn du drei Wünsche für Stargäste frei haben würdest, bei denen die Gage keine Rolle spielt – wen würdest du gerne mal auf den Movie Days begrüßen dürfen?</span></p>
<p>Angelo: Wünsche&#8230; Es ergibt sich. Wie bei Bolo Yeung z.B.: auf ihn bin ich durch Zufall gekommen, aber er ist eine Person, die Eindruck hinterlassen hat. Den hätte ich gern wieder, die Avellán-Zwillinge waren so einfach und entgegenkommend wie viele andere auch. Ich habe keinen festen Namen, es ist interessant neue kennen zu lernen und dann zu sagen: das war super!</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Was war bis jetzt dein schönstes Erlebnis auf den Movie Days, wenn du alle drei Veranstaltungen mal Revue passieren lässt?</span></p>
<p>Angelo: Eine Mutter, die zu mir kam und sagte, sie hätte selten ihren Sohn so freudestrahlend gesehen. Eine Frau, die begeistert war, ihren Lieblingsschauspieler zu sehen und mich in den Arm genommen hat. Und dann sind da noch die ganzen die Mails, die ich nach den Events bekomme.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Hast du im Nachhinein noch Kontakt zu dem einen oder anderen Gast? Wenn ja, zu wem?</span></p>
<p>Angelo: Man hat noch mit vielen Kontakt. Zwar ist es nicht so, daß man jeden Tag schreibt, aber man schreibt sich schon mal ab und zu.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Wir gehen stark davon aus, dass es die Movie Days auch im kommenden Jahr geben wird. Was nimmst du aus den Erfahrungen aus drei Jahren mit, um noch attraktiver und besser zu werden? Wird sich gar grundlegend etwas ändern?</span></p>
<p>Angelo: Die Grundidee bleibt, nur wird es neue Fangruppen geben, neue Aktionen. Mal schauen was sich noch so ergibt, es wird z.B. ein Horror Special kommen.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Was kommt jetzt?</span></p>
<p>Angelo: Ich muß Geld für das nächste Event verdienen&#8230;</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Wir bedanken uns für das Interview und wünschen dir uns für die Zukunft und noch weitere erfolgreiche Movie Days mit vielen spannenden Gästen!</span></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-11423" title="" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/09/Angelo021.jpg" alt="" width="250" height="333" /></p>
<hr />
<h3>Impressionen</h3>
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<hr />
<h3>Links</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.movie-days.de/" target="_blank" class="liexternal">Movie Days Homepage</a></li>
<li><a href="http://www.facebook.com/pages/Movie-Days/379244323306" target="_blank" class="liexternal">Movie Days auf Facebook</a></li>
</ul>
<hr />
<h3>Diskussion im Forum</h3>
<ul>
<ul>
<li><a href="http://www.madgoth.de/forum/interviews/6795-movie-days-2011-interview-mit-veranstalter-angelo-zannin.html" class="liinternal">hhttp://www.madgoth.de/forum/interviews/6795-movie-days-2011-interview-mit-veranstalter-angelo-zannin.html</a></li>
</ul>
</ul>
<hr />
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		<title>MOVIE DAYS 2011 &#8211; Interview zu &#8220;The Butcher of the Railroundhouse&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Sep 2011 13:06:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ash</dc:creator>
				<category><![CDATA[Im Blickpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Movie Days]]></category>
		<category><![CDATA[Amateursplatter]]></category>
		<category><![CDATA[Dustin Dittrich]]></category>
		<category><![CDATA[Movie Days 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Olaf Ittenbach]]></category>
		<category><![CDATA[The Butcher of the Railroundhouse]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf den dritten MOVIE DAYS in Braunschweig vom 3.-4. September stellte der 21-jährige Dustin Dittrich aus Oberhausen zusammen mit seiner Crew seinen ersten Amateurfilm „The Butcher of the Railroundhouse“ im Zuge eines Workshops vor. Dabei zeigte er Filmszenen, sprach im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-10108" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/07/Movie_Days-Logo.jpg" alt="" width="150" height="150" /><strong>Auf den dritten MOVIE DAYS in Braunschweig vom 3.-4. September </strong>stellte der 21-jährige Dustin Dittrich aus Oberhausen zusammen mit seiner Crew seinen ersten Amateurfilm „The Butcher of the Railroundhouse“ im Zuge eines Workshops vor. Dabei zeigte er Filmszenen, sprach im Anschluß über die Entstehung der Szenen und ging mit dem Publikum in die Diskussion. Wir haben die Truppe an ihrem Stand besucht und erhielten die Gelegenheit, dem Regisseur Dustin und dem Produzenten Stephan bei einem kleinen Spontan-Interview ein paar Fragen zu stellen.</strong></p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Hallo Dustin, schön, dass du dir die Zeit nimmst für ein kleines Interview mit uns. Erzähl doch einfach mal, wie das so los ging mit eurem Projekt.</span></p>
<p>Dustin: Ja, also letztes Jahr haben wir mit den Dreharbeiten angefangen. Ich hatte aber bereits im Juli davor das Drehbuch geschrieben.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Worum geht es in dem Film?</span></p>
<p><img class="size-full wp-image-11385 alignright" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/09/Butcher-Screenshot01.jpg" alt="" width="333" height="250" />Dustin: Der Film handelt von einem Mörder, der mit seiner Vergangenheit zu kämpfen hat, da er ein sehr unglückliches Leben führt, weil seine Freundin bei einem Überfall getötet wurde. Seitdem hat er den Drang, jeden Menschen dafür verantwortlich zu machen. Dann gibt es da eine Gruppe von Leuten, die eine Party machen wollen und diesen Schuppen gefunden haben, der ziemlich abgelegen ist. Dort wollen sie also ihre Ruhe haben und ordentlich feiern. Natürlich wissen sie nicht, dass sich dort jemand befindet, der vom Wahnsinn und vom Haß besessen ist. Und so nimmt das Schicksal der jungen Leute seinen Lauf, niemand kann dem Butcher entkommen. Im Verlaufe des Filmes erfährt man mehr über die Vergangenheit des Butchers, es wird immer einige Rückblenden geben über das, was damals mit der Freundin geschehen ist.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Wenn ich mir euer Plakat so anschaue, dann kommt mir als erstes „Violent Shit“ in den Sinn. Haben dich die Filme von Andreas Schnaas in irgend einer Art inspiriert für diesen Film? Magst du das Amateur-Splatter-Genre generell oder wolltest du einfach nur ein bisschen rumsauen?</span></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-10153" title="" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/07/Butcher-of-the-Railroundhouse.jpg" alt="" width="240" height="300" /><img class="aligncenter size-full wp-image-11384" title="" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/09/The_Butcher_of_the_Railroundhouse.jpg" alt="" width="213" height="300" /></p>
<p>Dustin: Also ich bin schon vom Horror- und Splatter-Genre richtig angetan.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Dein Lieblingsfilm?</span></p>
<p>Dustin: “Texas Chainsaw Massacre” und John Carpenters “Halloween”.<br />
Ähnlich wie in “Halloween” erscheint auch bei uns der Butcher wie Michael Myers einfach an verschiedenen Stellen, obwohl keiner damit rechnet. Was TCM betrifft, hat eigentlich nur die Szene mit dem Hammer etwas mit diesem Film zu tun. Auch hier wird jemand mit einem Hammer erschlagen. Allerdings hat mich diese klassische Szene aus TCM so inspiriert, dass bei uns das Opfer einfach auf dem Boden sitzt und keine Chance hat, sich zu wehren, während der Butcher von oben herab auf das Opfer einschlägt.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Interessant, wer hat denn den Butcher gespielt?</span></p>
<p>Dustin: Das bin ich selbst, ich hab mich sozusagen der Rolle selbst direkt angenommen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-11399" title="" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/09/Butcher-Crew08.jpg" alt="" width="250" height="333" /></p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Stelle uns doch mal kurz vor, mit wem du hier hergekommen bist. Wer spielt ansonsten mit in dem Film? Sind das deine Freunde, Bekannte oder gar Familie?</span></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-11389" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/09/Butcher-Crew01.jpg" alt="" width="333" height="250" />Dustin: Genau, das sind die Leute, die alle mitgespielt haben. Kai Engelen ist der Hauptdarsteller, er spielt den David als ziemlich schüchternen und zurückhaltenden jungen Mann. Thorsten Späth ist der böse Markus-Darsteller. Mona Hornauer spielt die Rachel. Mona trägt viel zu dem Film bei, da der Butcher seine verstorbene Freundin in ihr sieht, da sie eine gewisse Ähnlichkeit miteinander haben. Deshalb tötet er sie nicht direkt, sondern möchte mehr von ihr erfahren. Doch der Butcher ändert sehr schnell seine Meinung, da sie ihm wortwörtlich in den Arsch tritt und er daraufhin den Drang verspürt, es ihr heimzuzahlen. Und die Natascha Günther ist ebenfalls anwesend, sie hatte eine kleine Nebenrolle als Rachels beste Freundin gespielt.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-11388" title="" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/09/Butcher-Crew10.jpg" alt="" width="333" height="250" /></p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Laß uns kurz zu den Spezialeffekten kommen. Habt ihr die Effekte selbst gemacht oder hattet ihr dafür einen Spezialisten? Herrn Ittenbach vielleicht, der ja heute auch hier zu gegen ist.</span></p>
<p>Dustin: Nein, Herr Ittenbach hat damit überhaupt nichts zu tun. Die Effekte haben wir selbst gemacht, das habe ich natürlich auch meinem Co-Produzenten Stefan Ebert zu verdanken, dem ich nun am besten mal selbst das Wort überlasse.</p>
<p>Stephan: Tja, wir hatten halt nicht viel Kohle zur Verfügung, mir mussten mit insgesamt 50 Euro arbeiten. Das meiste davon ist für Kassetten und Mini-DV-Kamera draufgegangen. Das ist zwar eine etwas veralterte Technik, aber ich finde die Qualität immer noch am besten.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Wie bist du dazu gekommen, die Effekte zu übernehmen? Hast du das gemacht, weil du der Meinung warst, dass du es einfach kannst?</span></p>
<p>Dustin: Wir haben uns darüber beraten. Er war anfangs auch etwas überrascht, als ich gesagt habe, ich will jemandem das Auge rausschneiden, das Ohr abschneiden, den Kopf abschlagen. Dann mussten wir natürlich schon planen, wie wir das Ganze umsetzen sollen.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-11387" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/09/Butcher-Crew12.jpg" alt="" width="333" height="250" />Stephan: Also auf jeden Fall mussten wir viel mit medizinischen Schläuchen und Spritzen arbeiten. Wir haben das Kunstblut selbst hergestellt, das wir in die Spritzen getan haben und dann über den Schlauch über den Rücken in Richtung Ohr gepumpt haben. Dann haben wir so ein Plastikohr gekauft, etwas Blut drangemacht und den Schlauch darunter gelegt. Der Darsteller hat lange Haare, deshalb funktionierte das ganz gut, da das Blut noch über seine Haare runterlief.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Wie lange habt ihr denn gebraucht, um die richtige Konsistenz des Kunstblutes zu erhalten? Das stelle ich mir bei einer solchen Produktion mit am schwierigsten vor.</span></p>
<p>Stephan: Das ist echt schwierig, ja.</p>
<p>Dustin: Wir hatten tatsächlich einige Reinfälle&#8230;</p>
<p>Stephan: Wir mussten sogar einiges in schwarz/weiß drehen.</p>
<p>Dustin: Das kam sogar teilweise besser rüber. Das hatte dann so eine Art Grindhouse-Effekt.</p>
<p>Stephan: Manchmal sah es halt zu pink aus. Rote Beete Saft war bei uns perfekt für eine Szene. Ich kann mir vorstellen, dass das bei einigen Kameras beschissen aussieht, aber meine Kamera hat so eine perfekte Farbeinstellung, wenn du da den Rote Beete Saft einfach aus dem Mund rauslaufen lässt, sieht das nach perfektem Kunstblut aus. Man muß halt viel tricksen, es ist viel Handwerk dabei.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-11401" title="" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/09/Butcher-Screenshot02.jpg" alt="" width="452" height="250" /></p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Wie wollt ihr die Verbreitung des Filmes angehen? Kommt er durch Eigenvertrieb auf DVD heraus?</span></p>
<p>Dustin: Also auf DVD wollen wir den Film vorerst nicht veröffentlichen. Das ist erst mal ein Versuch für uns gewesen, damit wir selbst erst mal sehen, wie wir vor der Kamera wirken und wie wir die Leute damit beeindrucken können. Das war uns erst mal wichtig, dass wir diesen Film gemacht haben, damit wir unsere eigenen Erfahrungen machen konnten. Bisher sind wir nur auf positives Feedback gestoßen. Natürlich ist das eine große Ehre für uns, unseren Film bei den Movie Days vorstsellen zu dürfen, da hier ein sehr breitgefächertes Publikum vor Ort ist, das jedes Genre mag.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Wie geht es bei euch weiter?</span></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-11400" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/09/Butcher-Crew04.jpg" alt="" width="333" height="250" />Dustin: Auf jeden Fall haben wir vor, einen neuen Film zu machen, der jedoch mehr in die Richtung Drama und Thriller gehen soll, erst mal komplett vom Horror-Genre weg.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Das heißt, du möchtest vielseitig arbeiten und dich nicht nur auf ein Thema festlegen.</span></p>
<p>Dustin: Richtig.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Wo ward ihr schon mit dem Film, wo habt ihr ihn schon präsentiert?</span></p>
<p>Dustin: Das ist unsere erste Präsentation hier auf den Movie Days.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Oh, Premiere? Aufgeregt?</span></p>
<p>Dustin: Ja, ziemlich!</p>
<p>Stephan: Also es ist die erste öffentliche Vorstellung. Wir haben den Film aber schon im Familien- und Freundeskreis gezeigt.</p>
<p>Dustin: Genau. Wir haben quasi unsere eigene Premiere in Oberhausen gehabt. Die Leute waren hellauf begeistert von dem Film.</p>
<p><img class="size-full wp-image-11395 alignright" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/09/Butcher-Crew06.jpg" alt="" width="333" height="250" />Dustin: Es wird auch nicht die komplette Filmvorstellung sein, wir haben halt nur eine Stunde Zeit. Der ganze Film geht 90 Minuten. Wir haben also die Szenen herausgesucht, die mir persönlich am besten gefallen haben, einen eigenen Cut sozusagen. Zwischen den Szenen werden wir eine kleine Pause machen, in der wir den Leuten erzählen, wie wir die und die Szene gemacht haben, damit sie kennen lernen, wie man im Bereich Film den Einstieg hinbekommen kann.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Super! Dann sind wir gespannt auf das, was uns nachher erwarten wird und wünschen euch eine positive Resonanz mit dem Film. </span></p>
<p>Dustin: Danke für das Interview.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-11386" title="" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/09/Butcher-Crew07.jpg" alt="" width="500" height="667" /></p>
<p>Filmtitel: The Butcher of the Railroundhouse<br />
Produktion: Eigenproduktion<br />
Regisseur: Dustin Dittrich<br />
Darsteller: Mona Hornauer, Dustin Dittrich, Stephan Ebert, Natasha Günther, Kai Engelen, Thorsten Späth, Dominic Pascual, Brian Locker, Tobias Schumacher, Martin Grupe</p>
<hr />
<h3>Trailer</h3>
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<h3>Videoclip</h3>
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<hr />
<h3>Links</h3>
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<li><a href="http://www.myspace.com/552155627" target="_blank" class="liexternal">MySpace Profil</a></li>
<li><a href="http://www.facebook.com/pages/The-Butcher-Of-The-Railroundhouse/201212286599063" target="_blank" class="liexternal">Facebook Profil</a></li>
</ul>
<hr />
<h3>Diskussion im Forum</h3>
<ul>
<ul>
<li><a href="http://www.madgoth.de/forum/interviews/6794-movie-days-2011-interview-zu-the-butcher-of-the-railroundhouse.html" class="liinternal">http://www.madgoth.de/forum/interviews/6794-movie-days-2011-interview-zu-the-butcher-of-the-railroundhouse.html</a></li>
</ul>
</ul>
<hr />
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		<title>E-TROPOLIS FESTIVAL 2011 &#8211; Der Bericht</title>
		<link>http://www.madgoth.de/10802/blickpunkt/e-tropolis-festival-2011-der-bericht</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 22:40:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JermaineBelgardio</dc:creator>
				<category><![CDATA[E-Tropolis Festival]]></category>
		<category><![CDATA[Im Blickpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Specials]]></category>
		<category><![CDATA[e-tropolis]]></category>
		<category><![CDATA[e-tropolis festival 2011]]></category>

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		<description><![CDATA[Da der Anteil elektronischer Musik in der Schwarzen Szene beständig wächst und immerzu neue Bands aus dem Boden schießen, entsprechende Anhängerschaft inklusive, macht man als Veranstalter sicherlich nichts falsch, ein Festival zu starten, das sich einzig und alleine auf diesen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignleft size-medium wp-image-10663" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="E-Tropolis Festival 2011" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/08/ansichtsflyer-etropolisl2011-214x300.jpg" alt="" width="214" height="300" />Da der Anteil elektronischer Musik in der Schwarzen Szene beständig wächst und immerzu neue Bands aus dem Boden schießen, entsprechende Anhängerschaft inklusive, macht man als Veranstalter sicherlich nichts falsch, ein Festival zu starten, das sich einzig und alleine auf diesen Teil der Szene konzentriert. Das E-TROPOLIS FESTIVAl, das im letzten Jahr an den Start ging, ist eines dieser Festivals &#8211; und punktet seit Anfang an mit einem Line-Up, das Genre-Freunde vor Begeisterung mit der Zunge schnalzen lässt. Am vergangenen Wochenende fand das E-Tropolis zum zweiten Mal statt. Abermals auf dem Columbiagelände in Berlin. Wir waren auch in diesem Jahr für Euch vor Ort.</strong></p>
<p>Das Mad-Goth Kommando vor Ort bestand in diesem Jahr aus Hanny Honeymoon (Fotos) und JB (Text), begleitet von Mary Divine und Ena. Am frühen Samstagmorgen rollte das Mad-Goth Mobil aus dem wunderschönen Braunschweig in Richtung Berlin. Zum Glück erreichten wir Berlin und das Columbiagelände ohne Staus (oder großartigem Herumgeirre) kurz vor 13 Uhr. Ab 13 Uhr sollte es offiziell auch mit dem Einlass losgehen. Passte also perfekt. Nach einer kurzen Wartepause vor verschlossenen Türen konnten wir uns flugs unsere Bändchen abholen &#8211; wie immer gänzlich ohne Probleme. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an die Veranstalter für den gewohnt reibungslosen Ablauf. Kaum drin, nutzten wir die noch verbleibenden knappen 2 Stunden bis zur ersten Band für eine Schnuppertour durch das recht überschaubare Gelände.</p>
<p>Wie im letzten Jahr hatte das E-Tropolis auch dieses Mal zwei Bühnen zu bieten: Die C-Hall und den kleineren C-Club. Der Programmplanung (und somit unserer To-Do Liste) ist es verschuldet gewesen, dass wir den C-Club zwecks Konzerten nicht besucht haben. Die beiden Hallen werden von einem Innenhof verbunden, nicht viel größer als ein Fußballfeld, in dem auch in diesem Jahr wieder die üblichen Merchandise- und CD-Stände ihre Ware feilboten, sowie diverse Fressbuden aufgebaut waren. Die Futterbuden jedenfalls sorgten nicht gerade für Begeisterung. Zum einen der reichlich unverschämten Preise wegen, zum anderen aufgrund der manchmal ziemlich fragwürdigen Zubereitungsweise und der daraus resultierenden Qualität. Immerhin: die Brezelbude wurde mehr als einmal unser Retter in der Not im Verlaufe des Tages.</p>
<p>Was dem Innenhof an Sitzgelegenheiten fehlte, wurde durch die angrenzenden, ins Gelände integrierten Biergärten ausgeglichen. Hier konnte man sich von den Strapazen erholen, einfach indem man einen der zahlreichen Liegestühle assimilierte. Dazu eine kühle Blondine &#8211; perfekt! Zumal uns der Wettergott an diesem Tag einen wunderschönen Spätsommertag bescherte, strahlenden Sonnenschein und warme Temperaturen inklusive. Da war es schon ein bisschen schade, dass die ganze Action an diesem Tag in geschlossenen, dunklen Räumlichkeiten stattfand.</p>
<p>Nachdem wir unsere Tour über das Gelände abgeschlossen hatten und nebenbei das ein oder andere Wort mit Bekannten (um hier nicht von &#8220;den üblichen Verdächtigen&#8221; zu reden) gewechselt hatten, wurde es bald auch schon Zeit, in die C-Hall zu wandern, um der ersten Band des Tages beizuwohnen.</p>
<hr />
<h3>XOTOX:</h3>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-10804" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Xotox @ E-Tropolis Festival 2011" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/09/MG_5673-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" />Bereits beim Auftakt des E-Tropolis waren Xotox am Start, seinerzeit noch im C-Club und angekündigt von Honey (Welle: Erdball) mit den Worten: &#8220;Al Bano und Romina Power des deutschen Industrial…!&#8221;. Am Programm hat sich zum Vorjahr allenfalls die Songauswahl geändert, ansonsten standen auch in diesem Jahr die beiden Xotoxer zappelnd hinter ihren Pulten und beschallten die Halle mit ordentlich elektronischem Geballer. Anfangs dabei in Sachen Bass etwas sehr schwachbrüstig unterwegs. Die Mucke der Beiden verlangt schon nach mehr Wumms. Apropos Wumms: Im Verlaufe des Tages wurde deutlich an den Reglern gedreht, den basstechnischen Höhepunkt erreichte dann Suicide Commando. Das war da aber fast schon nicht mehr feierlich. Dazu aber später mehr. Zurück zu Xotox: dem Duo gelang es, als Eröffnungsact die schon ziemlich stattliche Menge in der C-Hall zur Bewegung zu ermutigen. Der Knaller war aber auch in diesem Jahr wieder der mobile Nebelwerfer, auf dem es sich offenbar auch ganz wunderbar herumpauken lässt. Und der Baustrahler natürlich, auf den jedes Mitglied der Knicklichtfraktion neidisch sein darf. Xotox sind musikalisch sicherlich nicht jedermanns Geschmack, aber zur Festivaleröffnung kann man das schon mal machen.</p>

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<hr />
<h3>SOLITARY EXPERIMENTS:</h3>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-10805" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Solitary Experiments @ E-Tropolis Festival 2011" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/09/MG_5779-208x300.jpg" alt="" width="208" height="300" />Das erste Heimspiel des Tages, dem wir beiwohnten. Nach dem Geknüppel von Xotox wurde es Zeit, mal etwas melodischere Musik den eigenen Gehörgängen zu zuführen. Und da kommt das Electrogemache von Solitary Experiments gerade recht. Die (wie gewohnt mit roten Hemden und schwarzen Krawatten ausstaffierten) Herrschaften präsentierten hier eine Art Best-Of, bei der bis auf den Gesang alles aus vom Band kam. Auch der Drummer war so übereifrig mit seinem Vollplayback beschäftigt, dass er so manches Mal neben dem Takt lag. Immerhin: der Mann ließ keine Gelegenheit aus, seine Tattoos zu präsentieren. Klares Highlight war die Darbietung des Kirlian Camera Klassikers &#8220;Edges&#8221;. Inklusive Kirlian Camera, das auf der Videowand zu sehen war. Apropos Videowand: Warum da bei einem Song &#8220;Event Horizon&#8221; im Hintergrund lief, haben wir nicht so ganz verstanden. Macht aber auch nichts.</p>
<p>Und auch wenn &#8220;Delight&#8221; abermals für Gänsehaut sorgte &#8211; mehr als einen mittelprächtigen Eindruck hat dieser Auftritt dieses Mal leider nicht hinterlassen können. Da hat uns unser letztes Solitary Experiments Konzert auf dem Blackfield 2008 irgendwie mehr beeindruckt. Vielleicht lag es allerdings auch daran, dass wir insgeheim auf &#8220;Seele bricht&#8221; gewartet haben, was sich letztlich nicht in der Setlist befand. Schade!</p>

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<hr />
<h3>[:SITD:]:</h3>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-10806" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="SITD @ E-Tropolis Festival 2011" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/09/MG_5853-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" />Eigentlich hätten an dieser Stelle die Herren von Rotersand spielen wollen. Durch einen krankheitsbedingten Ausfall von Sänger Rasc wurden Rotersand an diesem Tage von den Kollegen von [:SITD:] vertreten. Tom, Carsten und Frank präsentierten hier einen Querschnitt ihres bisherigen Tuns. Von &#8220;Snuff Machinery&#8221; über &#8220;Herbsterwachen&#8221; bis hin zu &#8220;Rot&#8221; ging es einmal durch die Bandhistorie. Jeder, der einmal einem SITD-Konzert beigewohnt hat, wird bestätigen können, dass es die Band aus dem Ruhrgebiet meisterhaft versteht, die Massen zu mobilisieren. Und das Konzert in Berlin scheint die Jungs selbst ziemlich überrascht zu haben ob der nahezu frenetischen Feierei des Publikums. Selbst auf den obersten, hintersten Rängen der C-Hall war Bewegung. Die C-Hall muss so gebebt haben, dass es bestimmt auch von außen sichtbar war! So heftig wie hier wurde wohl auf dem ganzen E-Tropolis kein zweites Mal gefeiert. Es ist unheimlich schwer, die Stimmung hier in Worte zu kleiden, daher verkürzen wir das ganze: Rock&#8217;n'Roll! Wie immer eben. Danke, Jungs!</p>

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<hr />
<h3>WELLE: ERDBALL:</h3>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-10807" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Welle: Erdball @ E-Tropolis Festival 2011" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/09/MG_6079-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" />Seit Jahren schon sind sich Welle: Erdball Konzerte sehr ähnlich. Das kann man möglicherweise bei anderen Bands bemängeln, nicht aber bei Welle: Erdball. Der immer sehr ähnliche Programmablauf garantiert vor allem zwei Dinge: Party total und maximal gute Laune beim Publikum. So auch dieses Mal. Zwar steht ein neues Album vor der Türe, die Setlist bestand dennoch nur aus Klassikern. Weil, wie Honey erklärte, die neue Bühnenshow eben noch nicht fertig sei. Macht nix, wir erfreuen uns an bzw. feiern halt auch zum gefühlt hundersten Mal zu Hits wie &#8220;Starfighter F-104G&#8221;, &#8220;Super 8&#8243;, &#8220;Arbeit adelt&#8221;, &#8220;VW Käfer&#8221; oder &#8220;23&#8243;. Und auch dieses Mal flogen wieder die riesigen, weißen Welle: Erdball Luftballons durch den Saal, genauso wie die Papierflieger. Soweit so gut so gewohnt.</p>
<p>Für den Beobachter spannender war da schon die Tatsache, dass es technisch nicht ganz so rund zu laufen schien. Zum einen waren da die Mikroprobleme, die Frl. Plastique hatte und die sowohl von ihr als auch von Honey direkt via Ansage bemängelt wurden. Und auch das Backstage Personal schien nicht so richtig auf der Höhe gewesen zu sein. Das obligatorische Ölfass, auf dem Honey so gerne herum drischt, wurde erst entfernt, nachdem ein ziemlich giftiger Kommentar in Richtung Technik gezischt wurde. Nicht zum letzten Mal erlebten wir hier an diesem Tage, dass die Bühnentechniker scheinbar mit den Gedanken woanders waren als bei ihrem Job. Uns (und dem restlichen Publikum scheinbar auch) war das aber ziemlich egal. Denn auch dieses Konzert war wieder einmal 100%! Das haben Sie ganz toll gemacht, werte Damen &amp; Herren von Welle: Erdball.</p>

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</div>


<hr />
<h3>AGONOIZE:</h3>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-10808" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Agonoize @ E-Tropolis Festival 2011" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/09/MG_6138-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" />Die drei Krachkameraden aus Berlin hatten wir zuletzt auf dem Amphi Festival gesehen. Ist also noch gar nicht sooo lange her. Da man aufgrund des hohen Unterhaltungswertes dieser Kapelle Agonoize auch gut und gerne mehrmals jährlich live mitnehmen kann, standen wir auch beim E-Tropolis wieder auf der Matte. Um einiges motivierter und weniger müde als noch beim Amphi&#8230;</p>
<p>Nach diversen Agonoize Konzerten denkt man, man hätte irgendwie schon alles gesehen und freut sich über die geschätzte Routine. Nur wie das eben manchmal so ist: wenn man denkt, man denkt, dann denkt man eben nur, dass man denkt. Mit anderen Worten: Das Trio aus Berlin ließ sich für das Heimspiel spannende Änderungen in ihrem Programm einfallen. Zum Beispiel ließen sie den imperialen Marsch aus Star Wars, sonst immer Intro eines Agonoize Konzerts, dieses Mal weg. Wir begrüßen diese Entscheidung, irgendwann ist halt auch mal gut. Stattdessen lief eine scheinbar angepasste Version von &#8220;Evil Inside&#8221; (zumindest klang es so), bei welcher die Herren in einer coolen Showeinlage das Agonoize Logo auf die Brust gebrandmarkt bekamen. Im Anschluss an dieses Vorspiel hielten sich Agonoize dann auch nicht weiter mit Schabernack auf und legten gleich mit voller Wucht los: &#8220;Koprolalie&#8221; als Auftakt, direkt gefolgt von &#8220;Femme Fatale&#8221;. Das F-Thema wurde somit gleich zum Anfang erledigt. Es folgte &#8220;Staatsfeind&#8221;, danach ließ Sänger Chris das Mikro fallen und verabschiedete sich mit den Worten &#8220;fickt euch doch alle&#8221; von der Bühne. Seine Kollegen taten so, als wüssten sie nicht, was hier gerade passiert war.<br />
Uns aber beschlich eine Ahnung, was nun kommen würde, nicht zuletzt aufgrund der Erfahrungen des letzten Agonoize Konzerts. Und wir sollten Recht behalten. Die Bühne wurde verhangen, Lichter gingen an, es ertönte &#8220;Wer hat an der Uhr gedreht?&#8221;. Da Agonoize aber gerade mal drei Songs gespielt hatten, war in der brechend vollen C-Hall keinerlei Bewegung Richtung Ausgang zu bemerken. Scheinbar hatte wohl jeder das Gefühl, dass das noch nicht alles gewesen war. Und richtig &#8211; gute fünf Minuten später ging die Show weiter &#8211; mit einem abermals in einer Zwangsjacke an der Decke baumelnden Chris L. Was nun folgte, war die gewohnt gute Aggro-Disco mit der obligatorischen Kunstblutmanscherei, bei der wie so oft auch die vorderen Reihen des Publikums bedacht wurden. Zum Ende des Konzerts wurde in einer weiteren Showeinlage das Gesicht von Chris L. durch einen kostümierten Psycho abgesäbelt und das Latexgemache dann in die Menge geschmissen. Bin mir sicher, dass das gute Preise bei eBay erzielt. Alles in allem erlebten wir hier ein sehr gelungenes Konzert der Berliner, denen man deutlich angemerkt hat, dass sie bei ihrem Heimspiel wohl ziemlich viel Spaß hatten. Punkte in der B-Note bekommt die Truppe zusätzlich für die Modifikationen im Show-Ablauf. Ich würde ja sagen, frisches Blut tut immer gut, aber das ist gerade bei Agonoize irgendwie doppeldeutig.</p>

<div class="ngg-galleryoverview" id="ngg-gallery-36-10802">


	
	<!-- Thumbnails -->
		
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<h3>SUICIDE COMMANDO:</h3>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-10809" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Suicide Commando @ E-Tropolis Festival 2011" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/09/MG_6191-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" />Direkt nach Agonoize ging es für uns weiter mit dem nächsten Krachmannprojekt, bei dem es der Chef (zumindest musikalisch) auch gerne hart und heftig mag: Suicide Commando. Johan van Roy wurde hier von einem Live-Drummer begleitet, der den Songs zusätzlichen Wumms verlieh, sowie von Infacted Labelboss Torben Schmidt am Keyboard. Apropos Wumms &#8211; gerade zu Anfang haben sie es basstechnisch hier eine Spur zu heftig getrieben. Würde mich nicht wundern, wenn es in der C-Hall so einige Leute gab, die hier Herzrhytmus-Störungen bekamen. Davon abgesehen wurde auch bei Suicide Commando nur eine Art Best-Of-Programm aufgefahren, bei dem Johan wie ein Springteufel über die Bühne hechtete, markenzeichengetreues irres Grinsen inklusive. Dazu liefen im Hintergrund die gewohnten Schockervideos, die tatsächlich noch immer ihre Wirkung nicht verfehlen, wie wir feststellten. Unterm Strich war dies eine solide Show, dessen größtes Highlight wohl der Moment gewesen sein dürfte, in welchem ein mit riesigen Suicide Commando Tattoos verzierter Fan auf die Bühne geholt wurde, um einen kurzen Moment mit seinem Idol auf der Bühne zu stehen.<br />
Beim belgischen Krachkommando war insgesamt weniger Andrang als noch bei Agonoize zuvor. Hier nutzten scheinbar so einige die einstündige Spielzeit, um sich von den Berlinern zu erholen, auf VNV Nation vorzubereiten oder mal dem Treiben im C-Club beizuwohnen. Ungefähr zur Hälfte des Konzerts hatten wir genug gesehen und zogen es vor, noch einmal Kraft zu tanken für den letzten Act und dem Highlight dieser Nacht.</p>

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<h3>VNV NATION:</h3>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-10810" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="VNV Nation @ E-Tropolis Festival 2011" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/09/MG_6315-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" />Der Glöckner hatte schon zur zweiten Stunde des jungen Tages geschlagen, als VNV Nation als letzter Act des E-Tropolis Festivals die Bühne betraten. Und obwohl viele Besucher schon den ganzen Tag hier verbrachten, in den geschlossenen Hallen mit fragwürdiger Belüftung, und schon so manchem die Müdigkeit deutlich ins Gesicht geschrieben stand, gelang es den Herren Ronan Harris und Mark Jackson, die Meute in der rappelvollen C-Hall noch einmal zu mobilisieren. Wie sagte Ronan doch so treffend: &#8220;erst war es ein Konzert, jetzt ist es eine Party!&#8221; Wie Recht er doch hatte. Inzwischen dürfte jeder, der die letzten Jahre nicht unter einem Stein verbracht hat, mitbekommen haben, dass sich Ronan es nicht nehmen lässt, augenzwinkernd mit dem Publikum zu interagieren. So auch dieses mal. Beachtlich sind dabei zwei Dinge: Ronan verfügt offenbar über ein sehr gutes Gesichtergedächtnis. Und auch wenn er mit vermeintlich geschlossenen Augen da steht und Balladen wie &#8220;Illusion&#8221; zum Besten gibt &#8211; er beobachtet das Geschehen in der Menge sehr genau. Wie so oft bei Electro-Bands gab es auch hier ein paar Kasperköppe, die der Meinung waren, Pogen müsse unbedingt sein. Dumm nur, dass das nicht auf ungeteilte Gegenliebe stieß und die Sache schnell in eine kleinere Rangelei ausartete. Worauf Ronan auch unmittelbar reagierte und die Streithähne zur Friedlichkeit ermahnte. Mit Erfolg. Andererseits: was passiert, wenn Ronan Stressmacher via Security abholen lässt, hat man ja auf einem M&#8217;era Luna Konzert erleben dürfen. Ich kann Euch sagen, danach traut Ihr Euch sicher auf keine Szeneveranstaltung mehr. Oder möchtet Ihr vor tausenden Fans als Celine Dion Hörer vorgeführt werden? ;)</p>
<p>Dieser inoffizielle Auftakt zur kommenden &#8220;Automatic&#8221;-Tour, bei der sich so manches Stück (z.B. &#8220;Control&#8221;, &#8220;Nova&#8221;) des gleichnamigen neuen Albums in der Setlist befand, verwandelte sich ziemlich schnell in eine rauschende Party, bei der neben den neuen Songs auch Klassiker wie &#8220;Beloved&#8221;, &#8220;Darkangel&#8221; oder &#8220;Further&#8221; nicht fehlten. Einzig die Licht-, Video- und Nebeltechnik schien nicht in das Konzept gepasst zu haben, was sich Ronan für den Abend vorgestellt hatte. Immer wieder bekundete er mit Worten oder Gesten seinen Unmut darüber, dass die Technik (oder halt die Techniker) nicht so richtig tat, wie sie sollte(n). Da wird wohl nach dem Konzert noch das ein oder andere ernste Wort gewechselt worden sein. Dem Konzertgenuss selbst konnte das aber nichts anhaben. Die einen feierten und tanzten ausgelassen, die anderen waren so in der Musik verloren, dass es sie zu Tränen rührte.</p>
<p>Übrigens: wer von Euch vor Ort war, wird sich bestimmt an diese coole Aktion hier erinnern:</p>
<p><object
type="application/x-shockwave-flash"
data="http://www.youtube.com/v/welWob-n11k"
width="425"
height="350">
<param
name="movie"
value="http://www.youtube.com/v/welWob-n11k" />
</object></p>
<p>Irgendwann ist aber auch das tollste Konzert vorbei. In diesem Fall war das gegen halb 3 Uhr morgens, als zum letzten Mal die Lichter in der C-Hall angingen. Wissend, dass nun noch locker 300km Autobahn vor uns lagen und mit der Erkenntnis, einen tollen Tag mit viel guter Musik verbracht zu haben, traten wir auch unmittelbar nach Abpfiff die Heimreise an.</p>

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	<!-- Thumbnails -->
		
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			<a href="http://www.madgoth.de/wp-content/gallery/vnv_ef2011/mg_6315.jpg" title="VNV Nation @ E-Tropolis Festival 2011" class="shutterset_set_38" >
								<img title="VNV Nation @ E-Tropolis Festival 2011" alt="VNV Nation @ E-Tropolis Festival 2011" src="http://www.madgoth.de/wp-content/gallery/vnv_ef2011/thumbs/thumbs_mg_6315.jpg" width="100" height="75" />
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<blockquote><p><a href="http://www.madgoth.de/forum/members/jermainebelgardio.html" target="_blank" class="liimagelink"><img class="alignleft size-full wp-image-2700" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="JermaineBelgardio" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2009/11/jb1.jpg" alt="" width="73" height="80" /></a>Ein reines Electro-Festival ist für Electro-Hupen wie uns schon eine tolle Sache. Daraus eine Tagesveranstaltung zu machen passt auch soweit. Beim Debüt im letzten Jahr konnte ich nicht mit dabei sein, wohl aber ehemalige Mad-Goth Mitstreiter. Diese waren seinerzeit begeistert, ich bin es auch. Vor allem aufgrund des gelungenen Line-Ups und der wie immer reibungslosen Organisation. Es gibt so ein paar Punkte, die durchaus noch verbesserungswürdig sind: an der Einlass-/Auslasssituation in der C-Hall sollte noch geschraubt werden. Wenn die eine Menschenmenge raus und die andere hinein will, kommt es da mitunter zu unschönem Geschubse und Gedränge in dem schmalen Durchgang. Vor allem zu fortgeschrittener Stunde und gestiegenem Alkoholkonsum der Gäste. Vielleicht kann man das anders lösen, im Zweifelsfall mittels Bauzaun oder ähnlichem? Zusätzlich: Liebe Veranstalter, solltet Ihr Einfluss darauf haben &#8211; überdenkt noch mal die Futtermittelanbieter auf dem Festivalgelände. Qualität und Preise gingen hier absolut gar nicht. Allerdings sind das keine unlösbaren Probleme &#8211; und für die Feierstimmung auch eher sekundärer Natur. Programm, Ablauf und allgemeine Organisation sind gewohnt hoher Standard. Eben so, wie wir es von Leuten erwarten dürfen, die auch das Amphi, Zita Rock oder die Christmas Balls an den Start bringen. Dem E-Tropolis bestätigten wir schon nach dem Auftakt, dass es einen festen Platz in der jährlichen Festivalreiseplanung verdient hat. Nummer zwei unter dem Motto: &#8220;Bässer! Härter! Lauter!&#8221; hat dieses Fazit untermauert. Wir sehen uns nächstes Jahr, Berlin.</p></blockquote>
<hr />
<h3>Links</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.etropolis-festival.de" target="_blank" class="liexternal">www.etropolis-festival.de</a></li>
<li><a href="http://www.hanny-honeymoon.blogspot.com" target="_blank" class="liexternal">www.hanny-honeymoon.blogspot.com</a></li>
</ul>
<hr />
<h3>Diskussion im Forum:</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.madgoth.de/forum/partys-konzerte-events-usw/6729-e-tropolis-festival-2011-a.html" target="_blank" class="liinternal">http://www.madgoth.de/forum/partys-konzerte-events-usw/6729-e-tropolis-festival-2011-a.html</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>OSWALD HENKE: Interview zum Album-Release von HENKE</title>
		<link>http://www.madgoth.de/9079/blickpunkt/oswald-henke-interview-zum-album-release-von-henke</link>
		<comments>http://www.madgoth.de/9079/blickpunkt/oswald-henke-interview-zum-album-release-von-henke#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 04 Apr 2011 22:48:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ash</dc:creator>
				<category><![CDATA[HENKE]]></category>
		<category><![CDATA[Im Blickpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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		<category><![CDATA[oswald henke]]></category>

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		<description><![CDATA[Anläßlich des kurz bevorstehenden Release-Dates zum neuen HENKE-Album „Seelenfütterung“ konnten wir die Gelegenheit nutzen, mit OSWALD HENKE ein telefonisches Interview zu führen. Freundlicherweise konnten wir das Interview etwas länger gestalten, als es der zeitliche Rahmen eigentlich vorgesehen hat. So konnten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-9082" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/04/Oswald_Henke03.jpg" alt="" width="222" height="222" /><strong>Anläßlich des kurz bevorstehenden Release-Dates zum neuen HENKE-Album „Seelenfütterung“ konnten wir die Gelegenheit nutzen, mit OSWALD HENKE ein telefonisches Interview zu führen. Freundlicherweise konnten wir das Interview etwas länger gestalten, als es der zeitliche Rahmen eigentlich vorgesehen hat. So konnten wir es uns auch erlauben, den privaten Oswald hinsichtlich seines persönlichen Filmgeschmacks in Form eines sehr netten Gespräches etwas besser kennen zu lernen. Freut euch also auf einige deutliche Worte zum Musikbusiness selbst, zu seiner Euphorie hinsichtlich der neuen Band HENKE und des neuen Materials, auf einigen Streß in der Arbeitsweise mit fetisch:MENSCH sowie den Hintergründen zur Pause von Goethes Erben. Wir wünschen euch dabei viel Spaß!</strong></p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Oswald, wie geht´s dir? Du machst auf mich auf Bildern und in Interviews einen sehr zufriedenen und ausgeglichenen Eindruck unter der Berücksichtigung, daß jetzt das Album draußen ist. Täuscht das?</span></p>
<p>Oswald Henke (OH): Nö, das ist einfach so. Ich sehe dem Ganzen jetzt relativ entspannt entgegen. Ich bin überrascht, wie gut die Resonanzen bis jetzt ausgefallen sind, was das Album angeht. Auch kauftechnisch ist es eigentlich so, daß ich damit schon zufrieden bin, was wir mit HENKE bis jetzt erreicht haben. Ich hoffe, daß das Ganze im April noch einmal einen Schub nach vorne bekommt durch die Veröffentlichung vom Album und natürlich dann durch die Tour, die für mich dann eigentlich das Allerwichtigste darstellt. Ab 15. April spielen wir ja dann 10 Konzerte in 11 Tagen.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Nun versteht sich HENKE ja als vollwertige Band und besteht aus fünf festen Musikern. Wo hast du diese Musiker gefunden und wie lange hat dieser Findungsprozeß gedauert? Sicherlich hast du sie nicht aus dem Findenzoo.</span></p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-9090" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/04/HENKE-Promo-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" />OH: Nein, da habe ich sie nicht gefunden, da findet man selten jemand. Auch im Streichelzoo nicht. Wir haben uns eigentlich auf sehr unterschiedliche Art und Weise kennengelernt. Der allererste, mit dem ich die Band diskutiert und dann umgesetzt habe war der Alexander Popp, der ja jetzt nicht mehr dabei ist. Den kannte ich ja von Artwork-Tagen und Erblast noch. Und gemeinsam hatten wir die Idee, daß wir ja mal wieder etwas zusammen machen könnten. Ich wollte damals eine Band zusammenstellen, die vorhandenes Repertoire für Festivals spielt. Ich hab´ halt immer mal wieder von Fanseiten gehört, daß diese gerne  mal wieder dieses oder dieses Lied von Artwork, Erblast oder eben Goethes Erben live hören würden. Dann dachte ich: ok, dann stelle ich mir eine neue Band zusammen und spiele eben aus diesem Repertoire einige ausgewählte Stücke. Das war die Grundidee.<br />
Ich mache jedes Jahr hier im Bezirk Oberfranken die Tourbegleitung bei Rock in Oberfranken, das ist im Prinzip ein Nachmittagsfestival, was hier vom Bezirk iniziiert und unterstützt wird. Und da bin ich immer dabei und schau, daß das alles seine geregelten Bahnen zieht und daß es keine Komplikationen gibt. Ich vermittle dort auch mein Wissen, was  bei Konzerten und auf Tour alles passieren kann. Es ist wie eine Art Workshop, sage ich mal. Da habe ich eine Gruppe gesehen mit Benjamin Küffner am Schlagzeug, der mir sowohl als Mensch als auch als Schlagzeuger sehr gut gefallen hat. <img class="alignright size-medium wp-image-8446" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/02/Henke-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" />Und so habe ich den jungen Mann einfach gefragt, ob er nicht Lust hätte, in meiner neuen Band, die eben den Namen HENKE tragen sollte, mitzuspielen. Und der hat gar nicht lange überlegt, der hat gesagt: „Natürlich!“ Und so war der erste Musiker rekrutiert. Als nächstes kam Tom Bola dazu. Den kenne ich schon sehr lange, der war mal Techniker bei Artwork. Dann haben wir uns eigentlich aus den Augen verloren, aber Alexander kannte ihn noch ganz gut, da sie immer noch in gutem Kontakt stehen. Er hatte ihn dann einfach vorgeschlagen. Dann habe ich kurz mit Tom gesprochen, auch er hatte Lust drauf, also war auch er fortan in der Band. Die nächste Musikerin ist die Hanna, die Klavier spielt und auch in einigen Passagen singt. Die habe ich über Tom kennengelernt. Er hatte sie vorgeschlagen, weil er mit ihr schon zusammen musiziert hat. Dann haben auch wir uns getroffen, das hat funktioniert, und seitdem ist auch sie in der Band. Und am Schluß war der Stefan Söllner an der Gitarre dabei, der eigentlich nur für die ersten drei Konzerte als Ergänzung bei der HENKE Band vorgesehen war, um das mal zu testen. Das heißt also, aus dem Musikerumfeld mit Ausnahme von Alexander Popp und mir, hatten alle gar keine Berührungspunkte mit der Musik.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Du hättest es dir ja im Prinzip auch einfach machen können, indem du einfach die Erben-Liveband mitnimmst. Das wolltest du bewußt nicht?</span></p>
<p>OH: Das wollte ich ganz bewußt nicht, weil für mich ganz klar ist, daß Goethes Erben ein Kapitel ist, was jetzt fast abgeschlossen ist, was aber nicht endgültig geschlossen ist. Wenn ich das jetzt gemacht hätte, dann hätte ich ja auch gleich als Goethes Erben auftreten können.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Es fällt auf, daß HENKE nicht ganz so experimentell und sperrig klingen wie fetisch:MENSCH. In meinen Ohren sind sie damit näher dran an den Erben. Ist das ein Zufall oder bewußt konzeptioniert, um den Brückenschlag auf der Bühne zu den alten Erben-Songs hinzubekommen, da bei HENKE ja ursprünglich nicht geplant war, neue Stücke zu veröffentlichen? </span></p>
<p>OH: Naja eigentlich wurde die Band ja nur für eine Festivalsaison zusammengestellt. Das hat aber so viel Spaß gemacht, daß wir gesagt haben, laßt uns doch ein paar eigene Ideen umsetzen. Und nach der ersten eigenen Tour haben wir drei eigene Stücke geschrieben (u.a. „Ich protestiere“ und „Wer mich liebt“). Wir haben das dann einfach mal ausprobiert auf der Bühne und es hat einfach Spaß gemacht, mit diesen ganz anderen Leuten Musik zu machen und auch neue Wege zu gehen, Musik zu machen. Auch mit ziemlich jungen Leuten zu arbeiten, die sind ja z.T. Anfang 20, das könnten ja meine Kinder sein (lacht). Alexander, Tom und ich sind ja die älteren mit der größeren Erfahrung in der Band gewesen und die anderen waren eben die jüngeren. Das war sehr erfrischend zu sehen, diese Kombination aus Erfahrung und der Jugend. Das war sehr spannend und es hat sehr viel Spaß gemacht, sodaß wir irgendwann mal überlegt haben, ein eigenes Album aufzunehmen. Wir hatten alle genug Ideen und ich hatte ja jahrelang nichts mehr aufgenommen für eine offizielle Veröffentlichung. Wir hatten also Texte en masse und haben dann einfach angefangen, das Album zu schreiben. Dann habe ich nach einem Label gesucht. Mir war aber klar: ich nehme nur auf, wenn ich nicht von Anfang  an draufzahle. Das heißt ich wollte ein Label finden, das einen ausreichenden Vorschuß zahlt, sodaß ich das Album aufnehmen kann, ohne daß ich dafür vorher erstmal arbeiten gehen muß. Das haben wir dann gefunden und das Album konnte aufgenommen werden, ohne daß das Label wußte, um was es bei dabei eigentlich geht. Das hat alles sehr gut geklappt.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Wie würdest du in wenigen Worten den Unterschied zwischen fetisch:MENSCH und HENKE beschreiben?</span></p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-9085" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/04/Fetisch-Mensch_13-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" />OH: fetisch:MENSCH ist eine sehr kämpferische Band mit sehr vielen Individualisten. Deshalb ist es sehr anstrengend, mit diesen Leuten zu arbeiten. Es sind halt alles schon ältere Herren&#8230; für mich ist die Arbeit mit fetisch:MENSCH eher ein Kampf, es wird viel diskutiert. Das ist bei HENKE einfacher, da weiß jeder in der Band um seinen Punkt, es geht leichter von der Hand. Wir spielen mehr miteinander, wir improvisieren und daraus entstehen die Stücke. Und fetisch:MENSCH ist mir oft zu anstrengend, weil die Richtungen zu sehr auseinander gehen, weil jeder sehr unterschiedliche Ansätze hat. Es ist viel Streß in der Arbeit mit fetisch:MENSCH.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Kann man also sagen, daß du bei HENKE – wie der Name schon sagt – mehr der Regisseur bist als bei fetisch:MENSCH?</span></p>
<p>OH: Bei fetisch:MENSCH bin ich überhaupt nicht der Regisseur! Das ist ja eben das Problem, weil wir da eine Banddemokratie sind und das funktioniert nicht. Das ist für mich mal wieder der Beweis dafür, daß das tausend mal mühseliger ist als zu sagen, ich geb die Richtlinien der Band vor. Also, HENKE ist ja auch eine Band, ich unterdrück da auch niemanden und jeder kann seine Ideen beitragen, aber am Schluß bin ich derjenige, der sagt, in diese Richtung wollen wir uns bewegen. Weil ich bin ja auch derjenige, der das Ganze finanziert, das muß man ja auch so sagen.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Aber auf der anderen Seite ist es doch auch eine neue und spannende Erfahrung mit fetisch:MENSCH, wenn das alles ein wenig schwieriger ist, als wie du es gewohnt bist – herausforderungstechnisch gesehen.</span></p>
<p>OH: Ja, aber es ist auch anstrengend und es ist zermürbend auf Dauer. Das macht mir dann manchmal keinen Spaß. Und bei HENKE habe ich eben diesen Spaß. Und ich muß sagen, wenn ich schon kein Geld verdiene mit irgendwas, dann muß es auch Spaß machen. Und ich muß mir das nicht antun.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Damit hat sich die nächste Frage eigentlich schon fast von selbst erledigt. Welches Projekt steht bei dir im Fokus? Ist fetisch:MENSCH nun das Seitenprojekt oder steht es auf einer Stufe mit HENKE?</span></p>
<p>OH: fetisch:MENSCH ist erstmal hinten angestellt, jetzt ist HENKE aktuell. Und wenn wir mit fetisch:MENSCH mal irgendwann genug Material haben, daß wir wieder an ein neues Album denken können, dann wird auch HENKE in die Pause gehen. Das hat ja früher mit Erblast oder Artwork und Goethes Erben in der Kombination auch jahrelang  geklappt.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><img class="alignright size-medium wp-image-9087" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/04/Fetisch-Mensch_55-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" />Ash: Beim Blackfield Festival und beim WGT 2009 habe ich während des Konzertes von fetisch:MENSCH den Titel „Schwarzer Schnee“ gehört, der nicht auf dem Album „Manchmal“ vertreten ist, bei dem sowohl du als auch das Publikum ordentlich abgegangen seid – wann und wie wird dieser Song erscheinen?</span></p>
<p>OH: Ja, die Frage muß man sich allgemein stellen: macht es überhaupt noch Sinn, etwas aufzunehmen? Wir haben ja bei „Manchmal“ dieses Download-Projekt gestartet. Es hat nicht funktioniert! Ich weiß nicht, vielleicht kaufen die Leute keine Musik mehr, egal in welcher Form&#8230; Zumindest nicht in der Menge, in der es sich rentieren würde, Musik aufzunehmen. Und wie gesagt, ich bin nicht mehr dazu bereit, Geld zu investieren, um ein Album aufzunehmen. Bei HENKE hat das geklappt, weil wir halt ein Label gefunden haben, die gesagt haben: „OK, hier habt ihr Geld für das Album. Mehr gibt’s auch nicht“. Und damit haben wir gearbeitet und das Album aufgenommen. Da war das  Risiko für mich nicht da, nochmal ganz viel Geld zu investieren. Die Tour ist eine andere Sache, da trage ich nochmal das volle Risiko, aber beim Album wollte ich das Risiko ausschalten. Und bei fetisch:MENSCH sehe ich im Moment kein Label, daß Geld dafür investieren würde. Solange das nicht passiert, sehe ich keinen Grund dafür, ein Album aufzunehmen.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Auf diesen Zug ist Kollege Mozart von Umbra et Imago ja auch aufgesprungen, hat 2010 das letzte Studioalbum veröffentlicht und sucht nun nach neuen Veröffentlichungswegen. Also ohne die finanzielle Unterstützung das Labels hättet ihr gar nicht veröffentlicht?</span></p>
<p>OH: Genau, das Labelangebot war der springende Punkt.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Also hat das Download-Experiment in Gänze nicht funktioniert?</span><br />
<span style="color: #ff0000;"> Ihr hattet ja glaube ich das Album erst kostenlos und später über  Musicload gegen Bezahlung angeboten.</span></p>
<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-9103" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/04/Fetisch_Mensch-Manchmal-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" />OH: Wir haben drei, vier Songs einfach testweise mal zum Download angeboten und man hat freiwillig was zahlen können. Es hat sich aber  herausgestellt, daß das auf freiwilliger Basis den Leuten egal gewesen ist. Aber wir haben gesagt, wir nehmen ein Download-Album auf, allerdings in einem Rahmen, der uns von der Aufnahme her kein großes Geld kostet. Also haben wir dieses Download-Album veröffentlicht, was aber auch nicht sonderlich gut funktioniert hat, weil viele Leute auch gar keine MP3s wollten, weil sie sagen, wir hätten lieber eine CD. Also&#8230; schwierig!</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Zu diesen Leuten zähle ich mich allerdings auch. Ich mag keine Dateien kaufen mit PDF-Cover, sondern möchte einen physischen Tonträger in Händen halten.</span></p>
<p>OH: Es kostet einfach erstmal viel Geld 1.000 CDs zu produzieren, das ist das große Problem! Und wenn man eine CD veröffentlicht, muß man sie ja auch irgendwie an den Mann bringen. Und dafür braucht man eben ein Label, das etwas übernimmt und ein gewisses Risiko mitträgt, oder nicht. Und bei fetisch:MENSCH hatten wir eben das Glück nicht, daß ein Label gesagt hat: „Ja, das machen wir“. Bei HENKE hatte ich das Glück.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Also wäre „Schwarzer Schnee“ für ein nächstes Album geplant?</span></p>
<p>OH: Wenn es ein weiteres Album geben sollte, ja.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Dann freuen wir uns darauf und hoffen einfach, daß es dazu auch kommen wird.</span><br />
<span style="color: #ff0000;"> Soll denn HENKE langfristig gesehen nur noch eigene Stücke spielen oder soll es bei der Mischung aus Alt und Neu bleiben, sodaß auch Erblast und Artwork weiterhin im Set berücksichtigt werden?</span></p>
<p>OH: Wir wollen nicht nur eigene Stücke spielen. Der Grundgedanke, auch alte Stücke zu spielen, soll auf jeden Fall beibehalten werden. Also auf der Tour handhaben wir das so, daß im Programm etwa 2/3 HENKE ist und 1/3 älteres Material. Aber in den Zugaben spielen wir dann die alten Stücke, sodaß mindestens die Hälfte aller Stücke am Schluß des Abends von Goethes Erben und Artwork sind.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Ich habe neulich eine Live-Aufnahme von „Wer mich liebt“ auf YouTube entdeckt, das war im Januar 2010. Wann hast du begonnen für HENKE eigene Songs zu schreiben?</span></p>
<p>OH: Das war auch das allererste Stück, das wir für HENKE geschrieben haben. Das war im November 2009 gewesen. Also nach dieser Festival-Phase haben wir damit angefangen.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-8415" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/02/Henke-Vom-A-zum-F-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" />Ash: Was veranlaßte dich ausgerechnet „Vom A zum F“ als Vorab-EP auszukoppeln, das vom Freitod eines Freundes handelt? Warum solch ein persönlich emotionaler Titel anstatt etwas allgemeinverträglicheres wie „Weil ich es kann“ oder „Findenzoo“?</span></p>
<p>OH: Warum sollte man das machen? Ich fand eben „Vom A zum F“ passend, weil es eben etwas ganz anderes ist, was ich sonst gemacht habe, mit dem man überraschen konnte. Und „Vom A zum F“ war eben für mich ein wichtiges Stück und ich wollte es eben als Single rausbringen. Und gerade die Kombination dieser EP macht es aus. Wir haben ja eine Neuaufnahme von „Spuren im Schnee“ von den Erben mit drauf, ein extrem düsteres Stück.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Ein sehr schönes Stück!</span></p>
<p>OH: Ja! Was auf dem Album zum Beispiel gar nicht Platz gehabt hätte, was sehr aus dem Rahmen gefallen wäre. Darum gab es halt diese EP.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Klingt logisch. Das Album sollte ja schon unter der eigenen Flagge bleiben und bei einer EP kann man das eine oder andere Experiment mit einbringen, das paßt dort eher rein.</span></p>
<p>OH: Genau, deshalb fand ich auch „Blind“ von den Emotionen her, die es hervorruft, eines der krassesten Stücke, die ich überhaupt jemals  geschrieben habe. Also das ist mit Abstand düsterer als die letzten zwei Erben-Alben. Deshalb kann ich auch oft die Kritik nicht verstehen, daß jetzt alles so eingängig geworden sein soll. Klar, manche Stücke sind´s, aber „Glasgarten“ war auch schon eingängig oder „Märchenprinzen“ ist auch ein recht eingängiges Stück. Aber es gab auch immer schon diese Gegenpole .</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Also „Glasgarten“ ist ja nun mal nicht weniger als der schönste Popsong, den ich je gehört habe, das ist ja einfach so.</span></p>
<p>OH: Ja, ich auch! <em>(lacht)</em></p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Eine Frage noch zu den Tracks des Albums. Als ich mir die Promo anhörte, fiel mit ein Lied namens „Ohne Titel“ auf. Warum dieser Songname?</span></p>
<p>OH: Das Lied heißt „Ohne Titel 1“. Ganz einfach, weil ich diesen Titel so haben wollte. Er sollte so heißen.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Möchtest du das nicht weiter erläutern?</span></p>
<p>OH: Er hat diesen Namen nicht ohne Grund. Das ist wie bei Fiebertraum. Fiebertraum kann man aus unterschiedlichen Gründen haben und deshalb „Ohne Titel“.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: 20 Jahre WGT, Oswald. Goethes Erben waren beim allerersten Mal schon mit dabei. HENKE wird ein exklusives Goethes Erben-Set spielen. Ein Dankeschön oder was verbindest du persönlich mit dem Leipziger Event? </span></p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-9095" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/04/Fetisch-Mensch12-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" />OH: Also für mich ist dieses Festival schon ein sehr wichtiges Event  gewesen und ich denke, daß es auch für diese Szene sehr wichtig war. Und darum habe ich gesagt, daß ich das mache, wobei ich zur Zeit der Album-Veröffentlichung nicht ganz so glücklich darüber bin, nur alte Stücke spielen zu können.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Zeitlich gesehen, ein sehr unglücklicher Moment.</span></p>
<p>OH: Ich hab´ mir das auch erstmal überlegt, ob ich das machen soll, weil ich das eigentlich nicht so toll fand, aber ok.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Nun dauert das WGT ja vier Tage an, da hättest du ja auch zweimal spielen können. </span></p>
<p>OH: Ja, aber das Angebot hat es von Seiten des WGTs leider nicht gegeben.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Trotzdem nochmal konkret nachgefragt: wird es in irgendeiner Form eine Überraschung beim WGT geben? Ich habe gelesen, daß Susanne Reinhardt mit an Bord sein wird, die Live-Geigerin von Goethes Erben.</span></p>
<p>OH: Ja&#8230; das ist doch schon Überraschung genug! <em>(lacht)</em></p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Absolut. Aber da wir ja schon über „Glasgarten“ gesprochen haben&#8230; Mein absoluter Lieblingssänger ist Peter Heppner – wird auch er mit dabei sein?</span></p>
<p>OH: Es gab diese Überlegung. Das Problem ist halt, daß das WGT immer alles irgendwie gerne hätte, aber nicht bereit ist, auch alles zu finanzieren. Man muß ja auch bedenken: jeder Gast kostet Fahrtkosten, Unterbringungskosten, es muß geprobt werden – das kostet einfach im Vorfeld auch schon mal Geld. Und wenn das WGT sagt, sie wollen das und das ausgeben, dann gibt es eben auch nur das und das fürs Geld. Und ich bin mittlerweile einfach nicht mehr bereit, draufzuzahlen. Oder ich muß zusehen, daß wir auf Tour durch Merchandise einiges wieder refinanzieren können. Dafür zu bezahlen, daß ich auf eine Bühne geh´ und dann aber wieder zwei Monate arbeiten muß, um das Geld wieder refinanzieren zu können, dazu habe ich keine Lust mehr. Und dazu bin ich auch nicht mehr bereit.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Hast du mit Heppner mal darüber gesprochen?</span></p>
<p>OH: Nee, ich hab´ ihn schon lange nicht mehr gesprochen.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Schade, wäre auf jeden Fall eine schöne Sache gewesen.</span></p>
<p>OH: Natürlich wäre es eine schöne Sache. Wie gesagt, das WGT würde wahrscheinlich sagen: „Machen wir sofort“. Und vielleicht würden sie auch noch das Hotelzimmer bezahlen, aber dann würde es auch schon aufhören. <em>(lacht)</em></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-9104" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/04/Goethes-Erben-Zeitlupe-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" />Ash: 2010 erschien mit „Zeitlupe“ eine Best of Erben Compilation zum 20-jährigen Bandbestehen. Wie haben sich 20 Jahre Musik auf den Privatmensch Oswald Henke ausgewirkt?</span></p>
<p>OH: Äh&#8230; wie meinst du das jetzt genau?</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Oder anders gefragt: was würdest du sonst heute machen?</span></p>
<p>OH: Ich bin eigentlich Krankenpfleger, habe darin auch mein Examen gemacht.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Du warst ja noch relativ jung, als du angefangen hast mit der Musik und gehörst zum Mitbegründer der so genannten albernen Formulierung „Neue Deutsche Todeskunst“.</span></p>
<p>OH: Ja, das hat wohl jemand mal beim Zillo erfunden diesen Begriff, der dann leider an Bands wie Relatives Menschsein, Das Ich oder Goethes Erben haften geblieben ist. Was eigentlich komisch ist, da diese Bands außer der Verwendung der deutschen Sprache eigentlich überhaupt keine Gemeinsamkeiten haben.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Zurück zu meiner Ursprungsfrage. Viele Künstler haben zwischendurch eine Auszeit genommen und haben etwas anderes gemacht. Du hast auch etwas anderes gemacht, dazu kommen wir später noch, aber du warst dennoch kontinuierlich dabei, Was gab es für dich an besonders schönen Erfahrungsmomenten in diesen 20 Jahren und was hast du an negativen Gefühlen mitgenommen?</span></p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-9093" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/04/Fetisch-Mensch_05-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" />OH: Also was ich immer toll fand war natürlich auf Tour zu gehen und Platten zu machen und aufzunehmen. Was ich immer gehaßt habe und was ich auch gerade wieder spüre ist das Business drumherum! Also daß es halt eigentlich ein Geschäft ist, was man hier macht. Das hat mich damals schon gestört, weil in diesem ganzen „Geschäft“ so viele Idioten dabei sind, die inkompetent sind oder die es nur wegen Geld machen. Man muß ja auch irgendwie von leben, das habe ich ja auch irgendwann gesagt, daß ich davon leben möchte, aber man muß nicht irgendwelche komischen Wesenszüge an den Tag legen. Das hat mich schon immer gestört und z.T. auch die Inkompetenz von der Presse, wo ich denke: Leute, ihr schreibt für ein Print-Magazin! Aber das Niveau der Interviewpartner ist oft nicht gerade sehr hoch. Das fand ich dann auch manchmal etwas befremdlich. Aber es gibt immer auch Interviews, die sind dann interessant und spannend, das merke ich dann auch immer sofort, wenn sich jemand mit etwas beschäftigt. Ich kann das nicht ausstehen, wenn ich Interviews führen muß, wo sich der Gesprächspartner nicht mal im Ansatz drauf vorbereitet hat. Da denke ich mir auch: Leute, ich opfere hier meine Zeit, dann erwarte ich auch, daß sich wenigstens ein paar Fragen ausgedacht werden. Aber das machen manche nicht! Die stellen Fragen, die entweder im Newsletter oder im Album drin stehen.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Verständlich, dadurch verbrennst du ja auch nur Zeit.</span></p>
<p>OH: Zeit, und es ärgert mich vor allen Dingen, sodaß ich manchmal das Gefühl hab´, die wollen mich verarschen.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Kommt das denn oft vor?</span></p>
<p>OH: Nein, aber immer wieder. Und gerade bei Print-Magazinen finde ich das schon echt beschämend. Vor allem wenn dann so Fragen kommen wo ich denke: Tja&#8230; hätte man eigentlich wissen können. Habe ich dann Verständnis für, wenn der Interviewpartner gerade mal 14 ist&#8230;</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Ich hoffe, das ist jetzt hier nicht der Fall.</span></p>
<p>OH: Das würdest du sofort merken. Ich bin da ja ein Mensch, der da kein Blatt vor den Mund nimmt.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><img class="alignleft size-medium wp-image-9083" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/04/Ash-trifft...-Oswald-Henke-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" />Ash: Sehr gut. Da du gerade die Zahl 14 erwähntest: ich höre deine Musik tatsächlich seit meinem 14. Lebensjahr, also damit über die Hälfte meines Lebens. Leider habe ich erst verhätnismäßig spät Internet-Zugang bekommen und habe daher von den Veröffentlichungen der LPs „Bittersüß und schmerzvoll“, „Königlich und doch rebellisch“ und „Gewalttätige Gedanken“, also sprich Live-Material auf Vinyl, nicht rechtzeitig erfahren. Besteht die Chance, nachträglich in Form eines Re-Releases auf CD an dieses Material heranzukommen? Auf der „Zeitlupe“ ist davon ja leider nichts vertreten gewesen.</span></p>
<p>OH: Also letztes Jahr habe ich im Zuge meines Umzuges die LPs, die limitierte CD „Iphigenies Tagebuch“ oder das limitierte Doppel-Album von der „Kondition: Macht!“ gefunden. Die habe ich dann alle über Facebook oder über Mailorder im Internet verkauft. Und die Vinyls sind tatsächlich alle verkauft, da gibt es leider gar nichts mehr. Und im Moment denke ich auch nicht, daß ich die auf CD veröffentlichen werde.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Also Pecht gehabt – viel Geld für eBay bereithalten.</span></p>
<p>OH: Naja, was heißt Pech gehabt. Es ist halt einfach so: man kann nicht immer alles zu jeder Zeit verfügbar halten. Es ist auch jetzt so, daß ich fest davon überzeugt bin, daß es die „Vom A zum F“-EP noch ein paar Wochen geben wird. Beim Label ist sie so gut wie vergriffen, jetzt geht sie noch in ein paar Läden und dann ist sie auch irgendwann weg und dann fangen die Leute wieder an zu jammern.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Im Laden habe ich sie tatsächlich noch nicht gesehen.</span></p>
<p>OH: Dennoch hat sie sich gut verkauft. Man setzt heute ja in erster Linie auf die Internetpräsenz. Man bekommt sie bei Infrarot, man bekommt sie bei Amazon und wer möchte, der hat auch die Gelegenheit dazu.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Wobei ich lieber einen physischen Tonträger im Laden kaufe, wo ich im Regal „blättern“ kann. Ich mag diese Internetkauferei nicht besonders.</span></p>
<p>OH: Also ich kaufe auch nur im Internet, was ich sonst nicht bekomme. Aber es gibt ja nun mal keine richtigen Plattenläden mehr und manche Läden sind einfach so schlecht sortiert.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Und das Angebot wird immer weniger. Genres werden in den Sortierungsregalen zusammengelegt, sodaß man eigentlich gar nichts mehr findet.</span></p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-9102" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/04/Fetisch-Mensch27-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" />OH: Es wird immer weniger, aber das liegt ja auch daran, daß die Leute immer weniger kaufen. So kann man also auch sagen: Gut, wenn ihr das nicht braucht oder wollt, dann muß ich damit auch nicht den Platz in meinem Laden verschwenden. Das ist das Problem. Aktion und Reaktion.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Das ist dann leider die logische Schlußfolgerung.</span></p>
<p>OH: Es gibt immer nur dann Konzerte, wenn auch eine Nachfrage besteht. Wenn die Leute ihren Hintern kollektiv vom Sofa hoch bekommen. Und wenn es ihnen nicht gelingt, dann kann ich es nicht ändern. Sie können nicht erwarten, daß ich eine Band für 100 Konzerte im Jahr losschicke, nur damit wir auch mal im Nachbardorf spielen. Wir bieten so und so viel Konzerte im Jahr an. Und wenn sie Glück haben,  findet eins davon in der Nähe statt oder eben nicht. Und wir können nun mal nicht überall in Deutschland auftreten. Jetzt ist das Angebot im April da. Und es wird hundertprozentig nach der Tour wieder Rückfragen geben, warum wir denn nicht z.B. in Berlin spielen würden. Dann muß ich sagen: Ja, wir haben doch in Berlin gespielt! Also wer sich ein bißchen bemüht, der findet heraus wo wir spielen und wo nicht, das ist im Internet sehr leicht herauszufinden. Und wer das nicht kann, der hat halt Pech gehabt.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Du hast Kolumnen verfaßt und sogar einige Bücher veröffentlicht. Außerdem bist du oft auf Lesereise. Wie ist es zu dieser Leidenschaft gekommen und wie viel Spaß macht dir diese Arbeit?</span></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-9098" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/04/FSK18-Cover.jpg" alt="" width="180" height="285" />OH: Also ich schreibe ja keine Romane, sondern ich verfasse  ja   Textsammlungen. Das macht Spaß, weil es eine andere Art ist. Lesungen sind überschaubarer, sind nicht mit so einem richtigen technischen Aufwand verbunden. Die Lesungen haben mich die letzten Jahre finanziell über Wasser gehalten, weil ich einfach nicht viele Leute bezahlen muß, da ich allein unterwegs bin. Ich hab ´nen Fahrer und ´ne Merchandiserin. Ich habe einfach die Möglichkeit, mit kreativer Energie etwas Geld zu verdienen.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Wir haben Musik, Bücher, Kolumnen, Kurzfilme… was können wir von dem Künstler Oswald Henke noch alles erwarten? Wann malt er sein erstes Bild oder präsentiert uns seine erste Fotoausstellung?</span></p>
<p>OH: Also ich bin zwar ein optischer Mensch, aber eher ein Komsument. Ich schau mir gerne Filme an, auch Fotos, aber Fotografieren selber, das überlaß´ ich dann lieber Leuten, die es besser können. Das mit dem Singen, das fang ich auch gar nicht erst an. Man muß halt auch genau wissen, was kann ich und was nicht. Im Moment reizt mich das noch nicht. Vielleicht fang ich dann mal an zu malen, wenn ich etwas älter bin.  Das Medium Film reizt mich weiterhin! Ich möchte gerne auch vermehrt mit diesem Medium arbeiten. Wir haben da auch gerade wieder so´n kleines Experiment für das Album. Wir stellen jetzt alle ein bis zwei Tage ein Video-Podcast ins Internet, wo wir dann quasi unser eigenes Album vorstellen. Das ist ja das Schöne am Web, daß man auch andere Wege der Promotion gehen kann.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Wie umfangreich wird dieses Projekt aussehen?</span></p>
<p>OH: Es werden alle 13 Stücke vorgestellt. Es werden nicht alle komplett abgespielt, aber es gibt Hintergründe zur Entstehungsgeschichte, ganz unterschiedlich. Je nachdem, was ich halt zu diesen einzelnen Stücken zu erzählen habe.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Nun sprichst du gerade mit einem großen Horror- und Independent-Filmfan, in dessen Sammlung sich aus „Debilitas“ und „Osferatu“ befinden, in denen du mitgespielt hast. Ist das eine Leidenschaft von dir oder hast du Regisseurin Claudia Rindler lediglich einen Gefallen damit getan? Was schaust du dir privat für Filme an?</span></p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-9100" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/04/Osferatu.jpg" alt="" width="170" height="242" />OH: Naja, Splatter ist zum Beispiel überhaupt nicht mein Genre.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Das Horrorgenre hat ja noch mehr zu bieten als den Splatterfilm.</span></p>
<p>OH: Horrorfilme finde ich gut, wenn es spannend ist. Ich bin ein Mensch, der eine Geschichte braucht, eine Story. Das ist dann genreunabhängig. Einer der letzten Filme, die ich richtig toll fand, war „Moon“.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Weltklasse! Es wundert mich, daß Sam Rockwell für diese One-Man-Show keine Oscar-Nominierung erhielt.</span></p>
<p>OH: Also wirklich ein Film, wo ich sage: Hut ab! Tolle Idee, geil umgesetzt und eine Geschichte, die durchaus möglich wäre. Der ist ja leider nicht mal richtig im Kino gelaufen. Ich wohn´ ja hier in Bayreuth, da läuft eigentlich alles, zum Beispiel habe ich „The Road“ auch im Kino sehen können. Das finde ich dann einfach immer schade, daß die wirklich guten Filme da nicht laufen. Zum Beispiel „So finster die Nacht“. Bei „Tron“ fand ich auch die Musik klasse, aber diese 3D Effekte waren mir dann zu selbstzweckhaft. Den Film hätte man auch 30-45 Minuten kürzen können. Er war zwar beeindruckend und die Musik war zwar sehr schön, aber er war zu sehr in die Länge gezogen.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Lieblingsfilm?</span></p>
<p>OH: Also was ich gerade sage, „So finster die Nacht“ ist ein großartiger Film, aber auch „Mysterious Skin“, da finde ich den Hauptdarsteller sehr gut. Und eben „Moon“, um mal was Neues zu nennen, der ist so in der Tradition „Blade Runner“. Wo beginnt Menschlichkeit und wo endet sie? Es ist schon fatal, wenn Dinge menschlicher werden als eigentlich Menschen.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Das stimmt, ich hatte bei „Moon“ immer Kubricks „2001 – Odyssee im Weltraum“ vor Augen. Solche Filme werden ja heutzutage eigentlich gar nicht mehr gemacht.</span></p>
<p>OH: Ja, weil sie einfach auch kommerzielle Mißerfolge waren. Die ziehen ja viel zu wenig Leute.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Sie sind nicht zeitnah.</span></p>
<p>OH: Ja, das ist leider so. Das zeigt Deppheit und was im Musikbereich Erfolg hat, ist halt auch so. Ich denke mal, der Erfolg von Unheilig kommt nicht von ungefähr. Das ist Musik, die auch eine breite Masse ansprechen kann. Das würde ich gar nicht machen können.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Gut, wir brauchen jetzt glaube ich nicht über den Grafen sprechen, das machen andere schon genug. Jeder so, wie er es möchte.</span></p>
<p>OH: Ja, das ist aber auch absolut wertfrei. Das könnte ich einfach vom Ansatz her gar nicht.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Zurück zu den Kurzfilmen, kommt bei dir nach „Debilitas“ und „Osferatu“ noch irgendwann etwas?</span></p>
<p>OH: Ja, beim „Nachtaktiv“-Magazin wird es eine DVD-Beilage geben, bei der eine Doku von Claudia Rindler über Vampire drauf ist, da werde ich nochmal in die Rolle von „Osferatu“ schlüpfen. Diese Dokumentation ist sehr amüsant und sehr spannend.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><img class="alignleft size-medium wp-image-9097" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/04/Fetisch-Mensch_46-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" />Ash: Gut, nun sind wir auch fast am Ende, aber wenn ich euch schon so lange höre, traue ich mich doch noch folgende letzte Frage zu stellen: In letzter Zeit ist leider immer mal wieder von Musikertrennungen zu hören und zu lesen. Gerade die Sache mit Wolfsheim bedauere ich sehr. Und auch ASP gaben jüngst die Trennung zwischen Asp und Matze bekannt. Was sind denn jetzt konkret die Hintergründe bei der sogenannten „Pause“ von den Erben? Es scheint ja nicht an dir zu liegen, denn du machst ja weiter. </span></p>
<p>OH: Es liegt einfach an Mindy. Mindy hat keine Lust mehr und ich kann´s auch gut verstehen. Mindy ist ja selbständig, sie hat eine Übersetzungsfirma. Bei ihr kamen wir immer einfach immer wieder in die Situation, daß sie an einem Tag, wo sie mit Goethes Erben geprobt oder ein Konzert gab, nur Geld verloren hat. Also mehr Geld verlor, als daß sie das Geld mit den Erben wieder refinanzieren könnte. Und da kamen wir eben irgendwann in die Bredouille, daß ein Erben-Konzert irgendwann zu viel gekostet hat und daß einfach nicht  mehr die Wertigkeit da war, die bereit war, die Leute dafür zu bezahlen, daß dazu geführt hätte, das so fortzuführen. Da hat eben Mindy irgendwann gesagt, daß sie keine Lust mehr habe. Es machte ihr halt keinen Spaß mehr, auf der Bühne zu stehen, aber 200 Euro draufzahlen zu müssen, nur damit sie jetzt ein Konzert geben konnte. Das möchte sie nicht mehr, obwohl immer viele Leute da waren. Und das muß man einfach respektieren, das ist einfach so. Irgendwann muß man einfach schauen wie man lebt oder wovon man lebt. Und sie hat halt ihre Firma führen müssen und da hat sie auch eine Verantwortung für ihre Mitarbeiter. Das ist halt eine Entwicklung, die sich halt einstellt.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Dennoch schade mitzuerleben, daß es durch solche Umstände vorbei sein muß, gerade wenn eine Band den Hörer über eine so lange Zeit quasi begleitet hat.</span></p>
<p>OH: Das heißt ja nicht, daß wir nicht nochmal mit Goethes Erben ein Konzert geben. Das heißt ja nicht, daß es endgültig zu Ende ist. Aber was sehr, sehr unwahrscheinlich ist, ist daß wir nochmal ein Album zusammen aufnehmen werden.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Ja, das wäre ja jetzt nochmal zu klären. Mindy Kumbalek und Oswald Henke – <span style="text-decoration: underline;">das</span> sind für mich Goethes Erben!</span></p>
<p>OH: Ja, <span style="text-decoration: underline;">das</span> sind auch Goethes Erben.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Aber wenn es Oswald noch gibt und Mindy höchstwahrscheinlich nicht mehr, dann kann es doch eigentlich nur noch ein HENKE-Album geben, aber kein Erben-Album mehr. Ist das richtig?</span></p>
<p>OH: So sehe ich das auch.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-8676" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/03/Henke-Seelenfütterung-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" />Ash: Dann möchte ich dir zum Schluß noch zu dem echt geilen Album „Seelenfütterung“ gratulieren. Ich mochte auch „Manchmal“ von fetisch: MENSCH, aber ich finde es gut, jetzt endlich auch mal wieder eine CD mit Booklet und allem drum und dran in den Händen halten zu können.</span></p>
<p>OH: Das freut mich, daß es gut ankommt. Ja, das „Seelenfütterung“- Booklet ist auch richtig toll! Aber jetzt kommt ja erstmal die Live-Geschichte und die entscheidet natürlich dann auch über die Zukunft. Mal sehen, ob da genug Leute kommen, man kann ja immer nur Schritt für Schritt planen. Und wenn keiner zu den Konzerten kommt und keiner die CD kauft, dann wird es auch keine weiteren Konzerte und Alben geben. Es ist halt alles immer eine Angebots-Nachfrage-Geschichte. Wenn die Leute halt nicht mehr bereit sind, auf Konzerte zu gehen oder einen Tonträger zu kaufen, dann müssen wir halt mit dem leben, was übrig bleibt.<em> (lacht)</em></p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Gut Oswald, die letzten Worte hat bei uns immer der Künstler. Was möchtest du unseren Lesern gerne sagen?</span></p>
<p>OH: Schaut doch auf der Tour vorbei oder laßt euch zumindest auf unsere Musik ein!</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Ash: Ich danke dir für die offenen und klaren Worte und wünsche dir noch einen schönen Abend.</span></p>
<p>OH: OK, bitte schön. Tschüß!</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-9089" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/04/Ash-trifft...-Oswald-Henke02-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></p>
<hr />
<h3>Podcast-Videoclips zu unseren drei Anspieltips zum Album &#8220;Seelenfütterung&#8221;</h3>
<p><object
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<p><object
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name="movie"
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</object></p>
<hr />
<h3>Tourdaten</h3>
<ul>
<li>15.04.11 | Bayreuth | Herzogkeller</li>
<li>16.04.11 | Zürich, CH | Dynamo [Support: Mono Inc.]</li>
<li>17.04.11 | München | Backstage</li>
<li>18.04.11 | Rüsselsheim | Rind</li>
<li>19.04.11 | Berlin | K17</li>
<li>21.04.11 | Bochum | Zwischenfall</li>
<li>23.04.11 | Magdeburg | Festung Mark</li>
<li>24.04.11 | Dresden | Strasse E (Reithalle)</li>
<li>25.04.11 | Jena | Rosenkeller</li>
<li>10.06-13.06.11 | Leipzig | Wave-Gotik Treffen <em>(Ort und Tag noch unklar)</em></li>
</ul>
<hr />
<h3>Links</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.oswald-henke.de" target="_blank" class="liexternal">http://www.oswald-henke.de</a></li>
<li><a href="http://www.myspace.com/oswaldhenke" target="_blank" class="liexternal">http://www.myspace.com/oswaldhenke</a></li>
<li><a href="http://www.facebook.com/henkeband" target="_blank" class="liexternal">http://www.facebook.com/henkeband</a></li>
<li><a href="http://www.fetisch-mensch.de" target="_blank" class="liexternal">http://www.fetisch-mensch.de/</a></li>
<li><a href="http://www.goetheserben.de" target="_blank" class="liexternal">http://www.goetheserben.de/</a></li>
</ul>
<hr />
<h3>Diskussion im Forum</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.madgoth.de/forum/interviews/6449-oswald-henke-interview-zum-album-release-von-henke.html" class="liinternal">http://www.madgoth.de/forum/interviews/6449-oswald-henke-interview-zum-album-release-von-henke.html</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>ELANE &#8211; Interview zum Release von &#8220;Arcane&#8221;</title>
		<link>http://www.madgoth.de/8381/specials/interviews/elane-interview-zum-release-von-arcane</link>
		<comments>http://www.madgoth.de/8381/specials/interviews/elane-interview-zum-release-von-arcane#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Feb 2011 19:01:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JermaineBelgardio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Elane]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Arcane]]></category>
		<category><![CDATA[Kai Meyer]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor ein paar Tagen schon durften wir Euch an dieser Stelle das kommende, rundherum magische Album &#8220;Arcane&#8221; aus dem Hause ELANE vorstellen. Wie sich inzwischen sicherlich bis in den letzten Winkel der Musikwelt herumgesprochen haben dürfte, lieferte Bestsellerautor Kai Meyer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignleft size-medium wp-image-8238" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Elane" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/01/elane-300x126.jpg" alt="" width="300" height="126" />Vor ein paar Tagen schon durften wir Euch an dieser Stelle das kommende, rundherum magische Album &#8220;Arcane&#8221; aus dem Hause ELANE vorstellen. Wie sich inzwischen sicherlich bis in den letzten Winkel der Musikwelt herumgesprochen haben dürfte, lieferte Bestsellerautor Kai Meyer die Inspiration für das am 18. Februar erscheinende Werk. Spätestens hier mussten wir einfach hellhörig werden, schließlich besteht ein Teil unserer Truppe aus ehemaligen Buchhändlern. Zudem: ein so schickes Album mit diesem Hintergrund wirft einfach ein paar Fragen auf &#8211; die wir kurzerhand den Sauerländern zukommen ließen. Was sie uns zu &#8220;Arcane&#8221;, der Inspirationsquelle Meyer und ähnlichem zu erzählen hatten, könnt Ihr nun hier nachlesen. Viel Spaß!</strong></p>
<hr /><span style="color: #ffcc00;"><strong>Nun gibt es ja leider mit Sicherheit noch eine Menge Leute da draußen, die Euch noch nicht kennen. Daher ist wohl eine kurze Vorstellungsrunde zunächst angebracht. Also: wer seid Ihr, was macht Ihr und wie kann sich ein Unbedarfter Eure Musik vorstellen? :)</strong></span></p>
<p>Joran: Hallo Roman! Ich bin Hauptsängerin, spiele Whistles  und übernehme jegliche Gestaltung.</p>
<p>Nico: Mein Name ist Nico, ich kümmere mich im Wesentlichen um die Keyboards, die Programmierung und die Produktion.</p>
<p>Skaldir: Ich bin hauptsächlich für Gitarren und Percussion und außerdem für das Drapieren der Klänge zuständig.<br />
<strong><br />
<span style="color: #ffcc00;">&#8220;Arcane&#8221; wirkt unheimlich vielfältig instrumentiert. Habt Ihr die Instrumente alle selbst eingespielt? Überhaupt: wie ist Euer musikalischer Hintergrund? Ausbildung, Selbststudium usw.?</span></strong></p>
<p>Skaldir: Wir spielen schon alles selbst ein, benutzen aber für exotische Instrumente auch elektronische Hilfsmittel. Ich persönlich hatte eine musikalische Ausbildung am Klavier und neuerdings auch im Gesang. Die Gitarre, mein Hauptinstrument bei Elane, allerdings habe ich mir selber beigebracht. So kann&#8217;s kommen :)</p>
<p>Nico: Ich bin Autodidakt, was Musik angeht. Als Kind habe ich immer versucht, Melodien aus dem Radio auf der Heimorgel nachzuspielen. Böse Menschen behaupten, dabei wäre es auch geblieben. ;)</p>
<p>Joran: Das meiste habe ich mir autodidaktisch beigebracht. Wenn ich irgendwas<br />
Unbedingt lernen möchte, klappt das meistens auch ;).</p>
<p><span style="color: #ffcc00;"><strong>Abschließende Frage dieser Vorstellungsrunde: Wenn Ihr nicht gerade märchenhafte Klangwelten erschafft &#8211; womit bringt Ihr sonst den Tag rum?</strong></span></p>
<p>Nico: Mit vielen Zahlen, Zahlen, Zahlen.</p>
<p>Skaldir: Haha. Bei mir dreht sich im Moment alles um Messungen und viel Schreiben.</p>
<p>Joran: Ich mache schon viel Spirituelles, Selbstfindung und Fengshui im Moment. Kreativität fehlt auch nie. So versuche ich ein ausgewogen-erfülltes Leben zu genießen.</p>
<p><span style="color: #ffcc00;"><strong>Kommen wir zu Eurem neuen Album: Im Pressetext zu &#8220;Arcane&#8221; heisst es ja, dass Ihr Kai Meyer auf einem Konzert 2006 kennengelernt habt und sich daraus eine Freundschaft entwickelt hat. Könnt Ihr uns noch etwas mehr darüber erzählen? Wie war das damals? :)</strong></span></p>
<p>Nico: Wir haben auf einem Festival gespielt. Das waren die Fantasy Days auf der Burg Satzvey. Mitten in einem Song erkannte ich ein bekanntes Gesicht im Publikum, war mir aber nicht ganz sicher, ob es wirklich Kai Meyer war. Ich kannte sein Gesicht aus den Romanumschlägen. Was machen? Meine Neugier siegte dann, und ich fragte in einer Liedpause über das Mikro: „Entschuldigen Sie, sind Sie Kai Meyer?“ Kai schmunzelte und nickte. So war das.</p>
<p>Skaldir: Da zeigten sich in meinen Augen wieder Nicos Parallelen mit Justus Jonas von den Drei Detektiven! Aber wir sind sehr froh, dass er gefragt hat. Neugierde kann scheinbar sehr nützlich sein.</p>
<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-8386" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Kai Meyer" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/02/meyer-20kb.jpg" alt="" width="200" height="290" /><span style="color: #ffcc00;">Kai Meyer als Inspirationsquelle für Musik. Klingt zunächst spannend, aber dennoch: Auch ein gewisser Tolkien wird oft genug als Inspirationsquelle gedient haben. ;) Daher: Wie sah die &#8220;Beeinflussung&#8221; durch die Werke Meyers tatsächlich aus? Wie dürfen wir uns das vorstellen?</span></strong></p>
<p>Joran: Ich habe versucht mich möglichst intensiv in die Geschichten hinein zu versetzen und so die Atmosphäre umzusetzen. Gleichzeitig habe ich versucht, die Texte trotzdem so offen zu halten, dass ohne direkten Bezug eine verständliche Aussage haben.</p>
<p>Skaldir: Man sucht sich natürlich automatisch die Geschichten &#8216;raus, dessen &#8220;Schauplatz&#8221; irgendwie in die eigenen Vorlieben passt. Es war aber auch mal interessant durch die Büchervorlagen neue Dinge auszuprobieren, die man sonst so vielleicht nicht gemacht hätte. Wenn etwas im Orient spielt, bieten sich orientalische Klänge natürlich an. Bisher sind wir in dieser Richtung nicht so stark unterwegs gewesen.</p>
<p>Nico: Kai ist enorm vielseitig. Er schreibt historische Romane für Erwachsene, Jugendreihen, All-Age-Geschichten. Er schreibt Geschichten aus dem alten China, über die Nibelungen, über die Brüder Grimm, über 1.001 Nacht, über dunkle Magie im Berlin der Stummfilmzeit, über Dr. Faustus, über die Geheimnisse der Alchemie, über den Golem und die Baba Jaga, über den Loreley-Mythos, über Unerklärliche Geschehnisse im Namibia zur deutschen Kolonialzeit, über das dunkle Geheimnis des Kupferstechers Piranesi und seine „Carceri“, über die Machenschaften sizilianischer Mafia-Clans, hinter deren Kulissen jedoch noch viel Unfassbareres geschieht. Kai macht jedes Thema zu seinem eigenen, füllt seine Charaktere äußerst authentisch mit Leben aus, man fühlt sich mit ihnen befreundet. Jedes einzelne Buch hätte eigentlich ein eigenes Album verdient.</p>
<p><span style="color: #ffcc00;"><strong>Außer durch fantastische Bücherwelten &#8211; woher bezieht Ihr noch Eure Inspiration?</strong></span></p>
<p>Skaldir: Diese Frage wird man öfters gefragt, und ich befürchte, ich antworte immer was anderes darauf ;) Aber im Prinzip würde ich sagen, man bezieht die Inspiration aus dem Leben.</p>
<p>Joran: Gefühle, Natur, Filme, Musik, Bücher!</p>
<p>Nico: Ich mag die herrliche Landschaft bei uns im schönen Sauerland. Hier kann man übrigens auch schön Ferien machen, wenn man mal abschalten möchte!</p>
<p><span style="color: #ffcc00;"><strong>Abgesehen von seinem Job als Muse &#8211; war Herr Meyer noch in anderer Form an der Entstehung von &#8220;Arcane&#8221; beteiligt? Habt Ihr während der Produktion zusammen gehockt und überlegt, dies und jenes könnte man so und so machen? Oder habt Ihr das Teil quasi alleine durchgezogen und auch Kai bekommt das Album erst zusammen mit allen anderen zu hören?</strong></span></p>
<p>Nico: Wir waren uns von Anfang an einig, dass Arcane eine Zusammenarbeit zwischen Kai Meyer und ELANE wird. Zwar sagte Kai immer: „Das sind Eure Songs, die Entscheidungen liegen bei Euch.“ Aber wir haben Kai oft um Rat gebeten, und er hat uns sehr wertvolle Tipps gegeben. Kai war schon in sehr frühen Kompositions- und Produktionsstufen eingebunden. Dasselbe bei den Texten.</p>
<p><span style="color: #ffcc00;"><strong>Im Booklet kann man nachlesen, welches Werk von Kai Meyer Euch die inspirierende Grundlage für welchen Song geliefert hat. Könnt Ihr noch erklären, wieso es ausgerechnet diese Bücher waren und was Euch daran so fasziniert hat?</strong></span></p>
<p>Joran: Die „Loreley“ und die „Sturmkönige“ standen bei mir im Vordergrund. Ich versetze mich eben sehr stark in eine beschriebene Stimmung und lasse mich von ihr tragen. Es ist nicht eins zu eins nacherzählt, und so kann man Arcane auch genießen, wenn man die Bücher nicht gelesen hat.</p>
<p>Nico: „Das Zweite Gesicht“ ist die Grundlage für die beiden Stücke „Masken“ und „Goddess of the Night“. Es ist die Geschichte von Chiara Mondschein, einer jungen Frau, die in das Berlin der 1920er Jahre reist um ihrer verstorbenen Schwester Jula die letzte Ehre zu erweisen. Jula war eine Berühmtheit. Der erfolgreiche Regisseur Felix Masken hat sie zu dem Stummfilmstar der Zwanziger gemacht. Nun ist Jula tot, und Maskens Interesse an Chiara wächst. Die beiden Lieder versuchen die dunkle, geisterhafte Atmosphäre des Buches einzufangen und die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven zu erzählen.<br />
Der Song „Magdalena“ spielt im Jahr 1210 und handelt von dem Mädchen Saga. Saga soll in der Rolle der „Magdalena“ einen Jungfrauen-Kreuzzug anführen. Der Lügengeist, ihre besondere Begabung, macht sie zur „Herrin der Lüge“. So heißt auch der gleichnamige Roman.</p>
<p><span style="color: #ffcc00;"><strong>Spannend wäre ja auch mal der umgekehrte Weg: ein Buch, inspiriert durch die Musik Elanes. Gibt es Pläne, die (geschäftliche) Beziehung zwischen Euch und Herrn Meyer noch zu vertiefen?</strong></span></p>
<p>Nico: Ich reiche Deinen Vorschlag gleich mal weiter an Kai… ha ha! Nein, es ist nichts in dieser Richtung geplant. Allerdings haben schon ELANE-Hörer Geschichten geschrieben zu unseren Stücken. Ich erinnere mich an eine Geschichte zum Song „Crystal Clear Water“, die ich vor etwa zwei Jahren gelesen habe. Hat mich sehr gefreut, dass unsere Musik einen so kreativen Prozess antreiben kann!</p>
<p>Joran: Die Idee kam mir auch schon. Das wäre mal eine Idee, zumal so schon eine  Kurzgeschichte entstanden ist. Einen Plan für die Zukunft gibt es schon, denn wir werden direkt am Anschluss der Arcane-Arbeiten an einem neuen „Kai Meyer“-Album arbeiten. Einfach, weil wir so viele Ideen haben!</p>
<p><span style="color: #ffcc00;"><strong>In dem Zusammenhang: ein so schickes Album wie &#8220;Arcane&#8221; schreit förmlich nach einer Live-Vorstellung. Aufgrund des besonderen Hintergrunds des Albums könnte ich mir eine Kombination aus Lesung von Kai und Eurer Musik gut vorstellen. Gibt es schon konkrete Live-Pläne? Wenn ja, wie sehen die aus?</strong></span></p>
<p>Nico: Das könnte ich mir auch sehr gut vorstellen. Konkretes gibt es aber noch nicht. Wir wollten uns erst einmal voll auf das Album konzentrieren, und im Nachgang kommt nun das Live-Konzept.</p>
<p><span style="color: #ffcc00;"><strong>Zurück zum Hörerlebnis in den eigenen vier Wänden: Die Songs auf &#8220;Arcane&#8221; wirken durch die Bank weg sehr aufwendig, so als sei dort hektoliterweise Herzblut geflossen. Mal unter uns: Wie lange habt Ihr ungefähr an den Songs immer geschraubt, bis Ihr den Punkt erreicht habt: nu is&#8217; gut?</strong></span></p>
<p>Nico: Diese Entscheidung trifft die Deadline. Es gibt immer wieder und wieder Kleinigkeiten zum Schrauben. Bis zur letzten Minute. Skaldir kann ein Lied davon singen, nicht wahr? ;-)</p>
<p>Skaldir: Oh ja&#8230;.. Ich bin mir sicher, hätte es die drei Deadlines nicht gegeben, würden wir heute immer noch munter an den Songs feilen. Man muss irgendwann einfach mal einen Schluss definieren, weil man sich sonst verrennen kann. Irgendwann ist man an einem Punkt, an dem man Dinge ändert, die für den Hörer garantiert das Lied nicht besser oder schlechter machen. Ich glaube, unser persönliches Unwort des Jahres 2010 war &#8220;Verschlimmbessern&#8221;.</p>
<p>Joran: Auch allein den Songentwurf zu „finden“ war mit sehr viel Ausdauer verbunden. Es dauert manchmal ewig, bis man die perfekten Harmonien für eine (hier schon vorgeschriebenen) Stimmung gefunden hat.</p>
<p><span style="color: #ffcc00;"><strong>Gibt es aus der Entstehungszeit des Albums Anekdoten oder Geschichten, die es wert sind, erzählt zu werden? :)</strong></span></p>
<p>Skaldir: Nein ;)</p>
<p>Joran: Bei Elane gibt es nie Geschichten. ;-) Alles verläuft meist nach Plan. :)</p>
<p>Nico: Halt, mir fällt doch noch etwas ein! Ursprünglich war ein 16. Stück für Arcane geplant. Aber unsere Freunde und Testhörer haben uns bestätigt, dass es stilistisch und atmosphärisch so stark aus dem Rahmen fällt, dass wir uns entschieden haben, es nicht mit auf das Album zu nehmen. Es war kein schlechtes Lied, aber es hätte eine „Unwucht“ auf Arcane verursacht. Also haben wir uns schweren Herzens davon getrennt.</p>
<p><span style="color: #ffcc00;"><strong>Welchen Anspruch hattet Ihr selbst an Euch und &#8220;Arcane&#8221;? Was wollt(et) Ihr erreichen, was schaffen?</strong></span></p>
<p>Joran: Grundsätzlich möchte ich das Niveau der bestehenden Alben immer noch toppen. Bei Kai war es jetzt so, dass wir das Bestmöglichste erschaffen wollten.</p>
<p>Nico: Bei einer im künstlerischen Sinne so wertvollen Kooperation liegt die persönliche Messlatte – und natürlich auch die der Kritiker und Hörer – enorm hoch. Wir wollten einfach ein Konzeptalbum machen, das sowohl den Kai Meyer-Lesern als auch den ELANE-Hörern gut gefällt und die Ansprüche beider erfüllt.</p>
<p>Skaldir: Für mich war die Herausforderung sich im positiven Sinne einzuengen, weil man ja einen Roman als Vorlage hatte. Was man sich dann beim Lesen als Musik vorstellt umzusetzen war die eigentliche Kunst.</p>
<p><span style="color: #ffcc00;"><strong>Die letzten Worte in einem Interview gehören immer unseren Interviewpartnern. Möchtet Ihr der Welt und unseren Lesern noch etwas mitteilen? :) Wir bedanken uns derweile für Eure Zeit und Eure Antworten und wünschen Euch für &#8220;Arcane&#8221; viel Erfolg!</strong></span></p>
<p>Nico: Vielen Dank, Roman, für das Interview! Euer Review war übrigens das erste, das wir über Arcane gelesen haben. Ich kann nur auf Kai Meyers tolle Bücher hinweisen. Die neue Arkadien-Reihe ist wieder einmal richtig gut, aber es lohnen sich auch die älteren Meyer-Romane. Meine persönlichen Favoriten: „Das Zweite Gesicht“, „Das Haus des Daedalus“ („Die Vatikan-Verschwörung“), „Die Alchimistin“ oder die „Arkadien“-Reihe. Viel Spaß und vielen Dank an Euch!</p>
<p>Skaldir: Ich wollte mich auch für euer tolles Review bedanken.</p>
<p>Joran: Ja, herzlichen Dank. Es ist schön, wenn man auf Menschen mit so gutem Geschmack trifft. ;-)</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-medium wp-image-8387 aligncenter" title="Elane" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2011/02/Arcane_Joran-17kb-300x152.jpg" alt="" width="300" height="152" /></p>
<hr />
<h3>Links</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.elane-music.com" target="_blank" class="liexternal">www.elane-music.com</a></li>
<li><a href="http://www.myspace.com/elanemusic" target="_blank" class="liexternal">www.myspace.com/elanemusic</a></li>
<li><a href="http://twitter.com/elaneglenvore" target="_blank" class="liexternal">twitter.com/elaneglenvore</a></li>
</ul>
<hr />
<h3>Diskussion im Forum:</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.madgoth.de/forum/interviews/6357-elane-interview-zum.html" target="_blank" class="liinternal">http://www.madgoth.de/forum/interviews/6357-elane-interview-zum.html</a></li>
</ul>
<hr />
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		</item>
		<item>
		<title>M´ERA LUNA 2010 &#8211; Der Bericht</title>
		<link>http://www.madgoth.de/7729/reviews/mera-luna-2010-der-bericht</link>
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		<pubDate>Thu, 23 Dec 2010 16:18:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ash</dc:creator>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
		<category><![CDATA[M'era Luna]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Specials]]></category>
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		<category><![CDATA[Feindflug]]></category>
		<category><![CDATA[Hildesheim]]></category>
		<category><![CDATA[M´Era Luna Festival]]></category>
		<category><![CDATA[The Sisters of Mercy]]></category>
		<category><![CDATA[Unheilig]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie jedes Jahr lockt im August der Flugplatz Hildesheim-Drispenstedt mit dem M´Era Luna Festival, zu dem jährlich über 20.000 Besucher aus aller Herren Länder den Weg nach Niedersachsen finden. 2010 präsentierte das M´Era Luna als Hauptacts die weltweit erfolgreichen Britpopper [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-7753" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="M´Era Luna 2010" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/M´Era_Luna_2010.jpg" alt="" width="212" height="300" />Wie jedes Jahr lockt im August der Flugplatz Hildesheim-Drispenstedt mit dem M´Era Luna Festival, zu dem jährlich über 20.000 Besucher aus aller Herren Länder den Weg nach Niedersachsen finden. 2010 präsentierte das M´Era Luna als Hauptacts die weltweit erfolgreichen Britpopper von Placebo, die Gothic-Urgesteine Sisters of Mercy, die Chartstürmer von Unheilig und den sympathischen Schweden Andy LaPlegua, der mit seinem Krachprojekt Combichrist den Hangar erschütterte. Und natürlich war auch wieder das Mad-Goth Camp mit von der Partie und fand seinen Platz traditionell irgendwo hinter den Toiletten- und Duschkabinenwagen auf dem Platz C4 wieder. Angereist wurde pünktlich gegen 14:30 Uhr, sodaß sich die User alle nach und nach in der bereits schon sehr ansehlichen Warteschlange vor den Toren zum Glück einfanden.</strong>   </p>
<hr />  </p>
<h2><span style="color: #ff0000;">FREITAG, 06.08.2010 </span></h2>
<h2><span style="color: #ff0000;"> </span>  </h2>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-7757" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Schlange02.jpg" alt="" width="400" height="300" />Nach der üblichen Bändchen-Zeremonie und dem „Habt-ihr-böse-Glasflaschen-dabei?“-Check war Eile geboten, da schon etliche Pavillons und Zelte fertig aufgestellt waren. Wir konnten uns jedoch mit einer weiteren Gruppe einig werden und stellten die Pavillons zusammen, sodaß wir ein gemeinsames Camp hatten.<br />
Nach absolvierter A-Byte machten wir uns dann mit Bollerwagen auf den Weg zum Getränkestand, wo es auch in diesem Jahr wieder gekühltes Beck´s Bier für einen Taler plus Pfand gab. Schön, daß diese Erneuerung von 2009 beibehalten wurde, wie wir es ja auch ins unserem letztjährigen Bericht geschreibselt haben.<img class="alignleft size-full wp-image-7849" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/im-Mittelalterdorf28.jpg" alt="" width="225" height="300" /><br />
Nach einem Teller Nudeln vom Chinamann und den ersten Dosen Bier machten wir uns auf den Weg zum mittelalterlichen Bereich, der offensichtlich im Vergleich zu den beiden Vorjahren deutlich gewachsen ist. Neben Ständen mit Kettenhemden und – sehr stilvoll – Damenunterwäsche aus gleichem Material – gab es auch Stände mit leckeren Gewürzen, Masken und Laternen oder einen Bereich, wo Wasserpfeifen konsumiert werden konnten. <img class="alignright size-full wp-image-7760" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Guybrushs_Fotos_Fr_05.jpg" alt="" width="255" height="340" />Guybrush hat sich das Angebot natürlich nicht entgehen lassen und probierte prompt aus, wie sich so´n olles Kettenhemd wohl anfühlen würde. Joa, steht ihm und wie man sieht, fühlte er sich sichtlich wohl. Ein Ritter aus Leidenschaft sozusagen. Und was ist das Wichtigste an diesem Ambiente? Riichtiiich, genau: das Metchen. Also haben wir das leckere Getränk auf seine Tauglichkeit getestet und für gut befunden. Sogar einen Galgen hat man aufgebaut, der jedoch lediglich zum Angucken gedacht war. Für Leech wurde jedoch eine Ausnahme gemacht und die Fotogenehmigung erteilt &#8211; so ist das halt mit den Prominenten.<br />
Guybrush und Markus haben sich anschließend gegenseitig mit Sandsäcken duelliert. Wie heißt es so schön? Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.  Und so mußten beide insgesamt drei Runden überstehen. Ziel war es, den Gegner mit dem eigenen Sandsack von dem dünnen Holzbalken auf den Boden zu befördern. Die Füße sind dabei während des Kampfes in der Luft. Sowie der Gegner den Boden berührt, gilt der Kampf als als gewonnen. Die entscheidene Runde mußten die Kontrahenten dann sogar mit verbundenen Augen absolvieren, was sehr zur Erheiterung des Volkes beitrug.</p>
<p><img class="size-full wp-image-7762 alignleft" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/im-Mittelalterdorf05.jpg" alt="" width="225" height="300" /><img class="aligncenter size-full wp-image-7759" title="Battle Royale05" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Battle-Royale05.jpg" alt="" width="225" height="300" /> <img class="aligncenter size-full wp-image-7765" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Battle-Royale06.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-7758" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/im-Mittelalterdorf14.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<p>Anschließend sind wir noch etwas über das Gelände geschlichen, haben einige erste witzige Fotos geschossen, wie z.B. eine am Galgen hingende Barbiepuppe oder ein Andenken an die vergangene Love Parade&#8230; Immer wieder nett anzusehen, was sich so mancher Festivalgast alles so einfallen läßt, um für Aufsehen zu sorgen.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-7768" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Skelekor.jpg" alt="" width="225" height="300" /><img class="aligncenter size-full wp-image-7767" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Klling-Barbie01.jpg" alt="" width="225" height="300" /></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-7846" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Rotgestalt02.jpg" alt="" width="225" height="300" />Den Freitagabend verbrachten wir also wie die meisten Jahre gemeinsam am Camp, machten uns mit den neuen Nachbarn bekannt (zu denen u.a. die Rotgestalt links gehört) und hörten die ganze Nacht ein- und dieselbe CD, da wir leider den falschen Player zu den falschen Batterien dabei hatten – oder umgekehrt. Ein Umstand, der leider für den Rest des Festivals Bestand hatte, so daß wir gefühlte 100.000 Mal „Walk with the Shadow“ von Predators CD hören mußten, daß sich auch noch in zwei Versionen auf dem Sampler befand. Puh! Nunja, wir haben es überlebt. Zwischendurch haben wir immer mal wieder von bekannten Männlein und Weiblein Besuch am Camp bekommen und auch MG User Tagraum stellte sich mal persönlich vor. Irgendwann war es jedoch genug und wir krochen in unsere Höhlen, um am nächsten Morgen gestärkt das M´Era Luna angehen zu können.   </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-7770" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Chicas-guapas02.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<hr />  </p>
<h2><span style="color: #ff0000;">SAMSTAG, 07.08.2010 </span></h2>
<h2><span style="color: #ff0000;"> </span> </h2>
<h3><span style="color: #ff0000;">UNZUCHT – Main Stage 11:00-11:20 Uhr</span></h3>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-7771" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Guybrushs_Fotos_Unzucht01.jpg" alt="" width="400" height="300" />Pünktlich um 11:00 Uhr war es dann soweit. Auf der Main Stage eröffneten &#8220;Unzucht&#8221; das M´Era Luna 2010. Angelockt von Neugier und sonnenstrahlendem Wetter fanden zahlreiche Gothics den Weg zu den Newcomern. Und der Besuch hatte sich gelohnt. In gerade einmal zwanzig Minuten bewies die Band, immer kraftvoll, mal gefühlvoll, eine große Bandbreite innerhalb des deutschsprachigen Gothicrocks.<br />
Gitarrenlastig, geschickt mit elektronischen Tupfern versehen, an Staubkind und Oomph! erinnernd und doch völlig eigenständig, lud die Musik zum Mitgehen ein und die Einladung wurde vom Publikum dankend angenommen. Ein frischer und sympatischer Auftritt, immer dankbar, aber nie unsouverän, rundete den ohnehin schon positiven Gesamteindruck ab. Unzucht ist bei dem Publikum angekommen &#8211; und das Publikum auf dem M´Era Luna 2010.<br />
Mögen die Spiele beginnen&#8230;   </p>
<p><strong>Setlist UNZUCHT:<br />
</strong>01. Allein<br />
02. Meine Liebe<br />
03. Schwarzes Blut<br />
04. Todsünde 8<br />
05. Engel der Vernichtung   </p>
<hr /> </p>
<p>Nach diesem Festival Warm-up war es dann erst einmal an der Zeit, etwas Eßbares zu sich zu nehmen, bevor der Konzertnachmittag so richtig ins Rollen kommen sollte. Auf dem Gelände gab es wieder jede Menge Stände mit Bratwurst, Steak, Nudeln, Pizza, Eis – ja sogar ein Brezelstand wartete auf die hungrige Meute.   </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-7773" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Brezeltante.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<p>Und wo wir schonmal unterwegs waren, schlenderten wir auch gleich noch über die Einkaufsmeile entlang, wo es <img class="alignright size-full wp-image-7841" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Bamboleo02.jpg" alt="" width="400" height="300" />wieder dutzende Stände mit CDs, Kleidern, Merchandise, Getränken oder Sonnenbrillen gab. Der obligatorische Festival-Sampler wurde sich gekauft und das 3-Hefte-Abo vom Sonic Seducer mit Gratis-CD ebenfalls abgeschlossen. Irgendwie hat ja das M´Era mittlerweile seine gewissen &#8220;Leitlinien&#8221;, einen gewissen roten Faden, der Jahr für Jahr eingehalten wird. Und so war es auch 2010 nicht anders, sodaß wir nun alle stolze Besitzer neuer und Stoffbeutel vom Sonic Seducer Stand sind (in Fachkreisen &#8220;Jutesäcksche&#8221;), die generell ja sehr beliebt sind.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-7844" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Rapante-Rapante.jpg" alt="" width="225" height="300" /><img class="aligncenter size-full wp-image-7843" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Angel-of-Death.jpg" alt="" width="225" height="300" /></p>
<hr />
<h3><span style="color: #ff0000;"> </span></h3>
<h3><span style="color: #ff0000;">RABENSCHREY – Main Stage 12:35-13:15 Uhr</span></h3>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-7774" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Rabenschrey02.jpg" alt="" width="400" height="300" />Losgehen sollte der Konzernmarathon für uns dann am Nachmittag mit den Mittelalterrockern von Rabenschrey, die in ihren insgesamt 40 Minuten Spielzeit ordentlich einheizten und mit Hits wie „Tanze dir“ oder „Walhalla“ die Menge ordentlich im Griff hatten. Und Rabenschrey hatten genau auf dem Zettel, wie man Hildesheim im Nu im Partystimmung bringen kann. Das lautstark vom Publikum geforderte „Hey wir sind Heiden“ wurde erhöhrt und Band und Zuschauer intonierten gemeinsam den witzigen, von der Pipi Langstrumpf-Melodie inspirierten Song. Im Gegenzug dazu durfte das Publikum zeigen, was ein echtes Schaf ist. Sänger Donar von Rabenschrey forderte die Menge auf, beim „Templerschaf“ den „Mäh!“-Sample zu ersetzen. Dieser Bitte kamen die Fans natürlich nach, sodaß ein reger Austausch zwischen Band und Zuschauer stattfand, was für die Atmosphäre eines Konzertes niemals schlecht sein kann. Böse Zungen mögen die genannten nicht ganz so ernstzunehmenden Songs als albern bezeichnen, wir nennen es Gude Laune und hatten bei einem kühlen Met unseren Spaß.<img class="alignright size-full wp-image-7777" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Rabenschrey05" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Rabenschrey05.jpg" alt="" width="400" height="300" /><br />
Festzuhalten ist, daß Frontmann Donar live nicht ganz so arg lispelt wie auf CD, wo dieser Umstand manchmal doch recht störend wirkt. Umso erfreulicher war der Eindruck, daß wir für unseren eigentlichen Festival-Opener mit Rabenschrey anscheinend auf das richtige Pferd gesetzt haben.   </p>
<p><strong>Setlist RABENSCHREY<br />
</strong>01. Leb deinen Traum<br />
02. Dreckstück<br />
03. Tanze dir<br />
04. Walhalla<br />
05. Brennen<br />
06. Der Raben Schrey<br />
07. Das Templerschaf<br />
08. Heiden tanzen<br />
09. Hey wir sind Heiden   </p>
<hr />  </p>
<h3><span style="color: #ff0000;">ILLUMINATE – Hangar 14:20-15:00 Uhr</span></h3>
<p>Selten zu Gast in Hildesheim sind sie, Johannes Berthold und die Damen und Herren der Dark Romantiker Illuminate. <img class="alignright size-full wp-image-7780" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Illuminate02.jpg" alt="" width="225" height="300" />Zuletzt auf Platte mit der zweifelhaften Instrumental-Compilation der Intros, Outros und Zwischenparts sämtlicher Illuminate-Alben „Ohne Worte“ in Erscheinung getreten, die gänzlich auf neue Songs verzichtete, bekam der Illuminate-Liebhaber wenigstens live ein lecker Kessel Buntes serviert.Aufgetischt wurde ein Potpourree, das aus rockigen Stücken („Es brennt die Welt“, „Splitter“) gleichermaßen bestand wie aus klassischen Titeln à la „Bittersüßes Gift“ oder „Der Stern der Ungeborenen“. Diese Abwechslung im Set war sehr erfrischend, der Sound war für den Hangar ordentlich abgemischt, Frontmann Johannes am Mikro und der Gitarre sehr gut drauf und das Publikum nach ca. 40 Minuten ob des Finales mit „Dunkellicht“ äußerst dankbar für diese kurzweilige Show.<br />
Summa sumarum also ein gutes Konzert, das viel zu schnell zu Ende war, da sich unter den insgesamt 13 Studioalben einfach zu viele gute Songs befinden, um alle Hits in ein Festival-Set unterzubringen. Bleibt zu hoffen, daß die Badener sich nicht wieder so lange Zeit lassen, bis sie wieder auf dem M´Era Luna auftreten werden.   </p>
<hr />  </p>
<h3><span style="color: #ff0000;">FAITH AND THE MUSE – Hangar 15:25-16:05 Uhr</span>   </h3>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-7782" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Faith-and-the-Muse13.jpg" alt="" width="400" height="300" />Bereits auf dem diesjährigen WGT haben wir über diese Gruppe geschwärmt. Mit ihrem sechsten Studioalbum „:ankoku butoh“ aus 2009 überraschten William Faith und Monica Richards mit orientalischen Klängen und Taiko-Trommeln nicht nur auf CD, sondern auch mit bildgewaltiger Bühnenshow , die zur Hälfte Tanztheater, zur Hälfte Konzert ist. Bei den ersten Stücken des M´Era Gigs handelt es sich also um neue Stücke aus eben dieser Taiko-Ära. Der Hangar erlebte zu Beginn eine aufregende Percussion-Performance auf der Bühne, daß man fast meinen könnte, Feindflugs Trommler seien einen Tag früher zur Arbeit gegangen. Der adrett gekleidete William Faith lieferte sich ein Trommel Battle mit den im Hintergrund postierten Live-Musikern ab, daß es eine wahre Freude war. Insgesamt agierten sieben Musiker auf der Bühne, neben den Trommeln waren die Instrumente Cello und Geige zu vernehmen.<br />
Nach dem anfänglichen Percussion-Straftanz folgte älteres Songmaterial, die Musik wurde rockiger und das Publikum reagierte entsprechend darauf. Kein Zweifel, den guten Eindruck aus Leipzig konnten die Briten auch mit nach Hildesheim nehmen. Gespannt darf man sein, wie es mit neuem Songmaterial aussehen wird. Die Entwicklung der Band Faith and the Muse werden wir jedenfalls im Auge behalten. Über diesen Act werden ihr sicherlich hier in Zukunft noch einiges zu lesen bekommen. Solltet ihr die Gelegenheit haben, diese Kapelle mal besuchen zu können, solltet ihr euch diese nicht entgehen lassen.     </p>
<p><strong>Setlist FAITH AND THE MUSE<br />
</strong>01. Harai<br />
02. Bushido<br />
03. Battle Hymn<br />
04. Cantus<br />
05. Blessed<br />
06. Scars Flown Proud<br />
07. The Trauma Coil     </p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-7784" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Faith-and-the-Muse03.jpg" alt="" width="225" height="300" /><img class="aligncenter size-full wp-image-7783" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Faith-and-the-Muse09.jpg" alt="" width="225" height="300" /></p>
<hr />  </p>
<h3><span style="color: #ff0000;">SAMSAS TRAUM – Main Stage 15:50-16:30 Uhr</span>   <img class="alignright size-full wp-image-7785" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Samsas-Traum07.jpg" alt="" width="400" height="300" /></h3>
<p>Leider konnten wir nicht den gesamten Auftritt von Faith and the Muse verfolgen, da – und das kennt nun wirklich jeder, der schon einmal auf dem M´Era Luna war – die Überschneidungen es teilweise einfach nicht zulassen, einen Auftritt gänzlich zu Ende zu schauen. Noch vor einem Jahr hätte das wohl in diesem Falle niemanden interessiert, da sich Herr Alexander Kaschte von Samsas Traum ja auch nicht für die Belange seiner Fans interessiert, <img class="alignleft size-full wp-image-7787" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Samsas-Traum06.jpg" alt="" width="225" height="300" />sondern stets das macht, wozu nur er allein gerade Bock hat, ohne Rücksicht auf Verluste. Das kostete ihn nicht nur Zuschauer vor der Bühne (nur die härtesten Samsas Traum-Fans wollten sich dem schwarzmetall-Geschrädder freiweillig hingeben), auch in der Presse hagelte es heftige Kritik.<br />
Die Überraschung und die Freude war beim Wave-Gotik-Treffen umso größer, daß Kaschte anscheinend zu alter Form und Stärke zurückgefunden hat und endlich wieder auch ältere Stücke live spielte. Und da das Ganze in Leipzig offenbar so gut funktionierte, wurde dieses Prinzip auf der großen Bühne des M´Era Lunas prompt wiederholt. Neben neueren Titeln wie „Heiliges Herz“ (leider nicht im Duett gesungen) gab es also auch „Die Zärtlichkeit der Verdammten“, „Ein Foetus wie du“ oder den Clubhit „Endstation.Eden“ auf die Ohren, was Hildesheim mit Begeisterung zurückzahlte.<img class="alignright size-full wp-image-7789" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Samsas-Traum05.jpg" alt="" width="225" height="300" /><br />
Tja und wenn sich der Kaschte schon so spendabel zeigte, dann konnte er ja gar nicht anders als den lautstarken Rufen „Ohne Kugel, gehen wir hier nicht weg!“ nachzukommen. Also legte er noch den Weena Morloch-Hit „Kugel im Gesicht“ als letztes Sahnehäubchen oben drauf. Als Kompromiß mußten die Fans dann ihren Meister lauthals mit der berüchtigten Zeile „Ich bin wirklich krank!“ unterstützen. Toll: Alex Kaschte und sein Publikum machen wieder gemeinsame Sache. Hoffentlich bleibt das auch vorerst weiterhin so!     </p>
<p><strong>Setlist SAMSAS TRAUM<br />
</strong>01. Ein Name im Kristall<br />
02. Für immer<br />
03. Stromausfall im Herzspital<br />
04. Endstation.Eden<br />
05. Heiliges Herz<br />
06. Die Zärtlichkeit der Verdammten<br />
07. Ein Foetus wie du (Komm´ auf mein Begräbnis, Baby)<br />
08. Kugel im Gesicht (9 mm)     </p>
<hr /> </p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-7799" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Schlauchgestalt03.jpg" alt="" width="225" height="300" /><img class="alignright size-full wp-image-7796" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Schlauchgestalt01.jpg" alt="" width="225" height="300" />Im Anschluß war es einmal wieder an der Zeit, etwas Impressionen zu tanken und das Gelände zu erkunden. Dabei sind uns einige illustre Gestalten über den Weg gelaufen. Wo man hinschaute, gab es etwas fürs Auge. Die eine Schlauchgestalt hier, die andere Lichtgestalt da&#8230; Es wurde geknutscht, gekuschelt, getrunken, sich in Szene gesetzt. oder einfach nur irgendein Blödsinn mit irgendwelchen Masters-Figuren gemacht&#8230; das übliche Programm halt.  :-) So kam es, daß sich Halsspeckmann Whiplash annahm, ihm eine Waffe verabreichte und ihn dorthin steckte, wo ihn garantiert niemand angreifen würde.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-7810" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Whiplash-greift-an02.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<p>Logisch, daß man dabei auch auf das eine oder andere Gesicht aus der Region gestoßen ist &#8211; man könnte es auch &#8220;Die üblichen Verdächtigen nennen&#8221;. Anyway, die verschiedenen Pläuschen zwischendurch bei dem einen oder anderen spontanen Getränk gehören einfach genauso zu diesem Festival wie die Musik.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-7804" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Lichtgestalt04.jpg" alt="" width="225" height="300" /><img class="aligncenter size-full wp-image-7803" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Lichtgestalt03.jpg" alt="" width="225" height="300" /></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-7805" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Straftanz-auf-Stelzen03.jpg" alt="" width="400" height="300" />Auf dem Festivalgelände wurde man kurz vor Sonnenuntergang noch von Stelzenläufern überrascht, die in phantastischen Gewändern durch die Menge straxelten und für Furore sorgten. Sicherliuch ein Umstand, der mit der Vergrößerung des Mittelaltermarktes zusammenhängt. Eine durchaus angenehme Angelegenheit. Man merkt also, daß sich der Veranstalter Gedanken darüber gemacht hat, das Drumherum noch spannender zu gestalten. Lassen wir uns also überraschen, wohin diese Entwicklung in den kommenden Jahren gehen wird. Neben diesem Straftanz auf Stelzen entdeckten wir noch ein Pärchen, welches als Bekleidung das Trikot des FC Barcelonas wählten. Interessant und mich Sicherheit einzigartig &#8211; auch wenn das doch ein klein wenig fragwürdig erschien. Mit Bayern-Trikot zum Champions League Finale übers WGT laufen ok, aber mit Barca Trikot übers M´Era Luna? Leeeeute&#8230; ;-)</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-7808" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Straftanz-auf-Stelzen02.jpg" alt="" width="225" height="300" /><img class="aligncenter size-full wp-image-7807" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Barcelona-Fans02.jpg" alt="" width="225" height="300" /></p>
<hr /> </p>
<h3><span style="color: #ff0000;">ROTERSAND, Hangar 19:05-20:00 Uhr</span>    </h3>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-7790" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Rotersand02.jpg" alt="" width="400" height="300" />Die drei Männer aus Gelsenkirchen Rasc, Krischan und Gun alias Rotersand sind bekannt für ihre energiegeladenen Auftritte, bei dem wirklich niemand lange Anlaufzeit braucht, um mit dem Arschwackeln anzufangen. Demnach war es nur als natürlich zu bezeichnen, daß der Hangar gegen 19 Uhr sehr gut besucht war. Die zwei Keyboarder Gun und Krischan, der auch abseits der Rotersand-Bühne sowohl für Produktion und Sound zuständig ist sowie für das Projekt Straftanz verantwortlich zeichnet, überließen die Bühne gewohntermaßen ihrem Frontmann Rasc. Der Hühne führte seine Rolle als Entertainer mit Leichtigkeit aus. Sei es mit Rotersand-Evergreens („Electronic World Transmission“) oder Titeln neueren Datums („Waiting to be Born“), Rasc hatte zu jeder Zeit den Hangar voll unter Kontrolle. Das gilt nicht nur für die technoiden Clubkracher, sondern auch bei der einen oder anderen ruhigen Nummer („Undone“), die ebenso in das Rotersand-Portfolio gehört wie die tanzbaren Stücke. Wahrscheinlich hebt genau dieser Konrast und diese Vielfalt bei einem Live-Konzert die Truppe von anderen Brachialelectroacts so charmant ab. Apropos brachial: das technoide „Exterminate, Annihilate, Destroy“ beendete den überzeugenden Rotersand-Auftritt im Hangar. Erwähnenswert ist außerdem, daß Rotersand zwei Gastsänger auf der Bühne begrüßen konnten.     </p>
<hr /> </p>
<h3><span style="color: #ff0000;">UNHEILIG – Main Stage 21:00-22:15 Uhr</span>    </h3>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-7791" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Unheilig04.jpg" alt="" width="400" height="300" />Unheilig, Unheilig, Unheilig. Seit dem Support von RTL II und der daraus resultierenden Hitsingle „Geboren um zu leben“ sind Unheilig in aller Munde. Das Album „Grosse Freiheit“ hat sogar Grönemeyers Rekord vom Thron gestoßen als das sich am längsten auf Platz 1 der Media Control Charts haltenden deutschsprachigen Album. Und wäre das nicht schon genug sicherte sich die Band mit dem Titel „Unter deiner Flagge“ den haushohen Sieg beim Raab´schen Bundesvision Song Contest und ließen dabei Silly und Ich + Ich hinter sich. Dazu kann man dem Grafen an dieser Stelle natürlich nur gratulieren. Jedoch bleiben trotz all dem Erfolg einige Fehltritte weiterhin zweifelhaft, wobei der Gastauftritt bei GZSZ wahrscheinlich der Gipfel der Krone neben Auftritten bei Big Brother, „Willkommen bei Carmen Nebel“ oder der „Neuen Hitparade“ auf RTL II gewesen ist. So kommt es nicht von ungefähr, daß sich viele Unheilig-Fans ob dieses Kommerz-Overkills bereits abgewandt haben, nicht selten vernimmt man sogar Hohn und Spott, wie auch einige T-Shirt-Aufdrucke auf dem M´Era Luna Festival bewiesen oder die Aufrufaktion im <img class="alignright size-full wp-image-7792" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Unheilig03.jpg" alt="" width="400" height="300" />Netz, mit Sonnenblumen zu winken, um dem neuen „Grufti-Schlager-König“ ihre Form der „Anerkennung“ entgegenzubringen. Wie auch immer: Unheilig polarisieren in der Szene wie kaum ein anderer Act. Umso spannender war es also mitzuerleben, inwiefern sich Der Graf &amp; Co davon würden beeinflussen lassen und wie letzten Endes Band und Publikum miteinander umgehen würden. Um es auf den Punkt zu bringen: Nicht-Bernd Graf schien durchaus nervös zu sein, sang z.T. möglicherweise absichtlich mit dunkler Stimme. Die Zuschauer verhielten sich jedenfalls äußerst fair und Unheilig dankten es ihnen mit einem überzeugenden Gig, bestehend aus abwechselnd aktuellen Titeln des Nr. 1-Albums „Grosse Freiheit“ und klassischen Unheilig-Stücken, die der Fan auf dem M´Era Luna auch schlichtweg erwarten darf („Maschine“ oder „Freiheit“). Was die Show betrifft, so reiht sich auch der Open Air Auftritt in Hildesheim in die diesjährige Tournee mit ein. Will heißen: wo noch vor einem Jahr lediglich ein paar Kerzenständer das Bühnenbild zierten, ragte nun der Bug eines riesigen Schiffes aus dem Bühnenhintergrund hervor, auf das der Frontmann im Laufe des Konzertes steigt, um die aus der Limited Edition des aktuellen Albums bekannte Unheilig-Flagge zu schwenken. Es mußte im Vorfeld davon ausgegangen werden, daß nicht wie üblich „Freiheit“ die größte Publikumsreaktion hervorbringen würde, sondern logischerweise die erste Auskopplung „Geboren um zu leben“ die größte Euphorie bei den Zuschauern auslöste, schienen einige Gäste doch wohl hauptsächlich nur wegen dem Grafen den Weg nach Hildesheim gefunden zu haben, die förmlich auf diesen Song gewartet haben. Das Meer aus Feuerzeugen und Handys war jedoch genauso beeindruckend wie bei der Überballade „Mein Stern“ vom grandiosen Album „Moderne Zeiten“, mit der das Konzert nach 75 Minuten beendet wurde.<img class="alignright size-full wp-image-7794" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Unheilig08.jpg" alt="" width="400" height="300" /><br />
Unabhängig davon, ob man Unheilig nun den Ausverkauf vorwirft oder nicht, hinterließen sie einen sehr runden Eindruck als Co-Headliner am Samstagabend auf dem diesjährigen M´Era Luna. Und für alle, die nach dem Auftritt noch nicht genug von Unheilig bekommen konnten, durften zwei Tage später die Band im Fernsehen beim Big Brother Finale auf RTL II sehen&#8230;     </p>
<p><strong>Setlist UNHEILIG<br />
</strong>01. Intro<br />
02. Seenot<br />
03. Spiegelbild<br />
04. Unter deiner Flagge<br />
05. Feuerengel<br />
06. Abwärts<br />
07. Halt mich<br />
08. An deiner Seite<br />
09. Freiheit<br />
10. Astronaut<br />
11. Grosse Freiheit<br />
12. Maschine<br />
13. Für immer<br />
14. Geboren um zu leben     </p>
<hr /> </p>
<h3><span style="color: #ff0000;">THE SISTERS OF MERCY – Main Stage 22:45-0:00 Uhr</span>    </h3>
<p>Wie schon im Jahr 2007 verschanzten sich Endrew Eldritch und der Rest der Sisters in grellem Nebel mit mehr als ausreichendem Licht, sodaß niemand wirklich zu 100% ausmachen konnte, ob der Meister nun tatsächlich auf der Bühne stand oder es sich nur um ein Playback singendes Double handelte. Nun, wer sich die Sisters of Mercy anschaut, der sollte wissen, daß er mehr eine Mischung aus Hörbuch und Carpenters „The Fog“ bekommt, als eine überragende Bühnen-Liveshow.<br />
<img class="alignleft size-full wp-image-7811" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/kuhle-Leute-beim-Met-trinken.jpg" alt="" width="400" height="300" />Wem das zu albern ist, der geht halt nicht hin und hört sich das Konzert stattdessen von weiter hinten an (wie z.B. dem Metstand im Mittelalterbereich, bei dem man übrigens hervorragend nette neue Leute kennenlernen kann, wie die beiden auf dem Pic) oder eben gar nicht. Diejenigen jedoch, die über den visuellen Mißstand hinwegsehen konnten, waren von dem Headlinergig sehr angetan, da der Sound wahrlich dieser Spielposition würdig war. Natürlich gab es auch in 2010 kein neues Material der Sisters zu hören (wer hat damit schon ernsthaft gerechnet?), die seit 20 Jahren kein Studioalbum mehr produziert haben. Dies tat der Stimmung aber keinen Abbruch und vielleicht wollte das auch gar kein Zuschauer, denn jeder neue Titel hätte den vielen Klassikern der Sisters nur Zeit im Set gestohlen. Anzumerken ist noch, daß die Songs teilweise gewöhnungsbedürftig anhörten, da sie z.T. in ein Gewand aus Industrial Metal gelegt wurden.<br />
Unterm Strich bleibt eine unspektakuläre Headlinershow, die zwar für Szene-Nostalgiker einiges auf dem Kasten hatte, aber über deren Sinn man zumindest diskutieren darf.     </p>
<p><strong>Setlist THE SISTERS OF MERCY<br />
</strong>01. Vision Thing<br />
02. Crash and Burn<br />
03. Ribbons<br />
04. Train/Detonation Boulevard<br />
05. First and Last and Always<br />
06. No Time to Cry<br />
07. Alice<br />
08. Marian<br />
09. We are the Same, Susanne<br />
10. Arms<br />
11. Dominion/Mother Russia<br />
12. Summer<br />
13. Logic<br />
14. Flood II<br />
<em>Zugaben<br />
</em>15. Rain from Heaven<br />
16. Lucretia my Reflection<br />
17. Temple of Love     </p>
<hr />  </p>
<h2><span style="color: #ff0000;">SONNTAG, 08.08.2010 </span></h2>
<p>  </p>
<h3><span style="color: #ff0000;">COLONY 5 – Hangar 12:55-13:30 Uhr</span>    </h3>
<p>Sonntag war Hangar-Tag und stand im Zeichen harter Electro-Acts. So war es ein passender Start in den Tag mit dem Synthiepop-Trio Colony 5 zu starten. C5 sind seit jeher dafür bekannt, das Publikum nach nur kurzer Zeit anzuheizen und in Stimmung zu bringen. Dazu hatten die Jungs zielsicher die spannendsten Tracks aus ihrem Erfolgsalbum „Buried again“ aus dem Jahr 2008 im Gepäck. So ließen „Ghosts“ oder „Absolute Religion“ die Halle im Nu in Bewegung versetzen. Das aus puren Hits bestehende Set machte dem Hangerpublikum sichtlich Spaß und so wurde nahezu jeder Song, u.a. die Singleauskopplung „Plastic World“ aus dem „Fixed“-Album begeistert aufgenommen und durch fröhliches Arschwackeln gewürdigt.<img class="alignright size-full wp-image-7812" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Colony-5_02.jpg" alt="" width="400" height="300" /><br />
Der Höhepunkt war das finale „Hate“, dessen Chorus das Publikum frenetisch mitgrölte und dem vollends überzeugenden Konzert das verdiente Ende bescherte. Colony 5 waren also der perfekte Start für das, was an diesem Tag noch so folgen sollte. Immer wieder gerne, denn genau so sieht Gude Laune aus! Colony 5 gehören zu den Gewinnern des diesjährigen M´Era Luna Festivals.     </p>
<p><strong>Setlist COLONY 5<br />
</strong>01. Intro<br />
02. Ghosts<br />
03. Black<br />
04. Little Unit<br />
05. Plastic World<br />
06. Absolute Religion<br />
07. Accelerate<br />
08. Knives<br />
09. Hate     </p>
<hr /> </p>
<h3><span style="color: #ff0000;">AMDUSCIA – Hangar 14:55-15:40 Uhr</span>    <img class="alignright size-full wp-image-7837" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Schwitzen-im-Hangar.jpg" alt="" width="225" height="300" /></h3>
<p>Noch vor einiger Zeit gab es aus dem Hause Amduscia schlimme Nachrichten zu vernehmen, als Sänger Edgar Acevedo ganz plötzlich durch Komplikationen einer OP verstarb.<br />
Der neue Sänger Polo – ebenfalls mit Irokesenschnitt und Cyber-Outfit – wurde live von einem Keyboarder sowie einer Schlauchgestalt-Tänzerin unterstützt. Da der Act aus Mexiko sich direkt vor Agonoize und Feindflug im Timetable wiederfanden, konnten sich Amduscia um eine sehr gut gefüllte Halle erfreuen. So nutzten sie die glückliche Platzierung entsprechend aus, um die Menge bereits zur besten Kaffee &amp; Kuchen-Zeit mächtig ins Schwitzen zu bringen. Die Hardcore EBM-Fraktion mit freiem Oberkörper ließen sich nicht lange bitten und bildeten prompt einen Moshpit mittig zur Bühne. Die Dreiviertelstunde Hellectro-Dröhnung war zwar insgesamt sehr ordentliche Krawallbeschallung, allerdings auch zu wenig abwechslungsreich, zu wenig innovativ, sodaß sich irgendwann eine gewisse Abnutzungserscheinung einstellte. Man könnte es auch auf den Punkt bringen mit: Hocico reicht eigentlich. Als Appetizer für die Bad Boys from Berlin waren sie allerdings sehr wohl die richtige Wahl gewesen.     </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-7814" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Amduscia01.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<hr /><img class="alignleft size-full wp-image-7821" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Frau-Becks.jpg" alt="" width="225" height="300" /><img class="alignright size-full wp-image-7822" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Die-Frau-im-roten-Kleid02.jpg" alt="" width="225" height="300" />Nach Amduscia nutzten wir die Gelegenheit, noch schnell eine kleine Pinkelpause zu nehmen und den Bedarf an Flüssignahrung zu stillen. Und wen ruft man in solchen Notfällen? Nein, nicht Galaktika, vom fernen Stern Andromeda. Richtig: Frau Becks! Und da selbige ihren Stand direkt vorm Hangar aufgebaut hat, konnten wir ja gar nicht anders als vor den nächsten beiden Hammeracts &#8211; Agonoize und Feindflug &#8211; ihr nochmal einen Besuch abzustatten.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-7829" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/bringt-mir-ein-Gebuesch02.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<p>Als wir da nun also so genüßlich rumstanden, trafen wir abermals auf eine ganze Reihe bekannte Leute, die alle das gleiche Ziel zu haben schienen wie wir: den Hangar. Sehr erfreut waren wir darüber, den Bayern-Fan vom WGT &#8211; Roland &#8211; wiederzutreffen, dessen Zeitplan ebenfalls auf den Hangar ausgelegt war. Außerdem gesellte sich Mary X-Mas aka Die Frau im roten Kleid zu uns, gefolgt von weiteren uns bekannten Lichtgestalten sowie &#8221;übliche Verdächtigen&#8221;. Die illustre Runde war also im Nu perfekt. Stößchen!</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-7826" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/immer-wieder-dieselben-Gesichter02.jpg" alt="" width="225" height="300" /><img class="aligncenter size-full wp-image-7825" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Roland-und-Ash.jpg" alt="" width="225" height="300" /></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-7831" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Jason.jpg" alt="" width="225" height="300" />Als dann noch plötzlich von irgendwoher ein Vogel mit Jason-Maske hervorgekrochen kam, getreu dem Motto: Mach dass ihr weggkommt, sonst mach ich euch Beine, wurde uns irgendwie komisch zumute. OK, klingt dramaturgisch gut, war´s aber natürlich nicht. Der Kerl war strunzvoll und genoß unsere volle Sympathie in diesem Moment. Zurück zur Dramaturgie: getreu dem berühmten &#8220;Bullet&#8221;-Motto bemerkten wir urplötzlich, daß Time wirklich schon like a selbiger  geworden ist. Spätestens als ein Hellectro-Fan, der auf seiner linken Brust das Agonoize- und auf der rechten Seite das Feindflug-Logo trug, wurde uns bewußt: Beine in die Hand und ab zum Strand&#8230; ääähh Hangar, denn der füllte sich jetzt so dermaßen rapide, daß wir Gefahr liefen, vor verschlossenen Toren stehen zu müssen. Und wer uns kennt, weiß, daß wir die Splatter Disco auf gar keinen Fall sausen lassen würden!</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-7835" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Gruftmonster02.jpg" alt="" width="225" height="300" /><img class="aligncenter size-full wp-image-7830" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Der-Agoflug.jpg" alt="" width="225" height="300" /></p>
<hr />
<h3><span style="color: #ff0000;">AGONOIZE – Hangar 16:05-16:55 Uhr</span>   </h3>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-7818" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Agonoize06.jpg" alt="" width="225" height="300" />Wie nicht anders zu erwarten war, füllte sich der Hangar nach dem Ende von Amduscia rapide. Überall waren nun Männlein und Weiblein mit Agonoize oder Feindflug Outfits zu sehen, die alle in Richtung 2nd Stage marschierten, sodaß irgendwann kein Reinkommen in den Hangar mehr möglich war. Die Berliner nahmen den Staffelstab der Kollegen von Amduscia auf und machten direkt von Beginn an Alarm. Der Sound im Hangar war dabei zum Glück sehr ordentlich und so krachte es bei Nummern wie „Vollrauschfetischist“ oder „Alarmstufe Rot“ mächtig im Hangar, sodaß die EBM-Fraktion da weitermachen konnte, wo sie kurzzeitig aufgehört haben. Auch wir waren natürlich mit einer relativ großen Gruppe mittendrin statt nur dabei, da Agonoize einerseits bekannt für furiose und skandalöse Live-Auftritte sind, deren Interpretation von Hellectro aber andererseits auch im Gegensatz zum Act zuvor <img class="alignright size-full wp-image-7824" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Justine-spielt-mit-Guybrush.jpg" alt="" width="400" height="300" />eigenständig und nachhaltig genug ist, um immer wieder für volle Hallen zu sorgen. Was sich dann jedoch auf der Bühne abspielte wurde anschließend noch vielerorts diskutiert. Frontmann Chris L. zog sich zum Song „Staatsfeind“ ein T-Shirt an, auf dem vorne „Fuck Censorship“, hinten jedoch „Fuck M´Era Luna“ stand. Aus sicherer Quelle wissen wir, daß die Veranstalter Agonoize aufgefordert hatten, ihre exzessive Bühnenshow etwas dezenter zu gestalten. Wir gehen aus diesem Grunde davon aus, daß die Shirt-Aktion die passende Antwort darauf aus dem Hause Agonoize war. Da verwunderte es im Nachhinein auch nicht, daß die Penis-Show (Rammsteins Live-Version von „Bück dich“ läßt grüßen) bei „Femme Fatale“ ebenso wenig gestrichen, sondern ausgiebig zelebriert wurde. Eine verdammt hübsche Frau betrat die Bühne, ging Chris an die Hose, spielte ihm im Schritt herum und holte den Plastik-Penis heraus, der nach intensiver Bearbeitung seinen „Saft“ in Richtung Publikum entleerte. Aber nicht nur Schweinkram gab es zu sehen! Die Splatter Disco hatte auch am Sonntag geöffnet und so kamen die ersten Reihen nicht nur in den Genuß, mit künstlichem Sperma eingesaut zu werden, sie durften auch das Agonoiz´sche Kunstblut probieren. Bei dieser rot-weißen Kombination fehlten eigentlich nur noch die Pommes dazu. Der Gassenhauer „Koprolalie“ krönte den Auftritt von Agonoize und beschloß das Set nach intensiven 50 Minuten. Die Berliner haben hier einmal mehr bewiesen, daß sie die wahren <img class="alignright size-full wp-image-7815" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Agonoize04.jpg" alt="" width="225" height="300" />Meister der aggressiven elektrischen Düstermusik sind. Und weil das so ist, wollen und werden sich die Jungs auch von niemandem vorschreiben lassen, was sie auf der Bühne zeigen dürfen und was nicht. Wer diese Formation zu Gast hat, der sollte wissen, worauf er sich eingelassen hat. So einfach ist das!     </p>
<p><strong>Setlist AGONOIZE<br />
</strong>01. Intro / Earpain<br />
02. Schaufensterpuppenarsch<br />
03. Alarmstufe Rot<br />
04. Bängbäng Goodbye<br />
05. Vollrauschfetischist<br />
06. To Paradise<br />
07. Glaubenskrieger<br />
08. Staatsfeind<br />
09. Blutverlust<br />
10. Bis das Blut gefriert<br />
11. Femme Fatale<br />
12. Koprolalie    </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-7820" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Agonoize08.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<hr />
<h3><span style="color: #ff0000;">FEINDFLUG – Hangar 17:20-18:15 Uhr</span>   </h3>
<p>Im Hangar war nun kein Hineinkommen mehr, sodaß viele Feindflug-Fans und Electroheads nicht in den Genuß kamen, dem Auftritt dieses einzigartigen Dark Electro Acts beiwohnen zu können. Das ist deshalb so schade, da diese Instrumental-Formation ein seltener Gast auf der Live-Bühne und in Hidesheim im Besonderen ist. Die Bühne wurde traditionell mit Tarnnetzen abgehängt, um der militärischen Note Feindflugs Eindruck zu verleihen. Auf einer Leinwand im Hintergrund liefen passende Videos mit, die visuell die thematisierten Inhalte der gespielten Songs noch verstärkten. Der selbst inszenierte und sehr gut abgestimmte Videoclip zu „Truppenschau“ sorgte für zusätzlichen Flair bei diesem Clubkracher. Doch bevor es *döp döp dödöööp* machte, schlugen Felix und Banane sowie die restlichen fünf Livemusiker mit „Gulag“ und „Roter Schnee“ zu und machten dabei keine Kompromisse. Der Hangar schwitze, platzte aber nicht aus allen Nähten. Auch flog dieses Mal nichts von der Decke, wie es noch vor einem Jahr beim Amphi Festival 2009 in Köln der Fall gewesen ist. Ja, der Sound hätte in der Tat noch etwas mehr schmettern dürfen, für Feindflug war es vielleicht sogar fast etwas zu leise im Hangar.     </p>
<p><strong>Setlist FEINDFLUG<br />
</strong>01. UNTITLED (neuer, noch unveröffentlichter Song)<br />
02. Gulag<br />
03. Truppenschau<br />
04. Roter Schnee<br />
05. AK 47<br />
06. Ersatzteil<br />
07. Neue Sieger<br />
08. Selbstsucht<br />
09. Stukas im Visier     </p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-7828" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Ash-trifft...-Andy-LaPlegua.jpg" alt="" width="400" height="300" />Blöderweise erging es einem Mädel unserer Mannschaft beim Intro zum gewaltigen „AK-47“ nicht so gut, daß sie irgendwann vor Feindflugs Angriffsattacken kapitulierte und zu Boden sank. Ash machte sich dann mit ihr zusammen auf zum Ausgang, wo sie direkt in die Arme der Samariter fielen. Diese versorgten unsere Angeschlagene dann umgehend mit einer Liege und frischem Wasser, bevor der Krankenwagen vorfuhr und wir ins richtige Lazarett fuhren. Dort gab es deutlich mehr Platz und nachdem erneut der Blutdruck gemessen wurde, war die Diagnose eindeutig. Merkt euch, Kinder: egal wie warm es ist, egal wie wenig Appetit ihr eigentlich habt&#8230; Essen auf einem Festival ist oberste Pflicht! Während also die Dame in den allerbesten Frauen- und Männerhänden war, schnappte Ash etwas frische Luft und traf zufällig auf Andy LaPlegua, der später am Abend noch mit Combichrist den Headliner beschallen durfte. So haben die zwei zwar nichts mehr vom Feindflug-Gig mitbekommen, dafür aber mal einen genaueren Blick hinter die (Sicherheits-)Kulissen eines großen Festivals riskieren dürfen und das Engagement der Jungs und Mädels dort miterlebt, das einem ansonsten (glücklicherweise) erspart bleibt. Schade um Feindlfug, aber diese Erfahrung mitnehmen zu können, war durchaus nicht uninteressant. Hut ab vor der Leistung aller beteiligten Samariterkräfte!    </p>
<hr />
<h3><span style="color: #ff0000;">COMBICHRIST – Hangar 20:15-21:15 Uhr</span>    </h3>
<p>Daß es voll war im Hangar zum berüchtigten Techno Body Music Projekt Combichrist, die zuletzt Rammstein auf Tour supportet haben, könnt ihr euch vermutlich denken. Insgesamt war das schon der dritte Auftritt von Andy LaPlegua und Co auf dem Hildesheimer Festival. Erstaunlich war dabei die Tatsache, daß direkt vor ihnen Skinny Puppy spielten, die noch vor gar nicht allzu langer Zeit zu sehr später Stunde auf der Main Stage des M´Eras auftreten durften. Frei nach dem Motto „Let me entertain you“ startete der wie immer gut gelaunte Andy mit „All Pain is gone“ sein einstündiges Set. Die Drummer gaben wieder einmal alles und dreschten ihre Sticks auf ihre Instrumente ein. Davon bekamen die neonleuchtenden Knicklichtgestalten natürlich nichts mit, die Sekunden vor Anpfiff einen Kreis am Ende der Halle gebildet hatten, nur um dann wie von der Tarantel gestochen bei den ersten Beats 60 Minuten durchzappeln zu können. Albern, aber irgendwie auch fast schon niedlich. Combichrist waren als pefekter Stimmungsmacher also eine sehr gute Besetzung als Hangar-Headliner am Sonntagabend.     </p>
<p><strong>Setlist COMBICHRIST</strong><br />
01. All Pain is gone<br />
02. Rain of Blood<br />
03. Scarred<br />
04. Electrohead<br />
05. Without Emotions<br />
06. Deathbed<br />
07. Get your Body Beat<br />
08. Blut Royale<br />
09. Fuck that Shit<br />
10. Never Surrender<br />
11. What the Fuck is wrong with you     </p>
<hr />Nachdem Combichrist zu Ende gescheppert haben, schlichen wir noch einmal über das Gelände des Mittelaltermarktes, wo zur Freude vieler die Band Cultus Ferox mittendrin statt nur dabei war und musizierte. Tolle Überraschung das!</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-7840" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/Obacht.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<p>Anschließend wurde das Festival traditionell beim „Restesaufen“ am Pavillon zusammengefaßt, einige besuchten noch die altehrwürdige Abschlußtrommelei, andere hingegen waren einfach platt und verkrochen sich in ihre Kojen.  Ein weiteres buntgemischtes M´Era Luna Festival ging zu Ende. Die meisten werden auch 2011 wieder mit dabei sein. Und ihr könnt es auch, wenn wir uns auf C4 wiedersehen! Tschüß Hildes Heim und bis nächstes Jahr!</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-7839" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/12/fetter-Pennywise.jpg" alt="" width="225" height="300" /></p>
<blockquote><p><a href="http://www.madgoth.de/forum/members/ash.html" target="_blank" class="liimagelink"><img class="alignleft size-full wp-image-5916" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Ash" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/07/avatar11_11.jpg" alt="" width="65" height="80" /></a>Trotz verhältnismäßig mauem Line-up, was v.a. die Headlinerpositionen betrifft, so konnte das Festival in diesem Jahr eher mit dem Nachmittagsprogramm (in Fachkreisen auch „Um 15 Uhr ist Bambule“ genannt) punkten.<br />
Ansonsten ist es sehr löblich, daß es wieder Beck´s in Dosen für 1,- EUR gab und der Mittelaltermarktbereich anscheinend immer größeren Anklang findet, was sehr zur Abwechslung des Ambientes beiträgt.      </p>
<p>Ein besonderes Lob geht an dieser Stelle an die Damen und Herren aus dem Lazarett, wo man sich wirklich in guten Händen befindet, wenn einem doch mal schwarz vor Augen wird (wat´n Wortwitz an dieser Stelle…).      </p>
<p>Organisatorisch ist das hier alles schon sehr ordentlich. Auch die Toiletten wurden ordentlich sauber gemacht – blöderweise nur zu einer Uhrzeit, wo das gefühlte halbe Festival selbiges Örtchen aufsuchen wollte, was zu ewig langen Warteschlangen führte. Ansonsten hat es wie so oft sehr viel Spaß in Hildesheim gemacht. Wenn das Programm nun endlich mal wieder etwas zulegen kann, dann wird das 2011 sicherlich auch wieder ein erfolgreiches Szenefestival. Wir werden auf jeden Fall mit dabei sein.    </p></blockquote>
<hr />
<h3>M´Era Luna 2010 Bildergalerie</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.madgoth.de/photopost/showgallery.php?cat=1020" class="liinternal">http://www.madgoth.de/photopost/showgallery.php?cat=1020</a></li>
</ul>
<hr />
<h3>Links</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.stereomotion.de/" class="liexternal">http://www.meraluna.de</a></li>
<li><a href="http://www.fkpscorpio.com/" class="liexternal">http://www.fkpscorpio.com/</a> </li>
</ul>
<hr />
<h3>Diskussion im Forum:</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.madgoth.de/forum/partys-konzerte-events-usw/6283-m-era-luna-2010-der-bericht.html" class="liinternal">http://www.madgoth.de/forum/partys-konzerte-events-usw/6283-m-era-luna-2010-der-bericht.html</a></li>
</ul>
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		<title>VEIL VEIL VANISH &#8211; Change In The Neon Light &#8211; Interview</title>
		<link>http://www.madgoth.de/6977/specials/veil-veil-vanish-change-in-the-neon-light-interview</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Nov 2010 10:49:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JermaineBelgardio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Specials]]></category>
		<category><![CDATA[Veil Veil Vanish]]></category>
		<category><![CDATA[change in the neon light]]></category>
		<category><![CDATA[veil veil vanish]]></category>

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		<description><![CDATA[Sieht man sich die Kritiken für &#8220;Change In The Neon Light&#8221; an und achtet man bewusst auf Hörerkommentare, dann scheint den Newcomern aus San Francisco mit ihrem Debütalbum ein Geniestreich gelungen zu sein. Was natürlich die Frage aufwirft: wer sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-6979" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Veil Veil Vanish" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/11/vvv1.png" alt="" width="350" height="234" />Sieht man sich die Kritiken für &#8220;Change In The Neon Light&#8221; an und achtet man bewusst auf Hörerkommentare, dann scheint den Newcomern aus San Francisco mit ihrem Debütalbum ein Geniestreich gelungen zu sein. Was natürlich die Frage aufwirft: wer sind vier Herren und die eine Dame eigentlich, die aus dem Stand ein so hochwertiges Album abliefern konnten? Wo liegen ihre Wurzeln, was inspiriert sie? Fragen, die auch uns beschäftigten &#8211; und die wir der Band einfach mal zukommen ließen. Was sie zu erzählen hatten, könnt Ihr hier nun nachlesen:</strong></p>
<p><span style="color: #800000;"><strong>Hallo und danke für eure Zeit! In Deutschland weiß man leider noch so gut wie nichts über euch, daher wird es Zeit, daran was zu ändern. Fangen wir mal an mit einer Vorstellungsrunde. Wie würdet ihr eure Musik beschreiben?</strong></span></p>
<p><strong>Amy</strong>: <em>&#8220;Change in the Neon Light&#8221; ist ein Dark Pop Album, das für diejenigen unter uns geschrieben wurde, die flüchten möchten, weil sie sich allein gelassen oder abgestumpft fühlen oder schlicht vor irgendetwas weglaufen. Gerade in Zeiten wie diesen, wo sich viele von uns abrackern, um irgendwie über die Runden zu kommen.</em></p>
<p><span style="color: #800000;"><strong>Woher bezieht ihr die Themen für eure Songs? Was inspiriert euch? Was bewegt euch? Was wollt ihr der Welt damit mitteilen?</strong></span></p>
<p><strong>Keven</strong>: <em>&#8220;Change in the Neon Light&#8221; ist ein Konzeptalbum, das eine Menge mit unserem Leben in San Francisco zu tun hat. Und mit der Art, wie es sich verändert. Ich beziehe eine Menge Inspiration von meiner Umgebung und wahren Begebenheiten. Zuletzt wurde ich mehr von Büchern inspiriert als durch Musik. William Gibson war ein großer Einfluss auf manche Konzepte des Albums.</em></p>
<p><span style="color: #800000;"><strong>Wie und wann seit ihr zur Musik gekommen? Und was habt ihr vor Veil Veil Vanish gemacht?</strong></span></p>
<p><strong>Keven</strong>: <em>Ich denke, wir haben alle in verschiedenen Teilen unseres Lebens angefangen, Musik zu machen. Musik spielte seit früher Kindheit eine wichtige Rolle für uns. Vor Veil Veil Vanish spielte Amy in einer Band namens Astral und Cameron bei Andalusia. Beide Bands waren sehr shoegaze-orientiert. Ich spielte in einer Band genannt Jada Morning und vorher in verschiedenen Hardcore oder Punkbands.</em></p>
<p><span style="color: #800000;"><strong>Wie kam es zur Gründung von VVV? Wie habt ihr euch kennengelernt und gefunden?</strong></span></p>
<p><strong>Keven</strong>: <em>Unsere alten Bands spielten früher Shows zusammen und als sich die Wege dort trennten schien es uns nur natürlich, zusammen eine neue Band zu gründen.</em></p>
<p><span style="color: #800000;"><strong>Wofür steht Euer Bandname eigentlich? Und wer hatte die Idee?</strong></span></p>
<p><strong>Keven</strong>: <em>Dieser Name kam mir in einer Art Bewusstseinsstrom. Er repräsentiert die Vorstellung des Identitätsverlusts. Entweder durch Religion, Sex, Drogen, Nachtleben oder was auch immer die Ursache sein mag.</em></p>
<p><span style="color: #800000;"><strong>Den Vergleich mit The Cure und ähnlichen Bands habt ihr sicher schon diverse Male gehört. Aber mal ernsthaft jetzt &#8211; welche Künstler inspirieren euch? Wer sind eure Vorbilder? Und warum?</strong></span></p>
<p><strong>Keven</strong>: <em>Es wäre lustig zu sagen, dass wir nie von The Cure gehört haben, aber das ist nicht wahr. Ich denke nicht, dass &#8220;Change in the Neon Light&#8221; sehr wie The Cure klingt. Die erste Reaktion der Leute ist Musik, die sie hören, mit dem zu vergleichen was sie kennen, da das die gebräuchlichste Art ist, wie wir uns über Musik unterhalten. Faul, aber so passiert es. Wenn sich die Leute das Album aber in seiner Gesamtheit anhören stellen sie fest, dass es eine ganz eigene Atmosphäre, eine ganz eigene Welt erschafft. Ich habe sogar kürzlich ein paar Bands gesehen, die mit uns verglichen worden sind.</em></p>
<p><span style="color: #800000;"><strong><img class="alignleft size-full wp-image-6981" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Veil Veil Vanish" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/11/vvv2.png" alt="" width="350" height="203" />Gibt es Künstler, mit denen ihr gerne mal zusammenarbeiten möchtet?</strong></span></p>
<p><strong>Keven</strong>: <em>Ich wollte immer mit Massive Attack arbeiten. Sie erschaffen eine so erstaunliche Stimmung, für die die meisten Künstler töten würden.</em></p>
<p><span style="color: #800000;"><strong>Apropos The Cure: Wie kam es denn zu dem Beitrag auf &#8220;As Perfect As Cats: A Tribute To The Cure&#8221;?</strong></span></p>
<p><strong>Keven</strong>: <em>Paul von </em>Manimal Vinyl<em> kam auf uns zu damit wir einen Song beisteuern, während wir auf Tour mit einer seiner Bands auf Tour waren. Es schien eine aufregende Herausforderung für uns, auf einer Compilation mit so fantastischen Bands wie </em>Bat for Lashes<em> oder </em>Dandy Warholes<em> zu sein. Wir wählten den Song &#8220;Upstairs Room&#8221; weil wir das Gefühl hatten, dass der Song unfertig ist und es eine unterhaltsame Möglichkeit war, ihn in der Art fertigzustellen , wie wir ihn gerne gehört hätten.</em></p>
<p><span style="color: #800000;"><strong>Außerhalb Europas seid Ihr bei Metropolis unter Vertrag, in Deutschland seid ihr beim Dependent Sublabel Cellar Door gelandet. Wie kam es dazu? Habt ihr die Labels kontaktiert oder haben sie euch gefunden?</strong></span></p>
<p><strong>Amy</strong>: <em>Wir wurden von Dependent durch Metropolis kontaktiert. Sie hatten von unserem Album gehört und waren daran interessiert, es in Deutschland zu veröffentlichen. Wir sind total aufgeregt darüber, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Wir erhielten eine Menge europäisches Interesse das Album betreffend und Dependent hat mehr dafür getan, unsere Musik in Europa herauszubringen als wir es jemals von alleine geschafft hätten.</em></p>
<p><span style="color: #800000;"><strong>Ihr seid ja noch recht neu im Musikgeschäft. Trotzdem: Wo seht ihr VVV in 10 Jahren? Wo wollt ihr hin? Was wollt ihr erreichen?</strong></span></p>
<p><strong>Amy</strong>: <em>Dadurch dass sich die Musikindustrie in einem konstanten Fluss befindet, ist es nahezu unmöglich so weit voraus zu planen.</em></p>
<p><span style="color: #800000;"><strong>Wie sieht es denn aus mit Tourneen? (Dark-)Wave hat in Deutschland ja immer noch eine ziemlich starke Lobby, aller Electro-Musik zum Trotz. Wird man euch auch hierzulande live sehen können? Auf Festivals oder auf Clubtouren zum Beispiel?</strong></span></p>
<p><strong>Keven</strong>: <em>Wir hoffen, eine komplette Europa-Torunee im Frühjahr machen zu können, genauso wie ein paar Sommerfestivals.</em></p>
<p><span style="color: #800000;"><strong><img class="alignleft size-full wp-image-6980" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Veil Veil Vanish" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/11/vvv3.png" alt="" width="350" height="233" />Euer Debütalbum &#8220;Change in the Neon Light&#8221; ist gerade angetreten, bei uns die Herzen der Musikfreunde zu erobern. Bei euch ist das Album ja schon eine Weile erhältlich. Wie geht es denn bei euch nun weiter? Single-Auskopplungen? Eine EP? Eine Tour? Oder bastelt ihr womöglich schon am nächsten Album?</strong></span></p>
<p><strong>Amy</strong>: <em>Wir haben ein paar Ideen, an denen wir für das nächste Album arbeiten. Es wird definitiv anders und dunkler als &#8220;Change in the Neon Light&#8221;!</em></p>
<p><span style="color: #800000;"><strong>Wenn ihr nicht gerade an neuen Songs bastelt oder Konzerte gebt &#8211; womit verbringt ihr eure Zeit? Womit beschäftigen sich die Menschen hinter Veil Veil Vanish?</strong></span></p>
<p><strong>Amy</strong>: <em>Justin ist ein Event-Promoter und hat hier in SF verschiedene Darkwave, Coldwave und Minimal Synth Nights am laufen, beispielsweise Nachtmusik und Shutter. Und Keven ist auch ein begeisterter Leser, was oft eine starke Inspirationsquelle für seine Lyrics und sein Songwriting darstellt.</em></p>
<p><span style="color: #800000;"><strong>Gibt es noch etwas, das man als Musikliebhaber über euch oder VVV unbedingt wissen sollte?</strong></span></p>
<p><strong>Keven</strong>: <em>Unser Album wurde von Atom produziert, der schon mit den Yeah Yeah Yeahs, The Arcade Fire, The Cribs und vielen weiteren zusammengearbeitet hat. Während der Gesangsaufnahmen für einen unserer Songs kam Johnny Marr von den Smiths und auch The Cribs hereinspaziert und ich konnte die Aufnahme nicht mehr beenden, da ich von diesem Star so fasziniert war. Letztendlich gefiel ihm unsere Musik und er teilte sogar seinen Tee mit uns.</em></p>
<p><span style="color: #800000;"><strong>Die letzten Worte in einem Interview gehören immer unseren Gesprächspartnern. Was möchtet ihr unseren Lesern zum Schluss noch mitteilen?</strong></span></p>
<p><strong>Keven</strong>: <em>Danke für all eure Unterstützung, wir hoffen euch auf unserer Europa-Tour im Frühling zu sehen!</em></p>
<hr />
<h3>Video</h3>
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<h3>Links</h3>
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<li><a href="http://www.dependent.de/index.php/?lan=de&amp;area=releases&amp;id=165" target="_blank" class="liexternal">Veil Veil Vanish @ Dependent</a></li>
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<h3>Diskussion im Forum:</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.madgoth.de/forum/interviews/6214-veil-veil-vanish.html" target="_blank" class="liinternal">http://www.madgoth.de/forum/interviews/6214-veil-veil-vanish.html</a></li>
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		<title>ELECTRONIC DREAMZ FESTIVAL 2010 &#8211; Der Bericht</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Nov 2010 23:18:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JermaineBelgardio</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auch wenn der Name anderes vermuten lässt: Geträumt wurde vermutlich herzlich wenig beim ELECTRONIC DREAMZ FESTIVAL in der MEIER MUSIC HALL in Braunschweig. Stattdessen wurde am vergangenen Freitag eine EBM-Party gefeiert, die sich sehen lassen konnte. Wie immer, wenn es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignleft size-medium wp-image-6972" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Electronic Dreamz Festival 2010" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/11/Electronic-Dreamsz-Festival-212x300.jpg" alt="" width="212" height="300" />Auch wenn der Name anderes vermuten lässt: Geträumt wurde vermutlich herzlich wenig beim ELECTRONIC DREAMZ FESTIVAL in der MEIER MUSIC HALL in Braunschweig. Stattdessen wurde am vergangenen Freitag eine EBM-Party gefeiert, die sich sehen lassen konnte. Wie immer, wenn es in unserer Wohnzimmerverlängerung eine schnuckelige Feier zu feiern gibt, sind wir natürlich mit dabei. Es folgt ein kleiner Eindruck vom Geschehen.</strong></p>
<p>Traditionen soll man bekanntlich erhalten. Einem ähnlichen Prinzip scheint auch der Wettergott (welcher auch immer) zu folgen. Will sagen: Pünktlich in dem Augenblick, in dem ich mich in Richtung Meier aufmache, fängt es an zu regnen. Scheinbar muss das so sein. Aber davon lasse ich mir die Stimmung nicht vermiesen. Die Konzerte finden schließlich in wind- und wetterfesten Räumen statt &#8211; und nicht auf dem Parkplatz. Als ich übrigens auf selbigen einbiege, um mein Gefährt zum parken abzustellen, befürchte ich schlimmes: alles noch sehr überschaubar hier vor der Tür. Gut, der Zeitpunkt meiner Ankunft am/im Meier muss gegen 18 Uhr gewesen sein, also für gewöhnlich noch so überhaupt nicht Meier-Zeit. Dennoch: Dafür, dass hier diverse Bands aufspielen wollten und der Anpfiff somit recht zeitig erfolgen würde, kam mir das irgendwie bedenklich leer vor. Erfreulicherweise kein Zustand von Dauer.</p>
<p>Noch während ich damit beschäftigt war, die erste Tasse Kaffee des Abends zu konsumieren, ertönten vom Mainfloor fette Bässe und die ersten Töne. Irgendwie hatte ich für den Anpfiff 19 Uhr auf dem Zettel stehen, aber offensichtlich sind die Braunschweiger HUMAN R3SOURCE um eine halbe Stunde vorgezogen worden. Das Duo, dass sich selbst auf die Fahne geschrieben hat, den musikalischen Weg mit einer Mischung aus Old-School-EBM zu gehen, hatte den mit Abstand undankbarsten Job des Abends: ein Festival zu eröffnen, bei dem sich bislang nur eine sehr überschaubare Menge an Zuschauern eingefunden hatte. 18.30 Uhr ist halt irgendwie doch noch viel zu früh am Abend, nicht wenige werden wohl gerade erst Feierabend gemacht haben. Die Besucherfrequenz im Verlaufe des Abends untermauert fast diese Vermutung. Wie dem auch sei: Jens und Ralf, die beiden Herren hinter Human R3Source, mögen vielleicht noch nicht so weit im öffentlichen Bewusstsein verankert sein wie manch andere Band &#8211; Profis genug, sich der gegebenen Herausforderung zu stellen sind sie aber offensichtlich bereits jetzt schon. Lange Rede, gar kein Sinn &#8211; es war schlicht eine souveräne Leistung, welche die Herren dem noch recht zurückhaltenden Publikum hier boten.</p>

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<p>Nach einer guten halben Stunde war es auch schon wieder vorbei und die Bühne wurde frei gemacht für FRONTAL. Wie die Bandkollegen des heutigen Abends passte auch das Rostocker Duo Frontal bestens in das Programm des Electronic Dreamz Festival. Vorteil für die Herren Alex und Denis: mehr Publikum im Wohnzimmer, mehr Bewegung vor der Bühne. Auch wenn dies gelegentliche Interaktion des Sängers mit der Meute erforderte. Aber andererseits: Was soll man bei Songs wie &#8220;Beweg dich&#8221; auch anderes machen als genau das? Eben. Die Truppe schien ihren Spaß gehabt zu haben, das Publikum auch. Was will man also mehr?</p>

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<p>Im Anschluss an diese schicke Performance standen die Schweden von NECRO FACILITY auf dem Spielplan, die gerade zusammen mit Covenant und dem Song &#8220;Lightbringer&#8221; einen veritablen Hit an den Start gebracht haben. Oscar und Henrik ließen dann auch nichts unversucht, um die Menge zum Feiern zu bringen. Ob man dieses Ziel allerdings dadurch erreicht, dass man ständig irgendwelche Zwischenrufe macht, die sicher nicht nur dem Autor dieser Zeilen irgendwann tierisch auf die Nüsse gingen, sei mal dahingestellt. Mag die Mucke von Necro Facility auch im heimischen CD-Spieler vor technischer Raffinesse glänzen, so war der Auftritt des schwedischen Duos irgendwie nicht so ganz überzeugend. Vielleicht war auch schlicht die Erwartungshaltung zu hoch. Aufgewertet wurde der Gig allerdings durch den Überfliegersong &#8220;Do You Feel The Same?&#8221; und die diversen Tanzwütigen, die vom Frontmann während des letzten Songs mit auf die Bühne geholt wurden &#8211; und die dann einfach mal dort weiterfeierten. Überhaupt gefiel das Electronic Dreamz Festival ganz besonders durch das teilnahmefreudige Publikum. Das hat man hier an diesem Ort schon anders gesehen!</p>

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<p>Nachdem sich die Schweden ausgetobt hatten, erreichte das Meier die gefühlte Höchstmarke in Sachen Füllstand für diesen Abend. Kein Wunder, als nächstes standen JÄGER 90 auf dem Plan, die uns zuletzt beim FESTIVAL OF DARKNESS in gleicher Kulisse schon gut gefallen haben. Es war ziemlich schnell ziemlich klar, dass wir es hier mit den Gewinnern des Abends zu tun haben. Sänger Thoralf begann seine Darbietung diesmal inmitten des Publikums, ehe er &#8211; natürlich abermals mit Luftwaffenhelm dekoriert &#8211; die Bühne und anschließend die Sympathien der inzwischen maximal ausgelassen feiernden und pogenden EBM-Freunde eroberte. Auch bei diesem Gig ließen es sich Genießer der körperbetonten Tanzmusik nicht nehmen, auf die Bühne zu klettern, das Mikrofon zu erobern und anstelle Thoralfs in das Mikro zu shouten! Krasse Action hier, die aber nach zwei Zugaben dann endgültig vorbei war. Schließlich standen ja auch noch weitere Bands auf dem Plan.</p>

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<p>Als nächstes betraten ORANGE SECTOR die Bühne, eine EBM-Band, die man sicherlich guten Gewissens als alte Hasen in diesem Geschäft bezeichnen kann. Im Vergleich zu den vorangegangen Acts wurde der musikalische Ton hier gleich um einiges rauher. War auch ganz gut so, die nachfolgende Band Tyske Ludder ist ja schließlich auch keine Schmusesongkapelle. Mögen Musik und Inhalt dieser ebenfalls aus Hannover angereisten Band auch ziemlich aggressiv gewesen sein &#8211; Lars und Martin schienen Spaß gehabt zu haben &#8211; was nicht zuetzt an den abermals die Bühne erobernden Besuchern gelegen haben dürfte. Merkwürdig nur: zwar feierten die Gäste Orange Sector teilweise bis zum Exzess, trotzdem verlangte niemand nach einer Zugabe, als die beiden Herren die Bühne verließen. Und dennoch &#8211; sie kamen wieder und spielten somit quasi ungefragt (aber offensichtlich nicht unwillkommen) ein paar weitere Songs.</p>

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<p>Nach Orange Sector wurde es dann aber auch wirklich höchste Zeit für den Headliner des heutigen Abends: TYSKE LUDDER! Die Electro-EBM-Kapelle, genau wie die vorangegangene Band nicht erst seit gestern im Geschäft, musste mit einem wieder etwas ausgedünnten Publikum vorlieb nehmen. Macht nüscht, so hatte die verbliebene Menge eben mehr Platz zum Tanzen. Flankiert von den üblichen großen Bannern links und rechts auf der Bühne sowie einer Videoshow boten die drei Herren in ihren inzwischen doch sehr gewohnten Kampfanzügen eine ziemlich gewohnte und somit gewohnt gute Show. Wie gewohnt kam Sänger Claus Albers mit der Maske aus dem Film &#8220;V wie Vendetta&#8221; auf die Bühne, wie gewohnt wurde zu &#8220;Thetanen&#8221; oder &#8220;Panzer&#8221; gefeiert. Kurzum: immer wieder gut, immer wieder gerne. (Anm.: die viele Verwendung von &#8220;gewohnt&#8221; ist gewollt!)</p>

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<p>Noch während des Konzerts von Tyske Ludder wurde es für mich allerdings Zeit die Segel zu streichen und die Heimreise anzutreten. Nicht jedoch ohne noch einmal einen kurzen Plausch mit dem Veranstalter Thorsten Meier gehalten zu haben, der mit der Veranstaltung ganz zufrieden gewesen zu sein schien. Wenn das Electronic Dreamz Festival zwei Dinge gezeigt hat, dann diese: Für EBM-Konzerte muss es nicht nur das legendäre Familientreffen sein. Und: geträumt wird in der Tat woanders.</p>
<hr />
<h3>Links</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.meier-music-hall.de" target="_blank" class="liexternal">www.meier-music-hall.de</a></li>
</ul>
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<h3>Diskussion im Forum:</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.madgoth.de/forum/partys-konzerte-events-usw/6213-electronic-dreamz.html" target="_blank" class="liinternal">http://www.madgoth.de/forum/partys-konzerte-events-usw/6213-electronic-dreamz.html</a></li>
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		<title>PETER HEPPNER &#8211; Live in der Meier Music Hall in Braunschweig, 24.09.2010</title>
		<link>http://www.madgoth.de/6668/specials/peter-heppner-live-in-der-meier-music-hall-in-braunschweig-24-09-2010</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Oct 2010 14:34:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ash</dc:creator>
				<category><![CDATA[Events]]></category>
		<category><![CDATA[Konzertberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Meier Music Hall (Braunschweig)]]></category>
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		<description><![CDATA[Seine Stimme ist unverkennbar und auch jenseits irgendwelcher Szenegrenzen ein Begriff: Peter Heppner, die Stimme von der leider im Moment auf Eis gelegten Band Wolfsheim. Die Stimme, die 1998 Joachim Witt das Comeback mit dem Duettstück und Charterfolg &#8220;Die Flut&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-6670" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Heppner-Flyer" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/10/Heppner-Flyer.jpg" alt="" width="352" height="250" /><strong>Seine Stimme ist unverkennbar und auch jenseits irgendwelcher Szenegrenzen ein Begriff: Peter Heppner, die Stimme von der leider im Moment auf Eis gelegten Band Wolfsheim. Die Stimme, die 1998 Joachim Witt das Comeback mit dem Duettstück und Charterfolg &#8220;Die Flut&#8221; bescherte. Die Stimme, mit der so viele unterschiedliche Künstler bereits erfolgreich zusammengearbeitet haben. Die Stimme, die seit 2008 auch auf Solopfaden unterwegs ist. Im Rahmen seiner Clubtour machte Peter Heppner mit seiner Band am 24. September Halt in der Braunschweiger Meier Music Hall. Und wenn diese Ausnahmestimme Deutschlands schon mal in unserem Wohnzimmer ein Konzert spielt, dann versteht es sich von selbst, daß wir daran ebenfalls mit von der Partie sein würden.</strong> </p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-6696" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Melotron" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/10/melotron_0161.jpg" alt="" width="300" height="169" />Das Brandenburger Electro-Trio von Melotron eröffneten den Abend in der sehr gut gefüllten Meier Music Hall von Braunschweig. Dr. Kai Hildebrandt und Edgar Slatnow, der krankheitsbedingt nicht alle Shows der Tour spielen konnte und nun wieder mit an Bord war, unterstützten Frontsau Andy Krüger jeweils an den Keyboards. Melotron, die bereits beim Bundesvision Song Contest vor einem größeren Publikum vorspielen durften, diese Möglichkeit aber aufgrund schlechter gesanglicher Leistung und der falschen Songauswahl nicht ausnutzen konnten, bekamen nun als Support von Peter Heppner eine zweite Chance, auf sich ausmerksam zu machen. Und so startete ihr Konzert auch direkt mit dem Klassiker „Brüder“, der im Original mit In Strict Confidence-Frontmann Dennis Ostermann im Duett geträllert wird. Es folgte der Titel „Arroganz der Liebe“ vom letzten Album „Propaganda“, der zwar textlich etwas schwülstig daherkommt, sich insgesamt aber  großer Beliebtheit erfreut und gerade so am Rande die Kurve kriegt, nicht als Schlager durchzugehen. </p>
<p>Andy Krüger legte eine kesse Sohle aufs Parkett, präsentierte den Damen dabei seine viel zu enge rote Jeans und schwitzte in Richtung Publikum – tja, das ist eben der Nachteil, wenn es keinen Pressegraben gibt, Mädels ;-)  </p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-6686" title="Melotron" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/10/melotron_028.jpg" alt="" width="169" height="300" /><img class="alignleft size-full wp-image-6689" title="Melotron" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/10/melotron_0291.jpg" alt="" width="169" height="300" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-6694" title="Melotron" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/10/melotron_027.jpg" alt="" width="169" height="300" /></p>
<p>Es folgte der Clubhit „Menschenfresser“, bei dem Kai Hildebrandt in bester Feindflug-Manier den Rhythmus auf der Trommel vorgab und zum im Takt Mitklatschen animierte. Insgesamt war das Set jedoch leider etwas zu „schnulzig“ ausgefallen. Hits vom Schlage „Kein Problem“ oder „Tanz mit dem Teufel“ blieben aus. Daher war im Mittelteil des Support Acts leider etwas Flaute, aber mit dem Karat-Cover „Der blaue Planet“ gab es als Zugabe noch einmal ein Schmankerl feinster elektronischer Popmusik. Um 21:25 Uhr war dann jedoch das ca. eine Dreiviertelstunde andauernde Konzert zu Ende.  </p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-6699" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Peter Heppner" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/10/peter_heppner_2010_bs_046.jpg" alt="" width="300" height="169" />Peter Heppner betrat standesgemäß mit dem Gesangsbuch im Arm mit seiner Band eine halbe Stunde nach Melotron die Bühne. Peter trug ein T-Shirt und ein schlichtes hellgraues aufgeknüpftes Hemd, das im Laufe der Zeit jedoch deutliche Schweißflecken aufwies. Heppner war mit der gleichen Mannschaftsaufstellung unterwegs, mit der er schon seine erste Solo-Tour absolvierte: Lothar Manteuffel (stilecht mit schwarzer Sonnenbrille) und Dirk Riegner an den Live-Keys bzw. am Mac sowie den beiden Pitchies Achim Färber (Drums) und Karsten Clatte (Gitarre). Letzterer hielt sich dezent im vernebelten Bildhintergrund auf.  </p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-6703" title="Peter Heppner" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/10/peter_heppner_2010_bs_025.jpg" alt="" width="169" height="300" /><img class="aligncenter size-full wp-image-6700" title="Peter Heppner" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/10/peter_heppner_2010_bs_007.jpg" alt="" width="300" height="169" /></p>
<p>Das Set bestand aus insgesamt 20 Songs und bestand fast zur Hälfte aus Titeln von Heppners „solo“-Album. Dazu gesellten sich (lediglich) 5 Wolfsheim-Songs, den zwei Schiller-Kollaborationen und vereinzelten Duettstücken. „Dieser Augenblick“ mit José Alvarez-Brill, der erst kürzlich für eine Dokumentation zum Mauerfall im TV erschien und inhaltlich an „Wir sind wir“ erinnert, wurde übrigens nicht gespielt. Dafür gab es allerdings mit „God smoked“ einen neuen Song von Heppner, der bis dato noch unveröffentlicht ist. Nicht verwunderlich ist die Tatsache, daß v.a. die Megahits „Die Flut“, „Kein Zurück“ oder die Schiller-Titel die größte Publikumsreaktion hervorriefen, bei denen am lautesten mitgesungen wurde. Zu „Wundervoll“ vom Wolfsheim-Album „Casting Shadows“ forderte Peter seine Fans sogar zum Mitklatschen auf, worauf die Meier Music Hall ihm aufs Wort gehorchte. Das lautstarkte Verlangen eines Zuschauers nach „Sparrows“ kommentierte der symathische Hamburger mit den Worten „Wir haben ja noch ein bißchen Zeit“.  </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-6706" title="Peter Heppner" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/10/peter_heppner_2010_bs_039.jpg" alt="" width="300" height="169" /></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-6705" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Peter Heppner" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/10/peter_heppner_2010_bs_068.jpg" alt="" width="300" height="169" />Natürlich landete dieser Überhit der alternativen Popmusik auf dem letzten Platz in der Setlist und bildete somit die letzte Zugabe. Als es endlich soweit war, war die Stimmung auf dem absoluten Höhepunkt angelangt und so ziemlich aus jeder Kehle wurde der Wolfsheim-Klassiker mitgeträllert.  </p>
<p>Damit ging ein toller Konzertabend im sehr gut gefüllten Meier zu Ende. Der Eintrittspreis lag dieses Jahr bei akzeptablen 25 Steinen, während ein Konzertticket seiner ersten Tournee fast doppelt so viel Asche gekostet hat (damals im Capitol Hannover). Toll, daß dies vom Konzertpublikum so gut angenommen wurde, auch wenn das Meier wohl nicht zu 100% ausverkauft war.  Das war aber auch völlig ok, denn noch mehr Besucher hätte es echt nicht mehr gebraucht, man möchte sich ja schließlich wenigstens noch ein ganz kleines bißchen bewegen können. Für den Zuschauer und die Stimmung im Meier war es genau die richtige Anzahl an Konzertbesuchern.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-6712" title="Peter Heppner" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/10/peter_heppner_2010_bs_048.jpg" alt="" width="169" height="300" /></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-6714" title="Peter Heppner" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/10/peter_heppner_2010_bs_038.jpg" alt="" width="169" height="300" /><img class="aligncenter size-full wp-image-6713" title="Peter Heppner" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/10/peter_heppner_2010_bs_036.jpg" alt="" width="169" height="300" /></p>
<p>Noch ein kleines Wörtchen zur „Flut“: Da Heppner diesen Titel alleine sang, konnte er natürlich nicht die volle Intensität erreichen, wie es als Duett der Fall sein würde. Und da sind wir bei dem stillen Vertreter aus der hinteren Reihe: Carsten Klatte. Daß dieser ein perfekter Witt-Ersatz bei „Die Flut“ gewesen wäre, kann ich mir leider nicht verkneifen, hier zu erwähnen. Der Mann muß endlich mehr ins gesangliche Geschehen mit eingebunden werden bei dieser Wahnsinnsstimme. Also liebe Peter Heppners und Spilles dieser Welt: laßt den Casi ruhig auch mal ran! Der kann das nämlich.  </p>
<p>Direkt im Anschluß an das Konzert ging es mit der N8-Flug Party weiter, die passend mit Synthpop von Depeche Mode startete und auch einige Titel zum Theme-Abend im Programm hatte (u.a. „Die Flut“). Autogrammjäger hatten es an diesem Tage leider nicht ganz leicht, denn Peter ward nach seinem Abgang von der Bühne nicht mehr gesehen.  </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-6708" title="Peter Heppner" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/10/peter_heppner_2010_bs_080.jpg" alt="" width="300" height="169" /></p>
<p>Es war also ein rundum schöner Abend in Braunschweig gewesen. Es wäre schön, wenn uns Peter Heppner bald mal wieder „zu Hause“ besuchen würde. So getreu dem Motto Hätt ich dich heut erwartet, hätt ich Kuchen da. Und wenn er dann endlich auch mal den &#8220;Glasgarten&#8221; mit im Gepäck hätte, reicht´s vielleicht sogar für ne Torte. Na, mal abwarten…  </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-6707" title="Peter Heppner" src="http://www.madgoth.de/wp-content/uploads/2010/10/peter_heppner_2010_bs_079.jpg" alt="" width="300" height="169" /></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Setlist</span> </p>
<ol>
<li>I hate you <em>[Heppner solo]</em></li>
<li>Alleinesein <em>[Heppner solo]</em></li>
<li>No matter what it takes <em>[Heppner solo]</em></li>
<li>Die Flut <em>[Witt/Heppner]</em></li>
<li>Künstliche Welten<em> [Wolfsheim]</em></li>
<li>Being me <em>[Heppner solo]</em></li>
<li>Wherever <em>[Heppner solo]</em></li>
<li>Kein Zurück<em> [Wolfsheim]</em></li>
<li>Wir sind wir <em>[Paul van Dyk feat. Peter Heppner]</em></li>
<li>Easy <em>[Heppner solo]</em></li>
<li>Suddenly <em>[Heppner solo]</em></li>
<li>Vorbei <em>[Heppner solo]</em></li>
<li>Vielleicht? <em>[Alvarez/Heppner]</em></li>
<li>Once in a Lifetime<em> [Wolfsheim]</em></li>
<li>Dream of you <em>[Schiller mit Heppner]</em></li>
<li>Wundervoll<em> [Wolfsheim]</em></li>
<li>Das geht vorbei <em>[Heppner solo]</em></li>
<li>God smoked <em>[Heppner solo, unveröffentlicht - Zugabe 1]</em></li>
<li>Leben&#8230; I feel you <em>[Schiller mit Heppner - Zugabe 1]</em></li>
<li>The Sparrows and the Nightingales<em> [Wolfsheim - Zugabe 2]</em></li>
</ol>
<hr />
<h3>Bildergalerie</h3>
<ul>
<li> <a href="http://www.madgoth.de/photopost/showgallery.php?cat=1028" class="liinternal">http://www.madgoth.de/photopost/showgallery.php?cat=1028</a> </li>
</ul>
<hr />
<h3>Links</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.peterheppner.de/" class="liexternal">http://www.peterheppner.de/</a><a href="http://www.thebirthdaymassacre.com/" class="liexternal"></a></li>
<li><a href="http://www.myspace.com/peterheppner" class="liexternal">http://www.myspace.com/peterheppner/</a></li>
<li><a href="http://www.meier-music-hall.de/" class="liexternal">http://www.meier-music-hall.de/</a></li>
<li><a href="http://www.myspace.com/meiermusichall" class="liexternal">http://www.myspace.com/meiermusichall</a>/<a href="http://www.myspace.com/thebirthdaymassacre" class="liexternal"></a></li>
</ul>
<hr />
<h3>Diskussion im Forum:</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.madgoth.de/forum/partys-konzerte-events-usw/6170-peter-heppner-live-in-der-meier-music-hall-in-braunschweig-24-09-2010-a.html" class="liinternal">http://www.madgoth.de/forum/partys-konzerte-events-usw/6170-peter-heppner-live-in-der-meier-music-hall-in-braunschweig-24-09-2010-a.html</a><a href="http://www.madgoth.de/forum/musik-reviews/4851-down-below-wildes-herz-review.html" class="liinternal"></a></li>
</ul>
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